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Eis

Matcha-Slush selber machen: das Rezept ohne Slush-Maschine

Ein Matcha-Slush besteht aus gesüßtem Matcha-Wasser oder Matcha-Apfelsaft, das nicht komplett durchgefroren, sondern in einen trinkbaren Eisbrei verwandelt wird – entweder durch wiederholtes Durchkneten im Gefrierbeutel oder durch Mixen von gefrorenen Würfeln. Eine Slush-Maschine braucht es dafür nicht zwingend. Dieser Text zeigt das Grundrezept, zwei Wege ohne Spezialgerät und erklärt, warum die Zuckermenge über breiige oder harte Konsistenz entscheidet.

Was einen Slush von Sorbet unterscheidet

Sorbet wird während des Gefrierens ständig gerührt, damit die Masse geschmeidig und löffelbar bleibt, wie es für die Zubereitung von Fruchtsorbets beschrieben ist. Ein Slush verfolgt dasselbe Grundprinzip, zielt aber auf eine trinkbare, breiige Konsistenz statt auf eine feste Kugel: Der Flüssigkeitsanteil ist höher, der Zuckeranteil niedriger angesetzt, und das Ergebnis wird mit einem Strohhalm oder Löffel aus dem Glas getrunken statt geschnitten oder portioniert. Auch optisch unterscheiden sich beide Desserts: Sorbet wird meist mit einer Kugel oder einem Löffel serviert, während ein Slush typischerweise in ein hohes Glas mit Strohhalm gefüllt wird, ähnlich wie ein kaltes Getränk.

Grundrezept für zwei Gläser

500 ml kaltes Wasser oder klarer Apfelsaft, 40 g Zucker und 4 g Matcha werden verrührt, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Wer es weniger süß mag, ersetzt einen Teil des Zuckers durch Agavendicksaft, sollte aber wissen, dass weniger gelöster Zucker auch eine härtere, weniger breiige Konsistenz bedeutet. Ein Spritzer Zitronensaft rundet die Süße ab und hält die grüne Farbe frisch. Wer testen möchte, ob die gewählte Zuckermenge zur eigenen Vorliebe passt, friert vorab einen einzelnen Eiswürfel der Mischung ein und prüft nach zwei Stunden, ob er sich bereits mit dem Löffel zerdrücken lässt.

Methode 1: Gefrierbeutel und Kneten

Die Flüssigkeit kommt in einen stabilen Gefrierbeutel, flach ausgestrichen, damit sie schnell und gleichmäßig durchfriert. Nach etwa 60 Minuten im Gefrierfach wird der Beutel zum ersten Mal von außen durchgeknetet, um die sich bildenden Eiskristalle zu zerkleinern. Dieser Schritt wiederholt sich alle 30 bis 45 Minuten über insgesamt zwei bis drei Stunden, bis die gesamte Masse eine gleichmäßig körnige, breiige Konsistenz hat. Wer das Kneten zu selten wiederholt, bekommt statt Slush einen soliden Eisblock.

Methode 2: Gefrorene Würfel im Mixer

Schneller geht es, wenn die Flüssigkeit zunächst in einer Eiswürfelform komplett durchgefriert und die fertigen Würfel danach im Standmixer zerkleinert werden. Diese Methode braucht keine Wartezeit mit mehrfachem Rühren, verlangt aber einen starken Mixer, damit die Würfel nicht nur zerbrechen, sondern zu einer gleichmäßigen Masse zermahlen werden. Ein Schuss kalte Flüssigkeit während des Mixens passt die Konsistenz an, ohne den Slush zu verwässern. Wer die Würfel vor dem Mixen kurz aus dem Gefrierfach nimmt und fünf Minuten anstehen lässt, verringert die Belastung für den Mixermotor, ohne dass die fertige Konsistenz merklich weicher wird.

Warum die Zuckermenge die Konsistenz bestimmt

Gelöster Zucker senkt den Gefrierpunkt der Flüssigkeit, sodass bei minus 18 Grad ein Teil des Wassers ungefroren bleibt – dieser flüssige Anteil ist es, der den Slush breiig statt fest macht. Zu wenig Zucker führt zu einem harten Block, der sich nicht mehr durchkneten oder mixen lässt, ohne vorher wieder anzutauen. Zu viel Zucker verhindert dagegen, dass die Masse überhaupt eine feste Struktur bekommt, und bleibt eher flüssig als körnig. Die im Grundrezept genannten 40 g auf 500 ml sind ein Mittelwert, der sich je nach gewünschter Konsistenz um 10 g in beide Richtungen anpassen lässt. Wer unsicher ist, wie viel Zucker im eigenen Rezept nötig ist, testet am besten zunächst eine kleine Probemenge, statt gleich die gesamte Flüssigkeit anzusetzen. Wer Kristallzucker durch Agavendicksaft oder Ahornsirup ersetzt, sollte etwas weniger Flüssigkeit im Grundrezept einplanen, weil beide Süßungsmittel selbst schon flüssig sind. Am Prinzip ändert sich dadurch nichts: Die gelöste Menge an Zuckerstoffen bestimmt weiterhin, wie breiig oder wie fest der Slush am Ende wird, unabhängig davon, aus welcher Quelle die Süße stammt. Wer probehalber eine kleine Menge einfriert, bevor die ganze Portion angesetzt wird, erkennt schnell, ob die gewählte Zuckermenge zur gewünschten Konsistenz passt.

Servieren und Frischhaltung

Ein Matcha-Slush sollte direkt nach der letzten Bearbeitung serviert werden, da er bei Zimmertemperatur innerhalb von 10 bis 15 Minuten zu schmelzen beginnt. Für ein gleichmäßigeres Getränk lohnt sich ein kurzes Umrühren direkt vor dem Servieren, weil sich die feinsten Eiskristalle sonst am Boden des Glases absetzen. Reste lassen sich im Gefrierfach aufbewahren, müssen vor dem nächsten Servieren aber erneut durchgeknetet oder kurz gemixt werden, weil sie in der Zwischenzeit wieder zu einem festeren Block zusammengefroren sind. Nicht sofort getrunkener Slush lässt sich im Gefrierfach aufbewahren, gefriert dabei aber innerhalb weniger Stunden wieder zu einem festeren Block zusammen. Vor dem erneuten Servieren muss er deshalb noch einmal durchgeknetet oder kurz gemixt werden – ein einfaches Umrühren mit dem Löffel reicht nicht aus, um die ursprüngliche breiige Konsistenz zurückzubekommen. Länger als zwei bis drei Tage sollte er nicht aufbewahrt werden, weil sich sonst zunehmend gröbere, kaum noch auflösbare Kristalle bilden.

Häufige Fehler beim Slush-Machen

Der häufigste Fehler ist, die Flüssigkeit komplett durchfrieren zu lassen und danach zu vergessen, sie überhaupt noch zu bearbeiten – ein reiner Eisblock aus dem Gefrierfach lässt sich weder kneten noch sinnvoll mixen, ohne vorher teilweise wieder anzutauen. Der zweite Fehler ist zu grobes Zerkleinern im Mixer: Wer nur kurz pulsiert, bekommt große Eissplitter statt eines gleichmäßigen Breis. Der dritte Fehler betrifft die Zuckermenge: Wird sie nach eigenem Geschmack stark gesenkt, verändert sich nicht nur die Süße, sondern auch, ob die Masse überhaupt breiig oder eher hart und blockig ausfällt.

Varianten mit Frucht und Kräutern

Ein Spritzer Gurkensaft oder einige Minzblätter, die vor dem Einfrieren mitgemixt und anschließend abgesiebt werden, geben dem Matcha-Slush eine zusätzliche frische Note, ohne die Grundtechnik zu verändern. Wer es fruchtiger mag, ersetzt einen Teil des Wassers durch klaren Ananas- oder Birnensaft; dabei sollte die Zuckermenge nicht zusätzlich erhöht werden, da Fruchtsaft bereits eigenen Zucker mitbringt und die Masse sonst zu weich zum Portionieren wird. Reines Wasser lässt die grüne Farbe des Matcha am klarsten zur Geltung kommen und eignet sich für einen puren, wenig süßen Slush. Klarer Apfelsaft bringt dagegen von sich aus schon Süße und etwas Fruchtaroma mit, wodurch sich die zugesetzte Zuckermenge im Grundrezept um 10 bis 15 g senken lässt, ohne dass die Konsistenz darunter leidet – solange dabei bedacht wird, dass Fruchtsaft auch eigene, im Saft gelöste Zuckerstoffe enthält, die denselben Frostschutz-Effekt liefern wie zugesetzter Zucker.

Mit einer Slush-Maschine

Wer eine haushaltsübliche Slush-Maschine besitzt, kann dieselbe Flüssigkeit hineinfüllen: Die Maschine kühlt kontinuierlich und rührt gleichzeitig, wodurch die Kristallbildung von selbst geschieht und das manuelle Kneten oder Mixen entfällt. Das Grundverhältnis aus Wasser, Zucker und Matcha bleibt dabei identisch, nur der Arbeitsschritt der Bearbeitung verändert sich. So bleibt für jedes einzelne Glas dieselbe Konsistenz erhalten, unabhängig davon, wie viele Portionen insgesamt zubereitet werden. Bei mehr als vier Gläsern lohnt es sich, die Flüssigkeit auf mehrere flache Gefrierbeutel oder mehrere Eiswürfelformen zu verteilen, statt eine einzelne große Menge einzufrieren. Kleinere Portionen frieren gleichmäßiger durch und lassen sich beim Kneten oder Mixen leichter in die gewünschte breiige Konsistenz bringen als ein einzelner großer Block, bei dem die Mitte deutlich länger braucht als der Rand.

Matcha für dieses Rezept

Für zwei Gläser reichen 4 g Matcha, gesiebt und in etwas Wasser glatt gerührt, bevor sie mit der restlichen Flüssigkeit vermischt werden – ungesiebter Matcha hinterlässt sichtbare Klümpchen im fertigen Slush. MATCHASHOCK Bio Matcha kommt aus der 30-g-Dose, Kontrollstelle DE-ÖKO-006, Kennzeichnung CN-BIO-141, im Labor auf Rückstände geprüft, für 25,00 € (Grundpreis 833,33 €/kg). Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos und dauert 1 bis 2 Werktage.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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