Jugend & Social Media
Wenn Musiker mit Getränkemarken zusammenarbeiten
Musiker arbeiten mit Getränkemarken zusammen, indem sie entweder eine eigene Marke gründen und mit einem etablierten Hersteller als Partner auf den Markt bringen, oder indem sie ihr Gesicht und ihren Namen für eine bestehende Marke zur Verfügung stellen. Beide Formen sind in den vergangenen Jahren häufiger geworden, weil Musikagenturen inzwischen eigene Abteilungen für Markenpartnerschaften unterhalten. Zwei aktuelle, gut dokumentierte Beispiele zeigen, wie unterschiedlich solche Kooperationen aussehen können: eine Whisky-Marke, die eine Sängerin gemeinsam mit einem Traditionshaus entwickelt hat, und eine Tequila-Marke, die eine Rapperin komplett in Eigenregie aufgebaut hat.
Zwei Modelle: Eigenmarke oder Testimonial
Grob lassen sich zwei Wege unterscheiden. Im ersten Modell gründet der Musiker gemeinsam mit einem etablierten Hersteller eine neue Marke, an der beide Seiten beteiligt sind und die eigene Handschrift des Künstlers einfließt, von der Rezeptur bis zum Flaschendesign. Im zweiten Modell bleibt die Marke unabhängig vom Künstler, der lediglich als Gesicht einer Kampagne auftritt, etwa in Anzeigen oder Social-Media-Beiträgen, ohne inhaltlichen Einfluss auf das Produkt selbst. Musikagenturen wie United Talent Agency oder CAA unterhalten inzwischen eigene Abteilungen, die solche Partnerschaften zwischen Künstlern und Getränkeherstellern gezielt vermitteln, weil Markenkooperationen einen wachsenden Anteil an den Einnahmen der Musikbranche ausmachen und für viele Künstler inzwischen wichtiger geworden sind als reine Tourneeeinnahmen.
Beyoncé und SirDavis: eine Whisky-Marke als Joint Venture
Im August 2024 stellte Beyoncé Knowles-Carter gemeinsam mit Moët Hennessy, einer Tochtergesellschaft des Konzerns LVMH, die Whisky-Marke SirDavis vor. Es handelt sich um ein echtes Joint Venture: Beide Seiten entwickelten die Rezeptur gemeinsam, verantwortlich für die Produktion war der erfahrene Meisterdestillateur Bill Lumsden, der auch die schottischen Marken Glenmorangie und Ardbeg betreut. Der Name SirDavis geht auf Beyoncés Urgroßvater Davis Hogue zurück, der während der Prohibition in den Südstaaten der USA selbst Schnaps brannte und die Flaschen der Familienüberlieferung nach in hohlen Zedernbäumen versteckte. Der Whisky kostet nach Angaben des Unternehmens rund 89 US-Dollar pro Flasche und wurde vor dem offiziellen Marktstart anonym bei mehreren internationalen Spirituosenwettbewerben eingereicht, unter anderem mit einer Goldmedaille beim New York International Spirits Competition 2023. Im Sommer 2026 übernahm Beyoncé den Anteil von Moët Hennessy vollständig und ist seither alleinige Eigentümerin der Marke, deren Sitz in ihrer Heimatstadt Houston liegt.
Megan Thee Stallion und Chicas Divertidas: die eigene Tequila-Marke
Im Februar 2025 brachte die Rapperin Megan Thee Stallion mit Chicas Divertidas eine eigene Premium-Tequila-Marke auf den Markt, passend zu ihrem 30. Geburtstag. Die Marke umfasst zwei Varianten, Blanco und Reposado, hergestellt aus Blue-Weber-Agave aus den vulkanischen Hochebenen von Jalisco in Mexiko, destilliert in der Brennerei Casa Centinela, die seit 1904 besteht. Die Flaschen kosten laut offizieller Mitteilung 70 US-Dollar für die Blanco- und 80 US-Dollar für die Reposado-Variante, abgefüllt bei 40 Prozent Alkoholgehalt in 750-Milliliter-Flaschen. Das Flaschendesign lehnt sich an die Form der Engelstrompete an, eine auffällig geformte Blüte, mit Farbverläufen in Orange, Pink, Rot und Violett. Megan Thee Stallion beschrieb den Start in einer Mitteilung als einen mehrjährigen Prozess und als nächsten Schritt in ihrer unternehmerischen Laufbahn.
Warum Spirituosen und nicht Softdrinks
Auffällig an beiden Beispielen ist, dass es sich um Spirituosen handelt, nicht um alkoholfreie Getränke. Das liegt unter anderem an der Marge und an der Positionierung: Premium-Spirituosen erlauben deutlich höhere Verkaufspreise pro Flasche als Softdrinks und passen zum Lifestyle-Image, das viele Künstler ohnehin kultivieren, von der Bühnenpräsenz bis zu Musikvideos. Branchendaten zeigen, dass sich der Trend über die vergangenen Jahre verstärkt hat, mit Personen aus Musik, Sport und Unterhaltung, die zunehmend eigene Spirituosenmarken aufbauen, während etablierte Konzerne gezielt nach prominenten Partnern suchen, um neue, jüngere Zielgruppen zu erreichen, die sich von klassischer Werbung weniger ansprechen lassen als von einer Marke mit einem bekannten Namen dahinter.
Was das für kleinere Künstler bedeutet
Die beiden großen Beispiele Beyoncé und Megan Thee Stallion zeigen, wie Kooperationen auf höchster Ebene aussehen, mit siebenstelligen Marketingbudgets, internationalen Vertriebswegen und eigens engagierten Meisterdestillateuren. Für kleinere, unabhängige Künstler sehen Partnerschaften mit Getränkemarken in der Regel deutlich bescheidener aus: eine Erwähnung in Social-Media-Beiträgen, ein Sponsoring für eine Tour, ein begrenztes Kontingent an Merchandise-Produkten oder ein einmaliges Honorar für einen Auftritt bei einer Produktvorstellung. Das Grundprinzip bleibt aber dasselbe, nur die Größenordnung des Budgets und der Reichweite unterscheidet sich zwischen einem Weltstar und einem lokal bekannten Künstler erheblich.
Was Fans von solchen Deals mitbekommen
Für die breite Öffentlichkeit werden Kooperationen wie SirDavis oder Chicas Divertidas meist über Presseankündigungen, Social-Media-Beiträge des Künstlers selbst und anschließende Berichterstattung in Wirtschafts- und Lifestyle-Medien sichtbar, seltener über direkte Werbung im klassischen Sinn. Ein Fan, der einem Künstler auf Social Media folgt, bekommt die neue Marke häufig zuerst als persönliche Neuigkeit präsentiert, etwa in Form eines Videos, in dem die Entstehungsgeschichte erzählt wird, wie bei SirDavis die Geschichte um Beyoncés Urgroßvater. Dieser Erzählstil unterscheidet sich deutlich von einer klassischen Produktanzeige und ist einer der Gründe, warum solche Kooperationen bei Fans oft auf größeres Interesse stoßen als eine gewöhnliche Werbekampagne desselben Produkts ohne den persönlichen Bezug zum Künstler.
Was solche Deals über den Musikmarkt verraten
Kooperationen mit Getränkemarken sind Teil einer größeren Verschiebung in der Musikbranche: Für viele Künstler reichen Einnahmen aus dem Streaming allein nicht aus, um die Umsätze früherer Jahrzehnte aus dem physischen Plattenverkauf zu ersetzen. Marken-Kooperationen bieten eine zusätzliche Einnahmequelle, die unabhängig von Streamingzahlen funktioniert, etwa über eine Umsatzbeteiligung am Verkauf der jeweiligen Marke oder über eine feste Beteiligung am Unternehmen selbst. Bei einer Eigenmarke wie SirDavis oder Chicas Divertidas trägt der Künstler zwar auch unternehmerisches Risiko, kann im Erfolgsfall aber deutlich stärker profitieren als bei einer klassischen, einmalig bezahlten Werbekampagne. Diese Verschiebung erklärt, warum inzwischen so viele bekannte Namen aus der Musikbranche eigene Konsumgütermarken führen, von Spirituosen bis zu Modelinien, statt sich ausschließlich auf Musik als Einnahmequelle zu verlassen.
Wie sich der Erfolg eines solchen Deals überhaupt messen lässt
Für ein etabliertes Unternehmen wie Moët Hennessy ist der Erfolg einer Künstlerkooperation vergleichsweise einfach zu messen: Verkaufszahlen, Marktanteile und die Entwicklung des Bekanntheitsgrads der neuen Marke lassen sich mit bestehenden Vertriebsdaten abgleichen. Für den Künstler selbst ist die Rechnung komplizierter, weil neben dem finanziellen Ertrag auch die Wirkung auf das eigene Image eine Rolle spielt. Eine misslungene oder unpassend wirkende Kooperation kann sich negativ auf die Wahrnehmung des Künstlers auswirken, während ein gut zur eigenen Person passendes Produkt, wie im Fall von SirDavis die familiäre Geschichte um den Urgroßvater, die Marke glaubwürdiger erscheinen lässt als ein rein austauschbares Lizenzprodukt. Aus diesem Grund investieren größere Künstler zunehmend Zeit in die Entwicklung der Rezeptur oder des Designs, statt sich auf eine reine Namensvergabe zu beschränken.
Klarstellung zu den genannten Personen und Marken
Beyoncé Knowles-Carter, Megan Thee Stallion, Moët Hennessy und Chicas Divertidas werden hier ausschließlich beschreibend genannt, weil ihre Kooperationen öffentlich dokumentiert sind. Zwischen diesen Personen und Marken und MATCHASHOCK besteht keine geschäftliche Verbindung. Keine der genannten Personen trinkt, empfiehlt oder kennt MATCHASHOCK, und diese Aussage wird an keiner Stelle behauptet oder angedeutet.
Wie MATCHASHOCK ohne solche Kooperationen arbeitet
MATCHASHOCK verzichtet auf Testimonial-Deals und Investorenrunden und baut stattdessen auf die Dose selbst: Bio-Matcha-Pulver aus kontrolliertem Anbau, Kontrollstelle DE-ÖKO-006, Kennzeichnung CN-BIO-141, im Labor auf Rückstände geprüft. Eine 30-Gramm-Dose reicht für rund 10 bis 15 Schalen bei 2 Gramm je Schale und kostet 25,00 Euro (833,33 Euro je Kilogramm), bei zwei Dosen 46,00 Euro (766,67 Euro je Kilogramm), bei drei Dosen 63,00 Euro (700,00 Euro je Kilogramm), bei sechs Dosen sinkt der Grundpreis auf 600,00 Euro je Kilogramm (108,00 Euro gesamt). Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos und dauert ein bis zwei Werktage, für gewerbliche Abnahme gibt es das eigene Angebot unter matchashock.de/b2b. Ein Abo, ein Starter-Set oder eine Geschenkverpackung bietet MATCHASHOCK nicht an, nur die Dose selbst in unterschiedlicher Stückzahl. Wer mehr über die Rolle von Matcha in der Musikszene wissen möchte, findet Hintergründe in „Matcha Song: vom Ohrwurm 2024 bis zum Rap-Titel“ und in „Prominente und Matcha: 13 Namen mit echtem Beleg“.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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