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Getränk

Matcha-Gurken-Minz-Cooler: angedrückt statt gemixt

Ein Matcha-Gurken-Minz-Cooler ist ein Mocktail nach Mojito-Bauart: Gurke und Minze werden im Glas angedrückt statt im Mixer püriert, dazu kommen Limette, Sprudelwasser und eine Matcha-Schicht obenauf. Das unterscheidet ihn deutlich vom bestehenden Matcha-Gurken-Limetten-Smoothie dieser Seite, der alle Zutaten im Mixer zu einem trüben, dickeren Getränk verarbeitet. Hier bleibt der Cooler klar und prickelnd.

Was ein Mocktail überhaupt ist

Ein Mocktail ist ein alkoholfreies Getränk, das nach dem Vorbild eines klassischen Cocktails gebaut wird: mit Zutaten, die im Barbereich üblich sind, aber ohne Alkohol. Der Matcha-Gurken-Minz-Cooler übernimmt bewusst die Technik des Mojitos, also das Andrücken von Kräutern und Zitrusfrucht im Glas, ersetzt den Rum jedoch durch nichts weiter als Sprudelwasser und den herben Ton des Matchas.

Warum ohne Mixer gearbeitet wird

Ein Mixer zerkleinert Gurke und Minze vollständig und macht das Getränk trüb-grün und dickflüssiger, wie beim bestehenden Smoothie-Rezept dieser Seite. Beim Andrücken – im Bartending als Muddling bekannt – werden die Zellen nur teilweise aufgebrochen, sodass Aroma und Saft austreten, die festen Bestandteile aber im Glas zurückbleiben und vor dem Trinken abgeseiht werden können. Das Ergebnis ist ein klarer, weniger fasriger Drink mit sichtbaren Eiswürfeln statt einer homogenen grünen Flüssigkeit.

Das Rezept für ein Glas

50 Gramm Salatgurke in dünne Scheiben schneiden. 8 Minzblätter und die Gurkenscheiben zusammen mit 15 Millilitern Limettensaft und 10 Gramm Zucker oder Zuckersirup in ein stabiles Glas geben. Mit einem Stößel 4- bis 5-mal senkrecht andrücken, bis Saft und Duft austreten, ohne die Blätter zu zerreiben. Das Glas zu zwei Dritteln mit Eiswürfeln füllen und mit 200 Millilitern Sprudelwasser auffüllen. 2 Gramm Matcha durch ein feines Sieb in eine Schale geben, 40 Milliliter Wasser mit 75 bis 80 Grad angießen, mit dem Chasen glattschlagen und langsam über einen Löffelrücken obenauf gießen.

Welche Gurke die mildeste Basis gibt

Die Salatgurke, auch als Schlangengurke bekannt, besteht laut Wikipedia zu etwa 96 Prozent aus Wasser und schmeckt mild. Am Stielansatz sitzen die Bitterstoffe der Frucht; deshalb schneidet man großzügig 2 Zentimeter von diesem Ende ab und wirft sie weg, bevor die restliche Gurke in Scheiben kommt. Einlegegurken oder Schälgurken sind für diesen Cooler weniger geeignet, weil ihr Geschmack kräftiger und ihre Schale fester ist als bei der Salatgurke.

Grüne Minze statt Pfefferminze

Für diesen Cooler eignet sich Grüne Minze, botanisch Mentha spicata, besser als Pfefferminze. Grüne Minze schmeckt laut Wikipedia milder und ohne die starke Menthol-Kühle der Pfefferminze, die den feinen, grasigen Ton des Matchas sonst überdecken würde. Wer nur Pfefferminze zur Hand hat, verwendet einfach weniger Blätter, etwa 5 statt 8, um die Kühle im Getränk zu dämpfen.

Nicht zerreiben, nur andrücken

Beim Andrücken der Minzblätter zählt die Bewegung: senkrecht drücken, nicht drehen oder reiben. Werden die Blätter zerrieben statt nur gequetscht, treten aus den Blattadern bittere Stoffe aus, die dem Cooler eine unangenehme Schärfe geben. Ein Stößel aus Holz oder der Stiel eines Kochlöffels reicht für diese Bewegung völlig aus, ein Mixer oder Pürierstab ist hier fehl am Platz.

Limette statt Zitrone: warum es einen Unterschied macht

Limettensaft schmeckt runder und weniger scharf-sauer als Zitronensaft und passt deshalb besser zur milden Gurke und zur kühlen Minze als die kräftigere Zitrone. Wer nur Zitronen im Haus hat, kann sie zwar ersatzweise verwenden, sollte die Menge dann aber auf etwa 10 statt 15 Milliliter reduzieren, weil Zitronensaft insgesamt saurer ausfällt als derselbe Anteil Limettensaft.

Für eine Kanne mit mehreren Gläsern

Für eine größere Runde lassen sich Gurkenscheiben, Minze, Limettensaft und Zucker im gleichen Verhältnis für mehrere Portionen in einer großen Kanne andrücken, mit Eis und Sprudelwasser auffüllen und erst danach glasweise mit frisch aufgeschlagenem Matcha ergänzen. So bleibt die grüne Schicht auf jedem einzelnen Glas erhalten, während die aufwendigere Grundmischung nur einmal vorbereitet werden muss.

Eine würzige Variante mit einer Prise Salz

Eine winzige Prise Salz, direkt beim Andrücken zu Gurke und Minze gegeben, hebt die Süße der Gurke hervor und rundet die Säure der Limette ab, ähnlich wie eine Prise Salz in einer Limonade den Geschmack verändert. Wichtig ist die Dosierung: Eine Messerspitze auf ein Glas reicht völlig aus, mehr macht den Cooler schnell ungenießbar salzig. Diese Variante eignet sich vor allem für Gäste, die herzhaftere Mocktails mögen, und lässt sich einfach weglassen, wenn eine rein süß-frische Richtung bevorzugt wird.

Frische Minze richtig aufbewahren

Ein Bund frischer Minze hält deutlich länger, wenn die Stiele wie ein Blumenstrauß in ein Glas mit etwas Wasser gestellt und im Kühlschrank aufbewahrt werden, statt lose in Folie zu welken. Auf diese Weise bleiben die Blätter oft eine Woche oder länger knackig und aromatisch, statt schon nach zwei bis drei Tagen dunkel und schlaff zu werden. Vor der Verwendung die Blätter kurz unter kaltem Wasser abbrausen und trockenschütteln, damit beim Andrücken kein überschüssiges Wasser das Glas verdünnt.

Für eine Kanne mit mehreren Gläsern, Zutaten im Überblick

Für vier Gläser 200 Gramm Salatgurke in Scheiben, 32 Minzblätter, 60 Milliliter Limettensaft und 40 Gramm Zucker in einer großen Kanne andrücken, mit reichlich Eis und 800 Millilitern Sprudelwasser auffüllen. Der Matcha wird auch hier für jedes Glas einzeln aus 2 Gramm Pulver und 40 Millilitern heißem Wasser frisch angerührt und erst beim Einschenken darübergegeben, damit die grüne Schicht auf jedem Glas neu entsteht, statt sich bereits in der Kanne zu vermischen.

Deko und Servieren

Ein dünner Gurkenstreifen, der spiralförmig innen an das Glas gelegt wird, und ein Minzzweig zwischen Eis und Glasrand geben dem Cooler zusätzlich zur klaren Optik auch eine ansprechende Deko. Serviert wird er am besten sofort nach dem Eingießen des Matchas, solange die grüne Schicht noch sichtbar obenauf steht; nach einigen Minuten beginnt sie sich mit dem Sprudelwasser zu vermischen.

Was eine Dose für dieses Rezept hergibt

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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