Eis
Matcha-Bubble-Waffle-Eis: die Hongkong-Waffel als essbarer Becher
Bubble-Waffle-Eis besteht aus einer in Hongkong verbreiteten Eierwaffel mit kugelförmigen Vertiefungen, die noch warm zu einer Tüte gebogen und mit Matcha-Eis gefüllt wird. Die genaue Herkunft der Waffel selbst gilt als nicht vollständig geklärt; dieser Text hält sich deshalb an das, was belegt ist, und konzentriert sich auf Teig, Backtechnik und Füllung. Eine Eismaschine wird nur für die Füllung gebraucht, nicht für die Waffel selbst.
Herkunft: eine Hongkonger Straßenwaffel
Die sogenannte Eierwaffel (auch Bubble Waffle oder Eierball) stammt aus Hongkong und ist dort seit den 1950er-Jahren als Straßensnack verbreitet, ursprünglich über Kohlefeuer auf fahrbaren Ständen gebacken. Zur genauen Entstehung kursieren mehrere, nicht abschließend belegte Erklärungen – von einem eierlosen Nachkriegsteig, der durch die Form aufgewertet werden sollte, bis zu Händlern, die günstige beschädigte Eier verarbeiteten. In den vergangenen Jahren hat sich die Waffel weltweit auch als essbarer Eisbecher etabliert, gefüllt mit unterschiedlichen Eissorten. In Hongkong wird die Eierwaffel meist pur oder nur mit einer dünnen Schicht Zucker gegessen; die Kombination mit Eis ist eine neuere, international verbreitete Weiterentwicklung. Wer den ursprünglichen Charakter stärker betonen möchte, serviert die Waffel flach mit nur einer kleinen Kugel Eis obendrauf statt sie komplett zu einer gefüllten Tüte zu formen. Wer die Waffel unabhängig von ihrer genauen Entstehungsgeschichte betrachtet, findet in ihrer heutigen Form vor allem ein praktisches Prinzip: ein essbarer, formbarer Behälter, der ohne zusätzliches Geschirr auskommt.
Grundrezept für den Waffelteig
2 Eier, 100 g Zucker, 120 ml Milch, 60 ml neutrales Öl, 150 g Mehl, ½ TL Backpulver und eine Prise Salz werden zu einem glatten, dünnflüssigen Teig verrührt. Wer eine grüne Waffel möchte, rührt zusätzlich 4 g gesiebtes Matcha in den Teig; für eine helle Waffel mit grüner Füllung bleibt der Matcha ganz im Eis. Da der Eianteil im Grundrezept vor allem für Struktur und die charakteristische Bräunung sorgt, lässt sich für eine eifreie Variante ein Ei durch 60 g Apfelmus ersetzen. Die Waffel wird dadurch etwas weniger stabil und weniger stark gebräunt, lässt sich aber weiterhin zu einer Tüte formen, solange sie noch warm verarbeitet wird. Wer den Teig vor dem Backen zehn Minuten ruhen lässt, gibt dem Mehl Zeit, die Flüssigkeit vollständig aufzunehmen, was die Waffel gleichmäßiger backen lässt als ein sofort verarbeiteter Teig.
Backen im Bubble-Waffle-Eisen
Ein Bubble-Waffle-Eisen mit kugelförmigen Vertiefungen wird gut vorgeheizt und dünn eingefettet. Der Teig wird eingefüllt, das Eisen geschlossen und nach dem Einfüllen sofort einmal gewendet, damit sich der Teig gleichmäßig in den Kugeln verteilt. Nach zwei bis drei Minuten ist die Waffel außen goldbraun und innen noch leicht weich. Wer kein Bubble-Waffle-Eisen besitzt, kann ersatzweise ein normales Waffeleisen benutzen, bekommt dann aber die glatte statt die typische Kugelstruktur – das ist keine Verkürzung der Zutaten, sondern eine andere Form. Ohne Bubble-Waffle-Eisen lässt sich derselbe Teig in einem normalen runden Waffeleisen backen. Das Ergebnis hat eine glatte statt eine mit Kugeln durchsetzte Oberfläche, lässt sich aber genauso zu einer Tüte formen, solange es noch warm und biegsam ist. Wer die charakteristische Kugelstruktur unbedingt möchte, findet spezielle Bubble-Waffle-Eisen mittlerweile auch für den Haushaltsgebrauch im Elektrofachhandel. Wer mag, bestreut den noch flüssigen Teig direkt nach dem Einfüllen mit ein paar zusätzlichen Matcha-Flocken, die beim Backen leicht in die Oberfläche einsinken und ein sichtbares Muster hinterlassen.
Zur Tüte formen, solange sie warm ist
Direkt nach dem Backen ist die Waffel biegsam und kann über eine Küchenrolle oder ein Kegelmodell zu einer Tüte gerollt werden. Nach dem Abkühlen wird sie fest und behält diese Form bei. Wer die Waffel flach als Untergrund für Kugeln verwenden will, lässt diesen Schritt einfach weg. Ein sauberes Küchentuch unter der Küchenrolle verhindert, dass die noch warme Waffel beim Formen an der glatten Oberfläche der Rolle kleben bleibt.
Matcha-Eis-Füllung
Für die Füllung eignet sich sowohl die No-Churn-Basis ohne Maschine als auch das French-Style-Grundrezept mit Eismaschine – beide sind in eigenen Rezepten ausführlich beschrieben. Wichtig ist nur, dass das Eis beim Befüllen streichfähig genug ist, um sich in die Waffeltüte drücken zu lassen, ohne sie durch zu große Kälte zu knacken. Wer die Füllung in mehreren kleinen Kugeln statt einer großen Portion einfüllt, verteilt das Gewicht gleichmäßiger in der Waffeltüte und verringert das Risiko, dass sie am Boden aufreisst.
Toppings
Klassische Toppings sind frische Früchte, ein Klecks Sahne, weiße Schokoladenstückchen oder ein Löffel Kokosraspeln. Wer die grüne Optik durchziehen will, kombiniert die Waffel mit einem hellen Topping wie weißer Schokolade, damit der Farbkontrast zum Matcha-Eis erhalten bleibt. Auch ein Klecks Fruchtsauce, ähnlich wie beim Spaghettieis-Rezept, passt farblich gut zur grünen Füllung und lässt sich einfach über die fertige Waffeltüte träufeln.
Häufige Fehler beim Backen
Der häufigste Fehler ist ein zu dünn eingefettetes Eisen, wodurch der Teig an den Kugelvertiefungen festklebt und beim Öffnen zerreißt statt sich als ganze Waffel zu lösen. Ein zweiter Fehler ist zu viel Teig pro Portion – überläuft er die Ränder der Form, backt er außen an und lässt sich nur schwer sauber vom Eisen lösen. Ein dritter Fehler ist zu spätes Formen zur Tüte: Ist die Waffel bereits ausgekühlt, bricht sie beim Biegen statt sich zu formen; das Rollen muss in den ersten 30 Sekunden nach dem Herausnehmen passieren. Ein vierter Fehler ist zu wenig Fett beim Einfetten des Eisens zwischen zwei Backdurchgängen: Auch ein beschichtetes Eisen braucht nach jeder zweiten oder dritten Waffel eine frische, dünne Schicht Fett, damit die Kugeln sich weiterhin sauber lösen.
Für eine größere Runde vorbereiten
Die Waffeln lassen sich einige Stunden im Voraus backen und danach in einer luftdichten Dose bei Zimmertemperatur aufbewahren; sie verlieren dabei etwas von ihrer Biegsamkeit, lassen sich aber weiterhin befüllen, wenn auch nicht mehr zu einer engen Tüte formen. Das Matcha-Eis dagegen sollte erst kurz vor dem Servieren eingefüllt werden, damit die Waffel nicht durch die Kälte durchweicht. Ein Waffelteig-Ansatz aus dem Grundrezept ergibt je nach Größe des Eisens vier bis sechs einzelne Waffeln. Für eine größere Feier lässt sich der Teig problemlos verdoppeln oder verdreifachen, sollte dann aber in mehreren Durchgängen gebacken werden, da die meisten Haushaltseisen nur eine Waffel gleichzeitig herstellen und der Teig bei längerem Stehen an Triebkraft durch das Backpulver verliert. Wer mehrere Waffeln gleichzeitig vorbereiten möchte, stapelt sie nach dem Formen zur Tüte am besten nicht ineinander, sondern legt jede einzeln beiseite, bis sie vollständig ausgekühlt und formstabil ist.
Haltbarkeit der Waffeln
Fertig gebackene, noch nicht gefüllte Waffeln halten sich bei Zimmertemperatur in einer luftdichten Dose etwa zwei Tage, verlieren dabei aber zunehmend ihre Biegsamkeit und lassen sich nach dieser Zeit nicht mehr zu einer Tüte formen. Für längere Aufbewahrung eignet sich das Einfrieren der ungefüllten Waffeln, die vor dem Servieren kurz im Ofen bei niedriger Temperatur wieder aufgewärmt und dabei erneut leicht biegsam werden. Ein Blick auf die Unterseite der Waffel verrät zusätzlich, ob sie noch verwendbar ist: Solange sie sich noch leicht biegen lässt, ohne zu brechen, eignet sie sich weiterhin zum Formen einer Tüte.
Matcha für dieses Rezept
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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