Eis
Matcha-Frozen-Yogurt selber machen: cremig ohne Eismaschine oder mit
Matcha-Frozen-Yogurt gelingt sowohl mit als auch ohne Eismaschine: Grundlage ist griechischer Joghurt mit Zucker und Matcha, der entweder in der Maschine gerührt oder von Hand im Gefrierfach immer wieder durchgearbeitet wird. Ohne diese Bewegung während des Gefrierens wird jede Portion zu einem harten Joghurtblock statt zu einer löffelbaren Masse. Dieser Text zeigt das Grundrezept, beide Wege der Zubereitung und erklärt, warum Zucker- und Fettanteil im Joghurt darüber entscheiden, wie weich das Ergebnis am Ende wird.
Was Frozen Yogurt von Milcheis unterscheidet
Frozen Yogurt entstand in den 1970er-Jahren in Neuengland unter dem Markennamen Frogurt und wurde später vor allem über Ketten wie Pinkberry bekannt, die das Konzept zunächst in den USA und danach international verbreiteten. Anders als klassisches Milcheis basiert er nicht auf Sahne oder Vollmilch, sondern auf Joghurt, was ihn spürbar säuerlicher macht und den Fettanteil senkt. Diese Herkunft aus dem mageren Grundstoff ist der Grund, warum Frozen Yogurt beim Selbermachen empfindlicher auf zu wenig Zucker reagiert als ein klassisches Sahneeis: Es fehlt die Fettmenge, die sonst die Kristallbildung bremst.
Grundrezept für sechs Portionen
Für die Basis werden 500 g griechischer Joghurt (mindestens 10 % Fett, sonst wird das Ergebnis zu hart), 90 g Zucker, ein Esslöffel Zitronensaft und 4 g Matcha benötigt. Der Matcha wird gesiebt, mit zwei Esslöffeln des Joghurts zu einer glatten Paste verrührt und danach unter den restlichen Joghurt gehoben, bis keine grünen Schlieren mehr zu sehen sind. Der Zucker sollte sich vollständig auflösen, bevor die Masse ins Gefrierfach oder in die Eismaschine kommt, da ungelöste Kristalle später als Klümpchen spürbar bleiben.
Mit Eismaschine: der einfachere Weg
In einer Kompressor- oder Akku-Eismaschine läuft die Masse 20 bis 30 Minuten, bis sie die Konsistenz von Softeis erreicht. Die Maschine übernimmt zwei Aufgaben gleichzeitig: Sie kühlt die Masse unter den Gefrierpunkt und rührt sie dabei ständig, wodurch feine Luftbläschen eingearbeitet werden und die Eiskristalle klein bleiben. Direkt aus der Maschine ist der Frozen Yogurt weich und sofort löffelbar; für festere Kugeln kommt er danach für zwei bis drei Stunden in ein gut schließendes Gefäß ins Gefrierfach.
Ohne Eismaschine: Rühren von Hand
Ohne Maschine kommt die Masse in eine flache Metallform, damit die Kälte gleichmäßig durchdringt. Alle 30 bis 45 Minuten wird sie für zwei bis drei Stunden mit einer Gabel oder einem Schneebesen kräftig durchgearbeitet, besonders am Rand, wo sich zuerst ein fester Kranz bildet. Wer diesen Schritt auslässt oder zu selten wiederholt, bekommt große, spürbare Eiskristalle statt einer glatten Masse. Schneller geht es, wenn die komplett durchgefrorene Masse in Würfel geschnitten und im Standmixer kurz aufgeschlagen wird – das Ergebnis ist demselben Prinzip verpflichtet, nur in einem Arbeitsschritt gebündelt.
Warum Zucker- und Fettanteil die Konsistenz bestimmen
Zucker senkt den Gefrierpunkt der Wasserphase im Joghurt und hält dadurch bei minus 18 Grad einen Teil des Wassers ungefroren – genau das macht die Masse löffelbar statt steinhart. Fett wiederum setzt sich zwischen die entstehenden Kristalle und verhindert, dass sie zu großen, spürbaren Blöcken zusammenwachsen. Magerjoghurt mit unter 5 % Fett braucht deshalb entweder mehr Zucker oder einen Löffel Sahne zusätzlich, sonst bleibt die Masse auch bei bester Rührtechnik krümelig. Wer die Zuckermenge im Rezept reduzieren möchte, sollte wissen, dass damit auch die Textur härter wird, nicht nur die Süße abnimmt. Wer beim Kauf des Joghurts zwischen mehreren Fettstufen wählen kann, sollte diesen Zusammenhang mitbedenken, statt sich allein an der Bezeichnung im Supermarktregal zu orientieren. Wer Kristallzucker durch Honig oder Agavendicksaft ersetzen möchte, sollte die Menge nicht eins zu eins übernehmen: Beide sind flüssig und süßer im direkten Vergleich, weshalb meist 20 bis 25 % weniger Menge nötig ist, um dieselbe Süße zu erreichen. Wichtig für die Konsistenz bleibt dabei, dass die eingesetzte Menge an gelösten Zuckerstoffen insgesamt ähnlich bleibt, da sie den Gefrierpunkt senkt; wer die Menge stark reduziert, bekommt automatisch ein härteres Ergebnis, unabhängig davon, welche Zuckerart verwendet wird.
Wie er nach dem Gefrieren wieder cremig wird
Direkt aus dem Gefrierfach ist auch ein gut gerührter Frozen Yogurt zu fest zum sofortigen Portionieren. Fünf bis zehn Minuten bei Raumtemperatur auf der Arbeitsplatte reichen, damit sich die Oberfläche wieder eindrücken lässt, ohne dass die Masse schon schmilzt. Ein Eisportionierer, der vorher kurz in warmes Wasser getaucht wurde, gleitet danach glatt durch die Masse. Wer den Frozen Yogurt länger als zwei Wochen lagert, sollte mit sichtbar größeren Kristallen rechnen, weil sich beim Öffnen und Schließen des Gefrierfachs immer wieder Temperaturschwankungen einschleichen. Wer die Masse stattdessen in einzelnen kleinen Portionsformen einfriert, verkürzt diese Wartezeit zusätzlich, weil kleinere Mengen schneller auf Zimmertemperatur reagieren als ein großer Block im zentralen Gefrierfach.
Häufige Fehler und wie sie sich vermeiden lassen
Der häufigste Fehler ist zu wenig Zucker, weil viele beim Selbermachen die Süße reduzieren wollen und dabei übersehen, dass Zucker hier vor allem eine technische Aufgabe hat: Ohne ihn wird die Masse auch mit bester Rührtechnik hart und krümelig statt cremig. Ein zweiter Fehler ist zu seltenes Rühren ohne Maschine – wer die ersten 60 Minuten verpasst, in denen sich am Rand bereits ein fester Kranz bildet, bekommt dort grobe Kristalle, die sich später nicht mehr auflösen lassen. Ein dritter Fehler ist zu dünnflüssiger Joghurt: Abtropfen lassen für 30 Minuten durch ein Sieb mit Küchenpapier entzieht überschüssige Molke und macht die Basis von vornherein dichter.
Varianten mit Frucht und Topping
Wer eine fruchtige Note möchte, rührt 100 g pürierte Erdbeeren oder Mango unter die fertige Joghurtmasse, bevor sie gefriert – dabei sollte die Zuckermenge im Grundrezept nicht gesenkt werden, weil sonst zwei Effekte gleichzeitig auftreten: mehr Wasser durch die Frucht und weniger Zucker zur Frostschutzwirkung, was die Masse insgesamt härter werden lässt. Als Topping passen frisches Obst, geröstete Kokosraspeln oder ein Klecks Fruchtsauce, kurz vor dem Servieren aufgelegt, damit sie nicht in die gefrorene Masse einsinken. Pflanzlicher Joghurt auf Kokos- oder Sojabasis mit mindestens 8 % Fettanteil lässt sich eins zu eins für den Milchjoghurt einsetzen; magerere Sorten unter 3 % Fett neigen dazu, nach dem Gefrieren spürbar kristalliner statt cremig zu werden, weil die stabilisierende Fettphase fehlt. Ein zusätzlicher Esslöffel neutrales Pflanzenöl, gut untergerührt, gleicht diesen Unterschied teilweise aus, ohne den Geschmack merklich zu verändern.
Menge anpassen und Vorbereitung
Das Grundrezept lässt sich problemlos verdoppeln oder verdreifachen, solange die Form breit genug bleibt, damit die Masse in einer dünnen Schicht durchfriert; eine zu hohe Füllmenge in einem schmalen Gefäß verlängert die Frierzeit deutlich und macht das Rühren ungleichmäßiger. Für eine Feier lässt sich der Frozen Yogurt einen Tag im Voraus zubereiten und direkt in kleinen Portionsbechern einfrieren, sodass beim Servieren nur noch aus dem Gefrierfach genommen und kurz angetaut werden muss. Wer den Frozen Yogurt für eine Feier in Einzelportionen vorbereitet, sollte diese direkt nach dem letzten Rühren in kleine Becher füllen, statt sie später aus einer großen Form abzustechen. Frozen Yogurt hält sich in einem gut schließenden Behälter im Gefrierfach zwei bis drei Wochen, danach nimmt die Cremigkeit spürbar ab, weil sich durch wiederholtes Öffnen und Schließen des Gefrierfachs Temperaturschwankungen einschleichen, die größere Eiskristalle begünstigen. Am besten schmeckt er innerhalb der ersten Woche, direkt aus einem flachen Behälter portioniert, der schneller antaut als ein hoher, schmaler Behälter.
Matcha für dieses Rezept
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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