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Reiseziele

Amsterdams Matcha-Adressen von De Pijp bis Oud-West

Amsterdam gehört zu den europäischen Städten mit der am weitesten entwickelten Matcha-Szene, mit Adressen, die vom eigenen Steinmahlwerk bis zur veganen Matcha-Bar reichen. Von Oud-West über De Pijp bis zur Innenstadt verteilen sich die Cafés über mehrere Viertel, oft in Gehweite zu anderen Sehenswürdigkeiten. Dieser Überblick sammelt Adressen, die in aktuellen Guides regelmäßig genannt werden, samt ihrer jeweiligen Ausrichtung.

Taigu und der Bezug zu Uji

Taigu gilt in mehreren Guides als eine der wenigen Adressen Amsterdams, die tatsächlich authentisches japanisches Matchapulver verwenden, mit Bezug zur Region Uji nahe Kyoto. Ein Guide bewertet den Matcha Latte dort mit der Höchstnote und beschreibt ihn als richtig aufgeschlagen und ausgewogen, ohne übermäßige Süße. Das Café betreibt mehrere Standorte in der Stadt und führt neben Getränken eine vollständige japanische Küche, was Taigu von reinen Matcha-Bars unterscheidet. Für alle, die neben dem Getränk auch ein japanisches Essen suchen, ist Taigu damit eine der wenigen Adressen, die beides mit vergleichbarer Sorgfalt anbietet, statt sich allein auf ein Getränkeangebot zu beschränken. Die Verwendung von steingemahlenem, biologischem Uji-Matcha wird in mehreren Guides ausdrücklich als Grund für die hohe Bewertung genannt, ein Detail, das viele andere Adressen der Stadt nicht in dieser Form bieten und das sich auch geschmacklich in einer runderen, weniger bitteren Tasse bemerkbar macht.

Chun Café als Publikumsliebling

Chun Café ist in den sozialen Netzwerken zu einer der meistbesuchten Adressen der Stadt geworden, mit regelmäßigen Warteschlangen vor der Tür. Bekannt ist das Café für seine Sandwiches ebenso wie für ein durchgängig auf Matcha ausgerichtetes Sortiment, das von Eiscreme über Gebäck bis zu Keksen reicht. Diese breite Verarbeitung von Matcha in fast jedem Bereich der Karte unterscheidet Chun von Adressen, die Matcha nur als eines von mehreren Getränken führen. Wer die Warteschlange in Kauf nehmen möchte, bekommt damit eine der konsequentesten Matcha-Adressen der Stadt, in der das Thema nicht nur im Getränk, sondern im gesamten Angebot präsent ist. Die hohe Sichtbarkeit auf Plattformen wie TikTok hat dazu beigetragen, dass Chun inzwischen auch bei Reisenden bekannt ist, die die Stadt nur für wenige Tage besuchen und gezielt nach diesem einen Café suchen.

KYO-KLUB mit eigenem Steinmahlwerk

KYO-KLUB, seit Ende 2024 in Oud-West ansässig, gilt als die zeremoniell ernsthafteste Matcha-Adresse Amsterdams. Das Café betreibt eine eigene traditionelle Steinmühle vor Ort und mahlt Matcha damit direkt im Laden, ein Detail, das laut mehreren Guides nur wenige europäische Cafés bieten. Zusätzlich zum regulären Betrieb lassen sich abends Tee-Zeremonien buchen, was das Café zu einer Adresse für alle macht, die über den reinen Latte hinaus mehr über die Zubereitung erfahren möchten. Für Reisende, die die japanische Tee-Zeremonie außerhalb Japans erleben wollen, ist KYO-KLUB damit eine der wenigen Adressen in Europa mit einem derart vollständigen Angebot rund um die Zubereitung selbst. Das Mahlen vor Ort bedeutet zudem, dass die Blätter erst kurz vor dem Verkauf zu Pulver verarbeitet werden, was sich nach Angaben des Cafés spürbar auf Frische und Farbe des fertigen Matchas auswirkt.

Nomu für pflanzliche Optionen

Nomu gilt als die pflanzenbetonteste und geschmacklich kreativste dedizierte Matcha-Bar Amsterdams. Das Café importiert zeremoniellen Matcha aus der Präfektur Kagoshima in Japan und serviert ausschließlich pflanzliche Milchalternativen, ohne eine klassische Kuhmilch-Option auf der Karte. Diese konsequente Ausrichtung macht Nomu zur naheliegenden Adresse für alle, die aus Prinzip oder Vorliebe auf pflanzliche Alternativen setzen, ohne dafür Abstriche bei der Qualität des verwendeten Matchas machen zu wollen. Die kreativen Geschmacksrichtungen unterscheiden das Café zusätzlich von rein klassisch ausgerichteten Matcha-Bars, die sich auf wenige Standardvarianten beschränken. Für Gäste mit Laktoseunverträglichkeit oder rein pflanzlicher Ernährung entfällt bei Nomu zudem die sonst übliche Nachfrage nach einer Milchalternative, da die Karte von vornherein vollständig darauf ausgelegt ist.

LERA Matcha in De Pijp

LERA Matcha liegt im lebendigen Viertel De Pijp und wird als minimalistisches, auf hochwertigen Matcha und Specialty Coffee spezialisiertes Café beschrieben. Das Interieur ist in Edelstahl gehalten und von natürlichem Licht durchflutet, ein reduzierter Gegenentwurf zu den eher verspielteren Adressen der Stadt. Für alle, die neben dem Getränk auch Wert auf ein ruhiges, gestalterisch durchdachtes Umfeld legen, ist LERA Matcha eine der stilistisch konsequentesten Adressen unter den genannten Cafés. Die Lage in De Pijp, einem Viertel mit dichter Café- und Marktszene, macht einen Besuch zudem leicht mit einem Bummel über den Albert Cuyp Markt kombinierbar. Wer nach einem Vormittag auf dem Markt eine ruhige Pause sucht, findet in der reduzierten Gestaltung von LERA einen bewussten Kontrast zum belebten Markttreiben nur wenige Gehminuten entfernt.

Oficina und Cafecito

Oficina bezieht sein Matchapulver nach eigenen Angaben aus der Region Uji und ist besonders für Desserts wie einen Matcha-Weiße-Schokolade-Keks oder Matcha-Softeis bekannt, für alle, die neben dem Getränk auch etwas Süßes suchen. Cafecito wiederum setzt auf ein modernes, fast futuristisches Interieur, das sich deutlich von den gemütlicheren Cafés der Stadt abhebt, und ist bekannt für präzise zubereitete Matcha Lattes neben einem soliden Espresso-Angebot. Beide Adressen zeigen, wie unterschiedlich sich Matcha-Cafés in Amsterdam positionieren können, von der dessertorientierten Adresse bis zum auf Tempo und Design ausgerichteten Café für den schnellen Zwischenstopp. Wer beide Ansätze direkt vergleichen möchte, findet in dieser Gegenüberstellung ein gutes Beispiel dafür, wie breit das Spektrum innerhalb der Amsterdamer Szene inzwischen ausfällt, ohne dass eine der beiden Richtungen als die einzig richtige gelten müsste.

Wie sich Amsterdams Szene einordnen lässt

Amsterdam gilt in mehreren europäischen Guides als eine der Städte mit der größten Bandbreite an Matcha-Konzepten, von der traditionellen Steinmühle bei KYO-KLUB bis zur rein pflanzlichen Bar bei Nomu. Diese Vielfalt unterscheidet Amsterdam von Städten, in denen sich die Szene eher auf ein einzelnes dominantes Konzept konzentriert. Für Reisende bedeutet das, dass sich ein Besuch je nach Interesse deutlich unterschiedlich gestalten lässt, von der ruhigen Tee-Zeremonie bis zum belebten Café mit Warteschlange wie bei Chun. Wer mehrere dieser Ansätze an einem Tag erleben will, sollte entsprechend Zeit für unterschiedliche Viertel einplanen, da sich die genannten Adressen über die ganze Stadt verteilen und nicht alle mit dem Fahrrad in wenigen Minuten erreichbar sind.

Praktische Hinweise für den Besuch

Die genannten Adressen liegen über mehrere Viertel verteilt, von Oud-West über De Pijp bis in die Innenstadt, lassen sich mit Fahrrad oder Straßenbahn aber gut miteinander verbinden. Da Chun Café regelmäßig für Warteschlangen bekannt ist, lohnt sich ein Besuch außerhalb der Stoßzeiten am späten Vormittag. Wer eine Tee-Zeremonie bei KYO-KLUB erleben möchte, bucht am besten vorab, da diese Termine begrenzt verfügbar sind und erfahrungsgemäß schnell ausgebucht werden. Für einen kompakten Überblick bietet sich eine Route an, die in Oud-West bei KYO-KLUB beginnt, über De Pijp mit LERA Matcha weiterführt und in der Innenstadt bei Taigu oder Oficina endet. Wer stattdessen einen ruhigeren Tag bevorzugt, lässt Chun Café bewusst aus und konzentriert sich auf die weniger überlaufenen Adressen der Liste, etwa Oficina oder LERA Matcha, die auch unter der Woche meist ohne Wartezeit zugänglich sind.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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