Zum Inhalt springen

Keine Werbe- oder Tracking-Cookies. Mehr erfahren

Grundlagen

Matcha nachhaltig kaufen und verbrauchen: die ehrliche Bilanz

Matcha nachhaltig zu nennen ist schnell gesagt und selten belegt. Zwischen beschatteten Feldern, langsamen Steinmühlen, langen Transportwegen und einer Blechdose steckt eine Bilanz mit hellen und dunklen Stellen. Hier steht, was sich mit Zahlen belegen lässt, wo die Schwächen liegen und welche Punkte du beim Kauf tatsächlich steuern kannst.

Wie nachhaltig ist Matcha im Anbau?

Matcha ist aufwendiger als fast jeder andere Tee, und das fängt auf dem Feld an. Beschatten, ernten, dämpfen, entstielen und auf Stein mahlen, die ganze Kette steht Schritt für Schritt im Wissensartikel Matcha-Herstellung. Für die Umweltrechnung zählen davon vor allem drei Posten. Erstens die Beschattung: Netze oder Matten samt Gestell müssen aufgebaut, gewartet und irgendwann ersetzt werden. Zweitens die Handpflückung, die bei hoher Qualität Arbeitszeit statt Diesel kostet. Drittens das Mahlen, der langsamste Schritt der ganzen Kette: Eine traditionelle Granitsteinmühle schafft rund 30 bis 40 Gramm Pulver pro Stunde, für eine einzige Dose läuft sie also etwa eine Stunde. Was dabei in die Mühle geht, ist Tencha, also entstieltes Blattfleisch. Ein Pluspunkt steht auf der anderen Seite der Rechnung: Beim Aufguss wandern die ausgelaugten Blätter in den Biomüll, beim Matcha trinkst du das ganze Blatt. Es gibt keinen Teesatz, keinen Trester und keinen Rest, der entsorgt werden muss.

Verpackung: warum die Dose zählt

Pulver ist empfindlich gegen Licht, Luft und Feuchtigkeit, und jede Verpackung, die ihren Inhalt nicht schützt, produziert am Ende Abfall in Form von weggekipptem Tee. Deshalb ist die Verpackung hier kein Deko-Thema. Weißblech besteht aus dünnem kaltgewalztem Stahl mit einer Zinn- oder Chromauflage, übliche Stärken liegen zwischen 0,10 und 0,49 Millimetern. Rund 90 Prozent des in Deutschland produzierten Weißblechs gehen in die Verpackungsherstellung. Entscheidend ist die Rückführung: Die Recyclingquote von Weißblech aus privatem Endverbrauch lag in Deutschland im Jahr 2020 bei 91,4 Prozent. Stahl lässt sich zudem ohne Qualitätsverlust wieder einschmelzen. Eine lichtdichte, wiederverschließbare Dose ist damit die Variante, die den Inhalt am längsten frisch hält und am Ende sauber in den Wertstoffkreislauf zurückgeht. Warum ein Standbeutel dabei fast immer schlechter abschneidet, steht im Wissensartikel Matcha in Dose oder Beutel kaufen.

Loses Pulver gegen Beutelware

Ein Blick auf die Mengen macht klar, warum Beutel überhaupt eine Rolle spielen. Teebeutelpapier besteht heute vorwiegend aus Abacáfasern, Pyramidenbeutel im deutschsprachigen Raum fast durchweg aus biologisch abbaubarem Polylactid. Die Stückzahlen sind trotzdem enorm: Ein einzelner großer Hersteller fertigt rund 10 Millionen Beutel am Tag, ein anderer verkauft etwa 11 Milliarden Stück im Jahr. Jeder dieser Beutel bringt Filtermaterial mit, oft dazu einen Faden, ein Papieretikett und eine Einzelhülle. Matcha kommt ohne all das aus. Du gibst 2 Gramm Pulver durch ein Sieb in die Schale, gießt 100 Milliliter Wasser auf und schlägst auf. Kein Filter, kein Faden, kein Etikett, keine Umverpackung je Portion. Was bleibt, ist die Dose und der Löffel. Das ist kein Freibrief für den Rest der Kette, aber es ist der Punkt, an dem loses Pulver strukturell weniger Material bewegt als portionierte Ware. Wie viel Material ein Refill gegenüber der jedes Mal neuen Dose tatsächlich einspart, rechnet der Wissensartikel „Matcha im Nachfüllbeutel kaufen: was der Refill wirklich bringt“ nach.

Was du beim Kauf tatsächlich steuern kannst

Auf Beschattungsnetze und Frachtwege hast du keinen Einfluss, auf drei andere Dinge schon. Erstens die Anbauweise: Bio nach EU-Öko-Verordnung schließt chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger aus, und das lässt sich am Kontrollstellencode auf der Packung nachvollziehen. Zweitens die Prüfung: Ein Pulver, das laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide in den Verkauf geht, muss nicht nachträglich aus dem Regal genommen werden. Drittens die Menge: Eine 30-Gramm-Dose, doppelt luftdicht versiegelt und ohne Zusätze, reicht für rund 15 Matcha Latte, so wie der MATCHASHOCK Bio-Matcha aus erster, beschatteter, von Hand gepflückter Ernte. Kleine Gebinde klingen zunächst nach mehr Verpackung je Gramm, sind in der Praxis aber das Gegenteil: Die Großpackung, die nach dem Öffnen monatelang offen steht und am Ende braun weggekippt wird, ist die teuerste Verpackung von allen.

Die ehrlichen Schwächen

Wer nur die Pluspunkte aufzählt, verkauft eine Geschichte statt einer Bilanz. Drei Punkte sprechen gegen Matcha, drei dafür. Dagegen: Beschattung braucht Material und Arbeitsgänge, die es beim normalen Grüntee nicht gibt. Das Mahlen auf Stein ist langsam, rund 30 bis 40 Gramm in der Stunde bedeuten viele laufende Mühlen für kleine Mengen. Und der Transport geht über weite Strecken, daran ändert auch die beste Verpackung nichts. Dafür: kein Teesatz und damit kein Abfall aus dem Getränk selbst, eine sehr kleine Portionsmenge von 2 Gramm je Schale, und eine Dose, die vollständig in den Materialkreislauf zurückgeht. Unterm Strich ist Matcha weder ein Klimaretter noch ein Umweltproblem, sondern ein aufwendig hergestelltes Genussmittel. Die größte Stellschraube heißt schlicht: nichts wegwerfen. Ein Pulver, das mild schmeckt und deshalb leer getrunken wird, hat die bessere Bilanz als ein billiges, das nach drei Schalen im Schrank verstaubt.

Was nach dem letzten Löffel passiert

Die leere Dose ist zu schade für den direkten Weg in die Sammlung. Sauber ausgewischt und getrocknet nimmt sie Gewürze, Kaffeebohnen, Nähzeug oder Kleinteile auf, und wer mag, hebt sie als Vorratsdose für die nächste Füllung auf. Ideen dazu stehen im Wissensartikel Matcha-Dose wiederverwenden. Erst wenn Deckel oder Dichtung hinüber sind, geht sie in die Wertstoffsammlung, wo Stahl aussortiert und eingeschmolzen wird. Und der Rest im Boden, der zum Aufschlagen nicht mehr reicht: ab in den Teig, ins Salz oder in ein Dressing, statt in den Müll. Das ist der unspektakulärste und zugleich wirksamste Beitrag der ganzen Liste. Rechne es einmal durch: Wer von drei Dosen im Jahr jede zu einem Fünftel wegwirft, verliert am Ende 18 Gramm, also rund neun Schalen. Wer stattdessen kleine Mengen kauft, dunkel und luftdicht lagert und die Reste verbackt, kommt auf null Verlust. Keine Verpackung der Welt gleicht das aus, was im Schrank verdirbt.

Die Portionsrechnung: was ein Getränk tatsächlich verbraucht

Bilanzen werden greifbarer, wenn man von der Portion aus rechnet statt vom Kilogramm. Eine Schale Matcha braucht 2 Gramm Pulver und 100 Milliliter Wasser. Aus einer 30-Gramm-Dose werden damit rund 15 Schalen – eine Verpackungseinheit für gut zwei Wochen bei einer Schale am Tag. Zum Vergleich lohnt der Blick auf das, was sonst für ein einzelnes Getränk anfällt: eine Einwegflasche je Portion, ein Kaffeebecher zum Mitnehmen, eine Kapsel je Tasse. Gemessen an dieser Reihe schneidet ein Pulver, das in einer wiederverwendbaren Dose kommt und dessen Zubereitung außer Wasser nichts verbraucht, gut ab. Ehrlich dazu gehören die Gegenposten: Der Weg vom Anbaugebiet nach Europa ist lang, die Beschattung kostet Ertrag, und das Blech der Dose muss hergestellt werden. Beides gegeneinander aufzurechnen ist ohne belastbare Daten nicht seriös. Was sich dagegen sicher sagen lässt: Der größte Hebel im Haushalt liegt beim Vermeiden von Resten. Pulver, das nicht getrunken, sondern nach Monaten weggeworfen wird, macht jede andere Rechnung zunichte. Wie sich Restbestände vermeiden lassen und was mit älterem Pulver noch geht, zeigt der Wissensartikel „Alten Matcha verwenden: 9 Ideen statt Mülltonne“.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

Geöffnete MATCHASHOCK Dose mit Deckel
Laborgeprüft · Bio
MATCHASHOCK Matcha-Pulver aus der Nähe
Erste Ernte
Doppelt versiegelte Innenfolie der Dose
Doppelt versiegelt

Genug gelesen? Schmeck den Unterschied selbst.

Bio aus erster Ernte.
Laborgeprüft, doppelt versiegelt.

Fein vermahlen und mild statt bitter — deshalb schmeckt er auch pur.

  • Bio-zertifiziert, DE-ÖKO-006
  • Im Labor geprüft
  • Erste Ernte, feinste Vermahlung
  • Doppelt luftdicht versiegelt
  • Versand kostenlos in Deutschland
  • 30 g, reicht für 10–15 Tassen
5,0 von 5 · 3 Bewertungen
„Das ist der beste Matcha, den ich seit Jahren gekauft habe! Ich trinke schon lange Matcha und nutze ihn auch gerne zum Backen meiner Lieblingscookies. Die Qualität ist top! Intensiver Geschmack, sehr fein gemahlen […]. Den werde ich definitiv wieder bestellen!!“
Sabrina · Amazon, verifizierter Kauf

30 g für 25,00 € (833,33 €/kg, inkl. MwSt.)

Jetzt probieren

MATCHASHOCK Bio-Matcha, 30 g: 25,00 € (833,33 €/kg), inkl. MwSt. Versand innerhalb Deutschlands kostenlos. Bio: Kontrollstelle des Herstellers CN-BIO-141, unsere eigene DE-ÖKO-006 (ABCert) · Nicht-EU-Landwirtschaft. Diese Bewertungen stammen von unserer Amazon-Produktseite und tragen dort alle den Amazon-Vermerk „Verifizierter Kauf“ — Amazon setzt ihn nur, wenn der Artikel über das Konto der Verfasserin oder des Verfassers gekauft wurde. Wir schreiben keine Bewertungen selbst und übernehmen keine aus anderen Quellen. Mit […] gekennzeichnete Stellen haben wir weggelassen, weil sie Aussagen zur Wirkung enthalten, die wir noch nicht mit Unterlagen belegen können; nichts wurde umformuliert. Der vollständige Wortlaut steht auf unserer Amazon-Produktseite.

Weitere Wissensartikel