Getränk
Matcha-Rosen-Latte: wie viel Rosenwasser ins Glas darf
Ein Matcha-Rosen-Latte ist ein warmer oder eisgekühlter Matcha Latte, dem wenige Milliliter Rosenwasser eine blumige Note geben. Rosenwasser ist hochkonzentriert, deshalb entscheidet die Dosierung über das ganze Getränk: Ein Löffel zu viel, und aus blumig wird seifig. Dieses Rezept nennt die Menge, die im Verhältnis zu 200 Millilitern Milch funktioniert, und zeigt, welche Milch das Aroma am saubersten trägt.
Woher Rosenwasser stammt und wofür es traditionell steht
Rosenwasser fällt laut Wikipedia als Nebenprodukt bei der Destillation von Rosenöl an: Rosenblütenblätter werden mit Wasserdampf behandelt, das dabei aufgefangene, stark verdünnte Destillat ist das Rosenwasser des Handels. Iran deckt nach dieser Quelle rund 90 Prozent des weltweiten Bedarfs und feiert die Rosenernte im Mai und Juni traditionell in eigenen Erntefesten. In der arabischen, persischen, indischen und teils auch europäischen Küche ist Rosenwasser seit dem Mittelalter belegt, unter anderem in Marzipan, im indischen Lassi, in Baklava und in der türkischen Ramadan-Süßspeise Güllaç. Der Matcha-Rosen-Latte übernimmt dieses Aroma für ein Milchgetränk, ohne sich einer bestimmten Küche zuzuordnen, und reiht sich damit neben dem bereits bestehenden Lavendel-Matcha-Latte dieser Seite als zweite blumige Variante ein.
Die Dosierung: warum weniger hier mehr ist
Auch als verdünntes Destillat bleibt Rosenwasser aromatisch sehr präsent. Für 200 Milliliter Milch reichen 4 Milliliter, umgerechnet knapp ein Teelöffel. Wer zum ersten Mal damit arbeitet, gibt die Hälfte davon in die warme Milch, rührt um, probiert und tropft erst dann nach. Ab etwa 8 Millilitern auf dieselbe Menge Milch kippt der Geschmack bei den meisten Marken ins Seifige, weil dieselben ätherischen Verbindungen, die im Parfum stecken, im Getränk dann zu dominant werden. Unterschiedliche Marken schwanken zudem in ihrer Intensität, deshalb gilt die Menge im Rezept als Ausgangspunkt und nicht als starre Regel für jede Flasche.
Das Rezept für ein Glas
200 Milliliter Milch oder Pflanzendrink auf etwa 65 Grad erwärmen, 4 Milliliter Rosenwasser und 8 Gramm Honig einrühren. 2 Gramm Matcha durch ein feines Sieb in eine Schale geben, 60 Milliliter Wasser mit 75 bis 80 Grad angießen und mit dem Chasen 30 Sekunden aufschlagen, bis der Schaum feinporig ist. Die gerosenwasserte Milch in ein Glas füllen, den aufgeschlagenen Matcha darüber gießen. Für die kalte Variante die Milch nicht erwärmen, sondern kalt mit Rosenwasser und Honig verrühren, über Eiswürfel geben und den Matcha, ebenfalls kalt angerührt, darüberlegen.
Getrocknete Rosenblütenblätter als sichtbare Ergänzung
Wer dem Getränk zusätzlich zur Optik verhelfen will, ohne die Dosierung im Glas zu erhöhen, streut ein bis zwei essbare, getrocknete Rosenblütenblätter obenauf. Diese Blätter tragen kaum eigenes Aroma bei, weil der größte Teil davon beim Trocknen verloren geht, wirken aber als Farbtupfer auf der grünen Matcha-Schicht. Wichtig ist, dass es sich um ausgewiesen essbare Ware aus dem Feinkost- oder Teehandel handelt, nicht um Blüten aus dem Blumenladen, die häufig mit Pflanzenschutzmitteln behandelt sind.
Welche Milch das Aroma am saubersten trägt
Vollmilch und Hafendrink in der Barista-Version schäumen zuverlässig auf und geben dem Rosenaroma eine cremige Grundlage, in der es sich abrundet statt aufzudrängen. Mandeldrink ist dünner und fettärmer, dadurch tritt der Rosenduft direkter und schärfer hervor, weil weniger Fett ihn bindet – hier reicht meist schon 1 Milliliter weniger. Da Rosenwasser nicht sauer ist, sondern einen neutralen pH-Wert hat, gibt es anders als bei Zitrus- oder Fruchtsäften keine Gefahr, dass ein Pflanzendrink dadurch ausflockt. Reisdrink ist auch hier die schwächste Wahl, weil er weder Fett noch Eiweiß mitbringt, das dem Duft etwas entgegensetzen könnte.
Geschmack: blumig-süß gegen grün-herb
Rosenwasser bringt eine helle, blumig-süße Note, die an frische Rosenblätter erinnert, ohne selbst süß im Sinne von Zucker zu sein. Matcha steuert die gegenteilige Ebene bei: grün, cremig und mit einer feinen Herbe im Abgang. Zusammen entsteht ein Getränk, das weder rein süß noch rein herb schmeckt, sondern zwischen beiden Polen liegt.
Der häufigste Fehler und wie er sich vermeiden lässt
Der größte Fehler ist, Rosenwasser wie einen Sirup zu behandeln und in Esslöffeln statt in Millilitern zu denken. Ein Esslöffel entspricht bereits 15 Millilitern, mehr als das Dreifache der empfohlenen Menge für ein Glas. Ein kleiner Messbecher oder eine Küchenwaage mit Millilitermarkierung verhindert dieses Missgeschick zuverlässiger als ein Gefühl nach Löffeln. Wer eine ganze Kanne für mehrere Gläser vorbereitet, rechnet die Menge pro Glas hoch, statt großzügig über den Daumen zu peilen. Ein zweiter, seltenerer Fehler ist eine zu lange offene Flasche: Rosenwasser verliert über Monate an Aroma, weshalb sich eine kleine Flasche für den gelegentlichen Gebrauch eher lohnt als eine große.
Rosensirup als Alternative zu Rosenwasser
Rosensirup unterscheidet sich von Rosenwasser dadurch, dass er bereits Zucker enthält und dickflüssiger ist. Wer ihn statt Rosenwasser verwendet, nimmt etwa 10 Milliliter auf 200 Milliliter Milch und lässt den zusätzlichen Honig im Rezept weg oder reduziert ihn deutlich, da der Sirup die Süße bereits mitbringt. Geschmacklich fällt der Unterschied gering aus, weil beide Produkte auf demselben Blütenaroma beruhen; der Sirup macht die Zubereitung nur unkomplizierter, weil ein Süßungsschritt entfällt.
Servieren mit Pistazien oder getrockneten Rosenblättern
In der orientalischen Küche werden Rosenwasser-Süßspeisen häufig mit gehackten Pistazien bestreut, weil das feine Grün der Nuss farblich und geschmacklich zum Rosenaroma passt. Eine kleine Prise gehackter Pistazien auf dem Matcha-Schaum bringt diese Kombination auch in den Latte, ohne den Geschmack im Glas selbst zu verändern. Wer es schlichter mag, bleibt bei den bereits erwähnten getrockneten Rosenblütenblättern als einzige Deko.
Wie sich Rosenwasser von Rosenöl unterscheidet
Rosenöl, auch als ätherisches Öl bekannt, ist das stark verdichtete Destillationsprodukt, aus dessen Herstellung das deutlich verdünntere Rosenwasser als Nebenprodukt anfällt. Reines Rosenöl ist so stark, dass es in Speisen nur in einzelnen Tropfen verwendet wird und leicht überdosiert werden kann; Rosenwasser dagegen ist eigens für den direkten Verzehr in größeren Mengen gedacht und lässt sich in Millilitern statt in Tropfen abmessen. Für dieses Rezept gehört deshalb ausschließlich Rosenwasser ins Glas, niemals ätherisches Rosenöl aus dem Kosmetikregal, das für Speisen weder gedacht noch in dieser Stärke verzehrfertig ist. Wer beim Einkauf unsicher ist, erkennt Rosenwasser für die Küche daran, dass es im Lebensmittel- oder Feinkostregal steht und als Zutat für Speisen ausgewiesen ist, während kosmetisches Rosenöl in der Drogerieabteilung neben Parfum und Hautpflege zu finden ist.
Was eine Dose für dieses Rezept hergibt
Eine 30-Gramm-Dose MATCHASHOCK Bio Matcha kostet 25,00 Euro, Grundpreis 833,33 Euro je Kilogramm, bei 2 Dosen 46,00 Euro (766,67 Euro je Kilogramm), bei 3 Dosen 63,00 Euro (700,00 Euro je Kilogramm) und bei 6 Dosen 108,00 Euro (600,00 Euro je Kilogramm). Bei 2 Gramm je Glas reicht eine Dose für rund 15 Matcha-Rosen-Lattes. Die kleine Flasche Rosenwasser aus dem Feinkosthandel hält bei 4 Millilitern je Glas sehr lange, weil die übliche Flaschengröße von 250 Millilitern für weit über 50 Gläser ausreicht.
Quellen
- Wikipedia, Rosenwasser: Herstellung als Destillat bei der Rosenölgewinnung, Iran mit rund 90 Prozent des Weltbedarfs, Verwendung in arabischer, persischer und indischer Küche ↗
- Wikipedia (englisch), Rose water: Verwendung in persischen und nahöstlichen Süßspeisen, indischem Lassi und Reispudding, historische Herstellungstechnik der arabischen und persischen Chemiker ↗
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



Genug gelesen? Schmeck den Unterschied selbst.
Bio aus erster Ernte.
Laborgeprüft, doppelt versiegelt.
Fein vermahlen und mild statt bitter — deshalb schmeckt er auch pur.
- Bio-zertifiziert, DE-ÖKO-006
- Im Labor geprüft
- Erste Ernte, feinste Vermahlung
- Doppelt luftdicht versiegelt
- Versand kostenlos in Deutschland
- 30 g, reicht für 10–15 Tassen
„Das ist der beste Matcha, den ich seit Jahren gekauft habe! Ich trinke schon lange Matcha und nutze ihn auch gerne zum Backen meiner Lieblingscookies. Die Qualität ist top! Intensiver Geschmack, sehr fein gemahlen […]. Den werde ich definitiv wieder bestellen!!“
30 g für 25,00 € (833,33 €/kg, inkl. MwSt.)
Jetzt probierenMATCHASHOCK Bio-Matcha, 30 g: 25,00 € (833,33 €/kg), inkl. MwSt. Versand innerhalb Deutschlands kostenlos. Bio: Kontrollstelle des Herstellers CN-BIO-141, unsere eigene DE-ÖKO-006 (ABCert) · Nicht-EU-Landwirtschaft. Diese Bewertungen stammen von unserer Amazon-Produktseite und tragen dort alle den Amazon-Vermerk „Verifizierter Kauf“ — Amazon setzt ihn nur, wenn der Artikel über das Konto der Verfasserin oder des Verfassers gekauft wurde. Wir schreiben keine Bewertungen selbst und übernehmen keine aus anderen Quellen. Mit […] gekennzeichnete Stellen haben wir weggelassen, weil sie Aussagen zur Wirkung enthalten, die wir noch nicht mit Unterlagen belegen können; nichts wurde umformuliert. Der vollständige Wortlaut steht auf unserer Amazon-Produktseite.