Reiseziele
Wo Wien Matcha trinkt: ein Rundgang durch die Stadt
Wien hat in den vergangenen Jahren eine eigene kleine Matcha-Szene entwickelt. Von einem spezialisierten Teeladen in Wieden bis zu Ketten mit mehreren Filialen ist die Bandbreite groß. Dieser Überblick zeigt Adressen, die in aktuellen Stadtführern und Bewertungen wiederkehrend genannt werden, verteilt über mehrere Bezirke der Stadt.
Cha No Ma in Wieden
Cha No Ma ist ein kleines japanisches Teehaus im vierten Bezirk und wird in mehreren Stadtführern als eine der ernsthaftesten Matcha-Adressen Wiens beschrieben. Das Café bietet eine Auswahl an heißen und kalten Teegetränken sowie herzhafte und süße japanische Kleinigkeiten. In einem Reisebericht heißt es sinngemäß, man werde bei jedem Wien-Besuch wieder dort einkehren. Die Lage abseits der zentralen Einkaufsstraßen macht Cha No Ma zu einem Ziel, das man gezielt ansteuert und nicht zufällig im Vorbeigehen entdeckt. Für alle, die neben Matcha auch an anderen japanischen Teesorten interessiert sind, bietet das Haus eine entsprechend breite Karte. Der Innenraum ist klein und ruhig gehalten, was das Café von belebteren Cafés im Zentrum unterscheidet und eher zu einem längeren Aufenthalt mit Buch oder Gespräch einlädt als zu einem schnellen Zwischenstopp.
MiSa Tea in der Siebensterngasse
MiSa Tea in der Siebensterngasse im siebten Bezirk versteht sich eher als Teeladen denn als klassisches Café, mit begrenzter Sitzgelegenheit. Blätter und Pulver stammen laut Beschreibung von kleinen Produzenten in Asien, ergänzt um eine kuratierte Auswahl an Keramik und Textilien rund um die Teezubereitung. Wer vor allem Matchapulver zum Mitnehmen sucht oder sich für Zubehör interessiert, findet hier ein fokussiertes Sortiment. Für einen längeren Café-Aufenthalt mit Sitzplatz eignen sich andere Adressen in dieser Liste eher, MiSa Tea punktet stattdessen mit der Auswahl im Regal. Die Lage im siebten Bezirk, nahe dem Neubaugürtel, liegt zudem in Gehweite zu mehreren weiteren kleinen Läden und Cafés, sodass sich ein Besuch gut mit einem Bummel durch das Viertel verbinden lässt.
Shodai Matcha mit mehreren Filialen
Shodai Matcha betreibt inzwischen drei Standorte in Wien, unter anderem an der Mariahilfer Straße und in der Walfischgasse. Die Filiale an der Mariahilfer Straße liegt an einer der meistbesuchten Einkaufsstraßen der Stadt und wird in Online-Bewertungen regelmäßig gut bewertet. Der ursprüngliche Standort in der Walfischgasse gilt als ruhiger und wird von Stammgästen eher für einen längeren Aufenthalt gewählt. Mit mehreren Filialen ist Shodai Matcha eine der am leichtesten zugänglichen Adressen für alle, die ohne langen Weg in der Innenstadt einen Matcha trinken möchten. Für Reisende, die zwischen zwei Terminen oder auf dem Weg vom Bahnhof zum Hotel kurz anhalten wollen, ist die Präsenz an mehreren zentralen Punkten der Stadt ein praktischer Vorteil gegenüber kleineren Einzelcafés.
Chasen am Rilkeplatz
Chasen ist eine neuere Adresse am Rilkeplatz im vierten Bezirk, benannt nach dem traditionellen japanischen Matcha-Besen. Das Café konzentriert sich auf sorgfältig zubereiteten Matcha, ergänzt um Specialty Coffee und feines Gebäck, in einem minimalistisch gehaltenen Innenraum. Als jüngere Eröffnung zeigt Chasen, dass sich die Wiener Matcha-Szene weiter ausdifferenziert und nicht nur auf wenige etablierte Adressen beschränkt bleibt. Die Nähe zum Rilkeplatz und zur Wieden-Umgebung macht einen Besuch gut mit anderen Stationen in diesem Bezirk kombinierbar, etwa mit Cha No Ma, das nur wenige Gehminuten entfernt liegt. Der Name selbst ist ein deutliches Signal an Kennerinnen und Kenner: Wer den japanischen Fachbegriff für den Bambusbesen als Ladennamen wählt, positioniert sich bewusst als Adresse für die traditionelle Zubereitung und nicht nur für den schnellen Latte to go.
No Panic Coffee und kreative Matcha-Varianten
No Panic Coffee betreibt zwei Standorte, im neunten und im vierten Bezirk, und kombiniert Café, Brunch-Bar und Weinbar unter einem Dach. Neben dem klassischen Matcha Latte stehen kreative Varianten auf der Karte, etwa Matcha Affogato mit Pistazieneis oder Matcha Tiramisu und Matcha Cake. Das Interieur ist minimalistisch gehalten, der Fokus liegt neben Matcha auch auf hochwertigem Kaffee. Für alle, die neben Matcha auch Frühstück oder Brunch suchen, ist No Panic Coffee eine der wenigen Adressen in dieser Liste, die ein größeres Speisenangebot über den reinen Getränkefokus hinaus führt. Die Doppelfunktion als Weinbar am Abend zeigt zudem, wie sich manche Wiener Cafés über den Tag hinweg wandeln, vom Frühstücksort mit Matcha Latte zum Treffpunkt am Abend mit anderem Getränkeschwerpunkt.
Weitere Adressen in der Stadt
Neben den genannten Cafés tauchen in Stadtführern regelmäßig weitere Namen auf, etwa The Coffee im ersten Bezirk, das nach eigener Beschreibung brasilianisch geprägte Matcha-Getränke wie eine Mischung aus Matcha, Milch und frischen Erdbeeren führt, sowie kleinere Cafés wie nook oder Café Comet. Die Szene ist insgesamt kleinteilig: Statt einer dominanten Kette existieren mehrere unabhängige Betriebe nebeneinander, jeder mit eigenem Schwerpunkt zwischen Teehaus-Tradition, Lifestyle-Café und Kaffeerösterei mit Matcha im Nebenangebot. Wer die Stadt systematisch erkunden will, kombiniert am besten zwei bis drei Bezirke pro Tag, da die Adressen über mehrere Viertel verteilt liegen. Manche dieser kleineren Cafés wechseln ihre Karte häufiger als die etablierten Adressen, weshalb sich ein Blick auf aktuelle Bewertungen vor dem Besuch lohnt, besonders wenn ein bestimmtes Getränk der Grund für den Weg dorthin ist.
Wie sich die Szene einordnen lässt
Im Vergleich zu größeren Städten wie Zürich oder Amsterdam ist die Wiener Matcha-Szene kleiner, wächst aber sichtbar. Neueröffnungen wie Chasen zeigen, dass sich neben etablierten Adressen wie Cha No Ma weitere spezialisierte Cafés etablieren. Für Reisende bedeutet das: Wien bietet keine einzelne dominante Matcha-Adresse, sondern ein Nebeneinander unterschiedlicher Ansätze, von der reinen Tee-Zeremonie bis zum kreativen Latte mit Frucht. Wer mehrere Stationen an einem Tag besuchen will, plant am besten eine Route durch die Bezirke vier, sieben und neun, wo sich ein Großteil der genannten Adressen konzentriert. Diese Konzentration auf wenige Bezirke erleichtert die Planung erheblich, da lange Fahrten mit U-Bahn oder Tram meist nicht nötig sind und sich die Wege zu Fuß zurücklegen lassen.
Herkunft und Qualität als Unterscheidungsmerkmal
Zwischen den Wiener Adressen gibt es deutliche Unterschiede darin, wie offen mit der Herkunft des verwendeten Matchas umgegangen wird. Teeläden wie MiSa Tea nennen konkrete kleine Produzenten, während größere Ketten die Herkunft seltener im Detail ausweisen. Wer Wert auf Rückverfolgbarkeit legt, fragt am besten direkt beim Personal nach, aus welcher Region und von welchem Erzeuger das jeweilige Pulver stammt. Das ist in spezialisierten Teehäusern eher möglich als in Cafés, die Matcha nur als eines von vielen Getränken auf einer langen Karte führen. Diese Unterschiede erklären auch die Preisspannen zwischen den einzelnen Adressen der Stadt.
Eine Route für einen Tag in Wien
Wer mehrere Adressen an einem Tag besuchen möchte, beginnt sinnvollerweise im vierten Bezirk mit Cha No Ma und Chasen, die nur wenige Gehminuten auseinanderliegen. Von dort führt ein Spaziergang über den Naschmarkt weiter Richtung siebter Bezirk zu MiSa Tea, bevor der Weg über die Mariahilfer Straße zu einer Filiale von Shodai Matcha führt. Wer noch Zeit hat, schließt den Tag im ersten Bezirk ab, etwa bei The Coffee. Diese Route deckt sowohl reine Tee-Adressen als auch Cafés mit breiterem Angebot ab und zeigt die Bandbreite der Wiener Szene in einem einzigen Rundgang.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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