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Getränk

Matcha-Kirsch-Limonade: Kirsche statt Zitrone als Fruchtbasis

Eine Matcha-Kirsch-Limonade ersetzt die Zitrone der bestehenden Matcha-Limonade dieser Seite durch pürierte Kirschen als Fruchtbasis, ergänzt um einen kleinen Zitronenanteil für Säure und Farbe. Das Ergebnis ist süßer und fruchtiger als die klassische Zitronen-Limonade, bleibt aber genauso prickelnd. Dieses Rezept nennt die Mengen für ein Glas und erklärt, welche Kirschsorte die Farbe am besten hält.

Süßkirsche oder Sauerkirsche: welche ins Glas kommt

Süßkirschen schmecken deutlich süßer und wenig sauer, Sauerkirschen dagegen ausgesprochen säuerlich, mit Apfelsäure als Hauptsäure laut Wikipedia. Für eine Limonade, die neben dem herben Matcha bestehen soll, eignet sich eine Mischung aus beiden am besten: Süßkirschen tragen die Fruchtsüße, eine kleine Menge Sauerkirschen oder deren Saft bringt zusätzliche Säure, ohne dass mehr Zucker nötig wird. Wer nur eine Sorte zur Hand hat, kann bei reinen Süßkirschen den Zitronenanteil im Rezept leicht erhöhen, bei reinen Sauerkirschen dagegen etwas mehr süßen.

Das Rezept für zwei Gläser

100 Gramm entsteinte Kirschen, frisch oder aufgetaute TK-Ware, im Mixer pürieren und durch ein feines Sieb streichen, damit keine Fasern zurückbleiben. Das Püree mit 10 Millilitern Zitronensaft und 15 Gramm Zucker oder Ahornsirup verrühren, bis sich die Süße gelöst hat. 4 Gramm Matcha (2 Teelöffel) durch ein Sieb in eine Schale geben, 60 Milliliter Wasser mit 75 bis 80 Grad angießen und mit dem Chasen glattschlagen. Zwei Gläser mit Eiswürfeln füllen, den Kirschmix darauf verteilen, mit insgesamt 300 Millilitern Sprudelwasser auffüllen und den Matcha zuletzt langsam darübergießen, damit er als grüne Schicht obenauf sichtbar bleibt.

Tiefkühlkirschen richtig verarbeiten

Tiefgekühlte Kirschen werden häufig auf dem Höhepunkt ihrer Reife geerntet und eingefroren, wodurch sie außerhalb der Saison eine verlässliche Alternative sind. Vor der Verarbeitung sollten sie nur kurz antauen, bis sie sich noch kühl, aber weich anfühlen – vollständiges Auftauen bei Zimmertemperatur macht sie matschig und lässt zu viel Flüssigkeit austreten, die beim Pürieren separat abgegossen werden müsste. Wer die aufgefangene Flüssigkeit nicht verwerfen will, rührt sie einfach mit ins Kirschpüree, statt sie wegzuschütten.

Warum die Säure die Farbe stützt

Bei der bestehenden Matcha-Limonade dieser Seite hält die Zitronensäure die grüne Farbe des Tees, weil Matcha in reinem Sprudelwasser ohne Säure schnell ins Bräunliche kippt. Sauerkirschen bringen mit ihrer Apfelsäure einen ähnlichen, wenn auch milderen Effekt mit. Deshalb funktioniert die Kombination aus etwas Zitronensaft und Kirschsäure hier zusammen: Die Zitrone liefert den stärkeren, verlässlicheren Säureanteil, die Kirsche rundet ihn geschmacklich ab, ohne dass die Limonade dabei sauer schmeckt.

Frische Kirschen oder Saft: die Alternative außerhalb der Saison

Süßkirschen reifen in Deutschland laut Wikipedia im Wesentlichen zwischen Juni und Juli, danach wird ein großer Teil der Ernte sofort zu Saft, Marmelade oder Konserven weiterverarbeitet, weil frische Kirschen nur kurz haltbar sind. Außerhalb dieser Wochen lässt sich das Rezept mit 100 Millilitern naturtrübem Sauerkirschsaft statt Fruchtpüree zubereiten; der Zitronensaft und der Zucker bleiben gleich, nur das Sieben des Pürees entfällt dann.

Kirschen entsteinen ohne Spezialwerkzeug

Ohne Kirschentkerner lässt sich jede Kirsche mit einem Trinkhalm entsteinen: Den Halm von der Seite, an der der Stiel saß, durch die Frucht schieben, bis der Stein am anderen Ende herausgedrückt wird. Bei größeren Mengen geht es schneller mit einer kleinen Flasche und einem Essstäbchen: Die Kirsche auf die Flaschenöffnung setzen und den Stein mit dem Stäbchen hineindrücken, sodass er in der Flasche landet und die entkernte Frucht oben liegen bleibt.

Geschmack: fruchtig-süß mit grüner Kante

Die fertige Limonade schmeckt zuerst nach Kirsche, mit einer feinen Süße, die von den Süßkirschen kommt, und einem säuerlichen Unterton aus Zitrone und, falls verwendet, Sauerkirsche. Der Matcha darüber bringt eine grasig-herbe Note, die die Fruchtsüße auffängt, statt sie zu verstärken. Wer die Limonade sofort durchrührt, bekommt einen gleichmäßig fruchtig-grünen Ton; wer sie schichtweise trinkt, wechselt zwischen der süßen Kirschbasis unten und der herberen grünen Schicht oben.

Als Konzentrat für mehrere Gläser vorbereiten

Für eine Feier oder mehrere Gläser lässt sich der Kirschmix aus Püree, Zitronensaft und Zucker im gleichen Verhältnis verdreifachen oder vervierfachen und bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Der Matcha wird trotzdem immer erst kurz vor dem Servieren frisch angerührt, weil er sonst an Farbe und Schaum verliert. So lässt sich der aufwendigere Teil der Zubereitung vorziehen, während am Ende nur noch Eis, Sprudelwasser und der frisch aufgeschlagene Tee zusammenkommen müssen.

Deko mit ganzen Kirschen

Eine ganze Kirsche mit Stiel, die über den Glasrand gehängt wird, macht aus der Limonade optisch mehr als der bloße Fruchtmix im Glas. Wer mag, schneidet zusätzlich eine dünne Zitronenscheibe ein und steckt sie mit an den Rand. Für Kinder oder als alkoholfreie Option auf einer Feier lässt sich diese Deko genauso verwenden wie bei einem klassischen Fruchtcocktail, ohne dass am Getränk selbst etwas verändert werden muss.

Kirschsirup aus dem Handel als schnelle Abkürzung

Wer weder frische noch tiefgekühlte Kirschen zur Hand hat, greift zu fertigem Kirschsirup aus dem Handel, wie er auch für Milchshakes oder Cocktails verkauft wird. Dabei 30 Milliliter Sirup statt Kirschpüree und zusätzlichem Zucker verwenden und den Zitronensaft im Rezept unverändert lassen, weil Sirup selbst kaum Säure mitbringt. Der Geschmack fällt süßer und weniger fruchtig-frisch aus als mit echten Kirschen, das Ergebnis lässt sich aber in unter fünf Minuten zusammenstellen, wenn es schnell gehen muss. Beim Kauf lohnt ein Blick auf die Zutatenliste, weil manche Sirupe hauptsächlich aus Zucker, Wasser und Aroma bestehen und nur einen kleinen Fruchtanteil enthalten.

Wie viel Süße wirklich nötig ist

Die genannten 15 Gramm Zucker oder Ahornsirup sind auf mittelsüße Kirschen ausgelegt; besonders reife, sehr süße Süßkirschen kommen oft schon mit 10 Gramm aus, während eine überwiegend saure Mischung aus Sauerkirschen oder unreifen Früchten eher 20 Gramm braucht. Am zuverlässigsten testet man das direkt am fertigen Kirschmix, noch bevor Sprudelwasser und Matcha dazukommen: Schmeckt das Püree für sich genommen bereits rund und nicht mehr sauer-bitter, reicht die Menge, wie sie ist.

Was eine Dose für dieses Rezept hergibt

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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