Getränk
Matcha-Golden-Latte: zwei Schichten statt eines Getränks
Ein Matcha-Golden-Latte ist keine Mischung aus Kurkuma-Milch und Matcha in einem Glas, sondern zwei Schichten übereinander: unten die gewürzte, warme Kurkuma-Milch, oben die aufgeschlagene Matcha-Haube. Wer beides zusammenrührt, bekommt ein trübes Braungrün, weil das starke gelbe Pigment des Kurkumas das helle Grün des Tees schluckt. Getrennt gehalten stehen beide Farben nebeneinander, und genau darum geht es in diesem Rezept: Mengen, Reihenfolge und die Frage, welche Milch die Schichtung überhaupt trägt.
Warum Kurkuma jedes Grün überdeckt
Kurkuma-Pulver enthält nach Angaben der Wikipedia bis zu drei Prozent Curcuminoide, ein außerordentlich kräftiges gelbes Pigment. Es ist so farbstark, dass Curcumin historisch zum Färben von Papier und Textilien eingesetzt wurde und dort, wo Safran zu teuer war, dessen Rolle übernahm. Rührt man ein halbes Gramm dieses Pulvers in einen fertigen Matcha Latte, reicht die Farbkraft, um das helle Blattgrün des Tees vollständig zu überlagern. Das Ergebnis ist ein stumpfes Oliv-Braun, das mit keiner der beiden Ausgangsfarben mehr etwas zu tun hat. Wer die Optik will, für die dieses Getränk in den sozialen Netzwerken bekannt ist, muss die beiden Basen deshalb getrennt zubereiten und erst im Glas übereinanderschichten, nicht im Topf oder Shaker vermengen. Dieselbe Logik gilt für die Menge: Schon ein Viertel Teelöffel zu viel Kurkuma reicht, um selbst eine dicke, cremige Matcha-Schicht binnen einer Minute einzufärben, sobald beide Flüssigkeiten in Kontakt kommen.
Das Rezept für ein Glas
Für die Kurkuma-Basis 200 Milliliter Milch oder Pflanzendrink mit 2 Gramm Kurkumapulver (ein halber Teelöffel), einer Prise schwarzem Pfeffer, einer Messerspitze Zimt und einer dünnen Scheibe frischem Ingwer bei kleiner Hitze 4 bis 5 Minuten ziehen lassen, dabei nicht kochen. Die Ingwerscheibe herausnehmen, mit 10 Gramm Honig oder Ahornsirup süßen und in ein hohes Glas füllen. Für die Matcha-Haube 2 Gramm Matcha durch ein feines Sieb in eine Schale geben, 60 Milliliter Wasser mit 75 bis 80 Grad angießen und mit dem Chasen 30 Sekunden in schnellen W-Bewegungen aufschlagen, bis feiner Schaum entsteht. Den aufgeschlagenen Tee langsam über einen Löffelrücken auf die Kurkuma-Milch gießen. Der Löffel bremst den Strahl, damit sich oben eine stehende grüne Schicht bildet statt sofort durchzusinken. Wer mag, streut zum Schluss eine winzige Prise Kurkuma oder Matcha als Kontrastpunkt auf die jeweils andere Schicht.
Welche Milch die Schicht wirklich trägt
Vollmilch und Hafendrink in der Barista-Fassung funktionieren am zuverlässigsten, weil ihr Fett- und Eiweißanteil die Flüssigkeit dickflüssiger macht und die obere Matcha-Schicht länger stehen bleibt. Mandeldrink ist deutlich dünner: Das Kurkuma-Pigment verteilt sich schneller im ganzen Glas, und die beiden Schichten laufen binnen einer Minute ineinander. Sojadrink trägt die Gewürze gut, verträgt aber keine hohe Hitze – über etwa 70 Grad kann er in der Kurkuma-Basis feine Flocken bilden, deshalb die Basis bei Soja nur handwarm halten, nicht köcheln. Reisdrink ist so wässrig, dass er weder die Gewürze noch die Schichtung trägt, und eignet sich für dieses Rezept am wenigsten. Wer die Schichtung besonders lange stehen lassen will, kühlt beide Komponenten vor dem Zusammengießen leicht an, denn ein größerer Temperaturunterschied zwischen den beiden Flüssigkeiten verlangsamt das Vermischen zusätzlich.
Die kalte Fassung für den Sommer
Für die eisgekühlte Version die Kurkuma-Milch wie beschrieben zubereiten, dann vollständig abkühlen lassen und erst danach über ein mit Eiswürfeln gefülltes Glas gießen. Der Matcha wird in diesem Fall ebenfalls kalt angerührt: 2 Gramm Pulver zunächst mit 2 Esslöffeln kaltem Wasser klumpenfrei verrühren, dann mit weiteren 40 Millilitern kaltem Wasser auffüllen und aufschlagen. Eis übernimmt hier eine doppelte Aufgabe: Es kühlt das Getränk und bremst gleichzeitig den Matcha beim Eingießen, sodass die grüne Schicht sauberer stehen bleibt als in einem Glas ohne Eis. Wer die kalte Fassung vorbereiten will, kann die Kurkuma-Milch bis zu einem Tag im Voraus zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren, der Matcha sollte dagegen immer erst kurz vor dem Servieren angerührt werden, weil er sonst an Farbe und Schaum verliert.
Geschmack: erdig-scharf gegen grün-cremig
Kurkuma schmeckt laut Wikipedia im getrockneten Pulver mild-würzig mit erdig-bitteren Noten, das frische Rhizom dagegen harzig und leicht brennend. Pur in Milch bleibt dieser Ton etwas staubig, weshalb die Basis fast immer gesüßt und mit Ingwer sowie Zimt abgerundet wird. Der Matcha oben drauf bringt den gegenteiligen Ton: grün, cremig und mit der feinen Süße des beschatteten Blatts. Wer zuerst durch die grüne Schicht trinkt und erst danach auf die gewürzte Milch trifft, bekommt zwei klar getrennte Geschmackserlebnisse in einem Glas, keinen verschmolzenen Mischgeschmack. Rührt man kurz vor dem letzten Schluck einmal um, entsteht bewusst noch eine dritte, gemischte Geschmacksebene, die zwischen beiden liegt.
Der Fleckentest, bevor es losgeht
Kurkuma färbt praktisch alles, was es berührt, und zwar dauerhaft. Ein Holzlöffel, der einmal in der Kurkuma-Basis gerührt hat, bleibt gelb, ein Spritzer auf heller Kleidung setzt sich fest, bevor man reagieren kann. Arbeitsflächen und Löffel deshalb direkt nach der Zubereitung abwischen beziehungsweise abspülen, solange nichts angetrocknet ist. Für die Zubereitung selbst empfiehlt sich ein Löffel oder Schneebesen aus Edelstahl statt Holz, wenn er auch für andere Zwecke im Haushalt weiterverwendet werden soll. Auch helle Kunststoffbecher oder -deckel nehmen die Farbe schnell an; wer das Getränk unterwegs mitnimmt, greift besser zu Glas oder Edelstahl.
Warum dieses Rezept kein Widerspruch zum Vergleichsartikel ist
Wer Goldene Milch und Matcha Latte schon einmal Seite an Seite verglichen hat, kennt den Hinweis, dass beide Getränke sich in einem Glas geschmacklich und farblich eher stören als ergänzen, sobald man sie zusammenrührt. Das gilt für die gemischte Variante nach wie vor. Dieses Rezept löst genau diesen Konflikt auf, indem es die beiden Basen getrennt lässt: Jede Schicht behält ihre eigene Farbe und ihren eigenen Geschmack, und wer nicht mag, kann vor dem Trinken einmal umrühren und bekommt dann bewusst die gemischte Variante – als eigene Entscheidung, nicht als Zufallsergebnis der Zubereitung.
Frischer Kurkuma statt Pulver
Statt 2 Gramm Pulver lässt sich auch ein etwa 2 Zentimeter langes Stück frisches Kurkuma-Rhizom verwenden, geschält und fein gerieben. Der Geschmack fällt dabei kräftiger und etwas schärfer aus als beim getrockneten Pulver, weil das frische Rhizom laut Wikipedia harzig und leicht brennend schmeckt. Nach dem Ziehen sollte die geriebene Frischware zusätzlich durch ein feines Sieb abgegossen werden, damit keine faserigen Stückchen im Glas zurückbleiben. Wer häufiger mit frischem Kurkuma arbeitet, trägt beim Schälen am besten Einweghandschuhe, weil sich die gelbe Farbe sonst tagelang unter den Fingernägeln hält.
Süßungsmittel im Vergleich
Honig und Ahornsirup lösen sich beide gut in warmer Milch und runden die erdige Kurkuma-Basis zuverlässig ab. Kokosblütenzucker bringt zusätzlich eine leicht karamellige Note mit, braucht aber etwas Rührzeit, bis er sich vollständig auflöst, und eignet sich deshalb eher für die warme als für die eisgekühlte Fassung. Wer möglichst wenig süßen will, verlässt sich stattdessen stärker auf den Ingwer und den Zimt in der Basis, die von sich aus schon einen Teil der erdigen Kante abfedern, bevor überhaupt Süße dazukommt.
Was eine Dose für dieses Rezept hergibt
Eine 30-Gramm-Dose MATCHASHOCK Bio Matcha kostet 25,00 Euro, Grundpreis 833,33 Euro je Kilogramm, bei 2 Dosen 46,00 Euro (766,67 Euro je Kilogramm), bei 3 Dosen 63,00 Euro (700,00 Euro je Kilogramm) und bei 6 Dosen 108,00 Euro (600,00 Euro je Kilogramm). Bei 2 Gramm je Glas reicht eine Dose für rund 15 Golden Lattes, die Kurkuma-Basis kommt mit wenigen Cent je Portion dazu. Für die Matcha-Haube zählt vor allem, wie fein das Pulver durch das Sieb geht und wie ruhig die Hand beim Aufschlagen bleibt – Bio-Matcha aus erster Ernte, von Hand gepflückt und steingemahlen, löst sich klumpenfrei auf und bringt die grüne Schicht sauber zur Geltung, ohne dass ein starkes Gewürz sie überdecken müsste.
Quellen
- Wikipedia, Kurkuma: bis zu 3 Prozent farbgebende Curcuminoide, Verwendung als Farbstoff für Papier und Textilien, Geschmack mild-würzig und erdig-bitter im getrockneten Pulver ↗
- Wikipedia (englisch), Turmeric: Goldene Milch als Zubereitung aus Kurkuma, Milch, schwarzem Pfeffer und Fett; Kurkuma als Textilfarbstoff nicht lichtecht ↗
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



Genug gelesen? Schmeck den Unterschied selbst.
Bio aus erster Ernte.
Laborgeprüft, doppelt versiegelt.
Fein vermahlen und mild statt bitter — deshalb schmeckt er auch pur.
- Bio-zertifiziert, DE-ÖKO-006
- Im Labor geprüft
- Erste Ernte, feinste Vermahlung
- Doppelt luftdicht versiegelt
- Versand kostenlos in Deutschland
- 30 g, reicht für 10–15 Tassen
„Das ist der beste Matcha, den ich seit Jahren gekauft habe! Ich trinke schon lange Matcha und nutze ihn auch gerne zum Backen meiner Lieblingscookies. Die Qualität ist top! Intensiver Geschmack, sehr fein gemahlen […]. Den werde ich definitiv wieder bestellen!!“
30 g für 25,00 € (833,33 €/kg, inkl. MwSt.)
Jetzt probierenMATCHASHOCK Bio-Matcha, 30 g: 25,00 € (833,33 €/kg), inkl. MwSt. Versand innerhalb Deutschlands kostenlos. Bio: Kontrollstelle des Herstellers CN-BIO-141, unsere eigene DE-ÖKO-006 (ABCert) · Nicht-EU-Landwirtschaft. Diese Bewertungen stammen von unserer Amazon-Produktseite und tragen dort alle den Amazon-Vermerk „Verifizierter Kauf“ — Amazon setzt ihn nur, wenn der Artikel über das Konto der Verfasserin oder des Verfassers gekauft wurde. Wir schreiben keine Bewertungen selbst und übernehmen keine aus anderen Quellen. Mit […] gekennzeichnete Stellen haben wir weggelassen, weil sie Aussagen zur Wirkung enthalten, die wir noch nicht mit Unterlagen belegen können; nichts wurde umformuliert. Der vollständige Wortlaut steht auf unserer Amazon-Produktseite.