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Herzhaft

Matcha-Kartoffelsalat fürs Picknick

Für Matcha-Kartoffelsalat wird Matcha-Pulver in ein Essig-Öl-Dressing eingerührt, das über warme, festkochende Kartoffeln gegeben wird, statt eine klassische Mayonnaise-Variante zu verwenden. Das hat für ein Picknick einen praktischen Vorteil: Essig-Öl-basierte Salate sind bei Hitze deutlich unkomplizierter als mayonnaisebasierte, weil sie stabiler bleiben und keine durchgehende Kühlkette in derselben Strenge benötigen. Das folgende Rezept ergibt eine Schüssel für vier Personen und erklärt zusätzlich, wie du den Salat sicher und ohne Qualitätsverlust transportierst.

Zutaten für vier Portionen

800 Gramm festkochende Kartoffeln, eine kleine rote Zwiebel, ein Bund Schnittlauch, 100 Milliliter Gemüsebrühe, drei Esslöffel Weißweinessig, sechs Esslöffel neutrales Pflanzenöl, ein Teelöffel Senf, ein halber Teelöffel Matcha-Pulver, Salz und Pfeffer. Optional dazu 100 Gramm Radieschen oder eine kleine Gurke in dünnen Scheiben für zusätzliche Frische.

Warum ein Essig-Öl-Dressing fürs Picknick praktischer ist

Essig-Öl-basierte Kartoffelsalate gelten bei warmem Wetter als unkomplizierter als mayonnaisebasierte, weil sie bei durchgehender Kühlung mehrere Tage stabil bleiben können, während mayonnaisebasierte Varianten deutlich empfindlicher sind und am Zubereitungstag verzehrt werden sollten. Für ein Picknick, bei dem eine lückenlose Kühlkette schwerer sicherzustellen ist als zuhause, ist die Essig-Öl-Variante deshalb die robustere Wahl, ohne dass du beim Geschmack auf ein cremiges Dressing verzichten musst.

Kartoffeln kochen und richtig vorbereiten

Wasche die Kartoffeln, koche sie mit Schale in Salzwasser gar, bis eine Gabel widerstandslos eindringt, und schrecke sie kurz mit kaltem Wasser ab, damit sie sich leichter pellen lassen. Pelle die Kartoffeln, während sie noch handwarm sind, und schneide sie in gleichmäßige Scheiben oder Würfel. Warme Kartoffeln nehmen das Dressing deutlich besser auf als bereits ausgekühlte, weil sich die Poren beim Abkühlen zusammenziehen und weniger Flüssigkeit aufnehmen.

Wo der Matcha ins Dressing kommt

Verrühre den Matcha zuerst mit dem Senf und einem Esslöffel der warmen Brühe zu einer glatten, klümpchenfreien Paste, bevor du Essig und Öl unterrührst. Diese Reihenfolge verhindert, dass sich das feine Pulver in der größeren Flüssigkeitsmenge zu kleinen Nestern zusammenballt. Ein halber Teelöffel auf die angegebene Menge ergibt ein Dressing mit sichtbar grüner Farbe und einer dezenten, grasigen Note neben Essig und Senf.

Zubereitung Schritt für Schritt

Erwärme die Brühe leicht, rühre Matcha und Senf ein, gib danach Essig, Öl, Salz und Pfeffer dazu und verquirle alles zu einem homogenen Dressing. Gib das Dressing über die noch warmen Kartoffeln und wende vorsichtig, damit die Scheiben nicht zerfallen. Lass den Salat mindestens 20 Minuten ziehen, damit die Kartoffeln das Dressing aufnehmen können, und hebe erst danach fein gewürfelte Zwiebel, Schnittlauch und optional Radieschen oder Gurke unter.

Wie du den Salat für den Transport vorbereitest

Bereite den Salat nach Möglichkeit am Vortag zu, da Kartoffelsalat nach einer Nacht im Kühlschrank meist noch besser durchgezogen schmeckt. Fülle ihn in einen gut verschließbaren Behälter oder ein Schraubglas, statt eine offene Schüssel zu transportieren, das verhindert ein Auslaufen und hält ihn kompakter. Packe den Behälter erst kurz vor dem Aufbrechen in eine Kühltasche mit Kühlakkus, damit die Zeit zwischen Kühlschrank und Kühltasche möglichst kurz bleibt.

Kühlkette und Zeit im Blick behalten

Für ein sicheres Picknick gilt die Faustregel, offen stehende Speisen bei Temperaturen unter 20 Grad nicht länger als zwei Stunden ungekühlt zu lassen, bei höheren Temperaturen deutlich kürzer. Nimm den Salat deshalb erst kurz vor dem Essen aus der Kühltasche und stelle ihn nicht direkt in die Sonne. Kleinere Portionen in mehreren Dosen statt einer großen Schüssel halten sich länger frisch, weil jeweils nur eine Portion der Wärme ausgesetzt ist, während der Rest in der Kühltasche bleibt.

Radieschen und Gurke erst kurz vor dem Servieren zugeben

Wasserreiches Gemüse wie Gurke oder Radieschen gibt beim längeren Stehen im Salat Flüssigkeit ab, die das Dressing verwässert und die Konsistenz insgesamt weicher macht. Bereitest du den Salat am Vortag vor, schneide diese Zutaten getrennt und hebe sie erst kurz vor dem Servieren unter, statt sie schon beim ersten Anrichten mit einzumengen. So bleibt der Salat bis zum Picknick fest und der Geschmack des Dressings konzentriert, statt über Nacht zu verwässern.

Typische Fehler beim Matcha-Kartoffelsalat

Werden die Kartoffeln erst ausgekühlt mariniert, nehmen sie das Dressing schlechter auf und der Salat schmeckt insgesamt blasser. Wird der Matcha direkt trocken über den fertigen Salat gestreut statt vorher im Dressing gelöst, entstehen sichtbare, ungleichmäßig verteilte grüne Punkte statt einer gleichmäßigen Farbe. Zu viel Essig im Verhältnis zu Öl macht das Dressing unausgewogen scharf, zu viel Matcha macht den Salat unnötig bitter.

Warum festkochende statt mehligkochende Kartoffeln

Festkochende Kartoffeln behalten beim Kochen ihre Form und zerfallen nicht, wenn sie später mit dem Dressing vermengt werden, während mehligkochende Sorten schneller matschig werden und der Salat dadurch breiig statt in klar erkennbaren Scheiben oder Würfeln endet. Achte beim Einkauf auf die Sortenangabe auf der Verpackung, üblich sind Bezeichnungen wie festkochend oder vorwiegend festkochend. Vorwiegend festkochende Sorten funktionieren als Kompromiss ebenfalls gut, wenn keine rein festkochende Sorte verfügbar ist.

Welches Öl für das Dressing gut passt

Ein neutrales Pflanzenöl wie Raps- oder Sonnenblumenöl lässt die grasige Matcha-Note am deutlichsten durchkommen, weil es selbst kaum Eigengeschmack mitbringt. Ein mildes Olivenöl funktioniert ebenfalls, bringt aber eine zusätzliche fruchtige Note mit, die sich mit Matcha und Senf noch verträgt, solange kein kräftiges, sehr grünes Olivenöl verwendet wird, dessen eigene Bitterkeit sich sonst mit der des Matcha addiert und das Dressing insgesamt zu herb macht.

Mengen für größere Gruppen anpassen

Für eine größere Picknickgruppe lässt sich das Rezept unkompliziert verdoppeln oder verdreifachen. Achte bei größeren Mengen darauf, das Dressing weiterhin getrennt anzurühren und erst danach über die warmen Kartoffeln zu geben, statt Matcha, Senf und Essig direkt in eine große Schüssel mit Kartoffeln zu geben, da sich das Pulver in großen Mengen sonst ungleichmäßiger verteilt und einzelne Portionen deutlich kräftiger ausfallen als andere.

Vorbereitung zuhause, bevor es losgeht

Bis zum Aufbruch bleibt der fertige Salat am besten gut verschlossen im Kühlschrank und nicht bereits auf der Küchentheke, auch wenn das Picknick erst in ein paar Stunden beginnt. Je länger der Salat durchgehend kalt bleibt, bevor die eigentliche Transportzeit beginnt, desto mehr Spielraum bleibt unterwegs. Stelle die Kühltasche mit den Kühlakkus ebenfalls schon vor dem Packen in den Kühlschrank oder ins Gefrierfach, damit sie beim Einpacken bereits kalt ist statt erst langsam herunterzukühlen.

Variationen und Beilagen

Wer es etwas cremiger mag, kann einen Esslöffel griechischen Joghurt in das Dressing einrühren, sollte den Salat dann aber wie eine mayonnaisebasierte Variante behandeln und kühl sowie zeitnah verzehren. Als Beilage zum Picknick passen kalte Grillspieße, ein einfacher grüner Salat oder frisches Brot. Für eine vegane Variante ersetzt du die Brühe durch Gemüsebrühe auf rein pflanzlicher Basis, was ohnehin der Standard bei den meisten fertigen Brühen ist. Auch geröstete Kürbiskerne oder ein paar Walnusshälften geben dem Salat zusätzlichen Biss, wenn du auf Radieschen oder Gurke verzichten möchtest.

Was du zuhause anders machst als für den Transport

Isst du den Salat zuhause direkt nach der Zubereitung oder am nächsten Tag aus dem eigenen Kühlschrank, gelten die üblichen Regeln für gekühlte Speisen: abgedeckt lagern, innerhalb von ein bis zwei Tagen verzehren und vor dem Servieren kurz probieren, ob Geschmack und Geruch unauffällig sind. Für den Transport zum Picknick kommen die zusätzlichen Punkte aus diesem Artikel dazu, allen voran die Kühltasche und die Zwei-Stunden-Regel bei wärmerem Wetter, weil hier die Kühlkette leichter unterbrochen wird als im eigenen Kühlschrank.

Welches Pulver sich für dieses Rezept eignet

Für ein Dressing mit Senf und Essig muss es kein besonders feines, zeremonielles Pulver sein, da die kräftigeren Zutaten ohnehin im Vordergrund stehen. Ein reines, fein gemahlenes Bio-Matcha-Pulver reicht für diesen Salat aus. Aus unserer 30-Gramm-Dose ergeben sich bei einem halben Teelöffel je Rezept mehrere Schüsseln Kartoffelsalat, sodass sich die Menge nach dem ersten Picknick leicht an den eigenen Geschmack anpassen lässt, ohne dass gleich eine zweite Dose gekauft werden muss.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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