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Manilas Matcha-Szene im Überblick
Metro Manila hat in kurzer Zeit eine eigene Kategorie von Matcha-Fachcafés hervorgebracht, teils Ableger bekannter Marken aus Japan. Von Makati über BGC bis Quezon City reicht die Bandbreite von traditionsreichen Ketten bis zu neu eröffneten Konzepten. Der Überblick zeigt dir, welche Adressen für die Szene der Stadt stehen.
Wie sich die Szene entwickelt hat
In Metro Manila hat sich innerhalb weniger Jahre eine dichte Szene aus dedizierten Matcha-Cafés entwickelt, die in lokalen Guides teils als Matcha Slow Bars bezeichnet werden. Auffällig ist der hohe Anteil an direkten Ablegern japanischer Marken: Tsujiri mit einer Geschichte bis 1860, Wasachi aus Tokios Roppongi-Viertel und Niseko Coffee, das sich an einem kleinen Café im japanischen Skiort Niseko orientiert. Medien wie Tatler Asia und Spot.ph veröffentlichen inzwischen eigene, mehrköpfige Ranglisten, was zeigt, wie stark das Interesse an Matcha in der Stadt gewachsen ist. Im Vergleich zu Singapur oder Kuala Lumpur, wo sich Teile der Szene schon seit 2015 entwickeln, ist Manilas Aufschwung deutlich jünger und stärker durch internationale Neueröffnungen der letzten ein bis zwei Jahre geprägt, statt durch langsam gewachsene, lokale Pionierbetriebe. Für Besucher heißt das, dass Manilas Szene in den kommenden Jahren voraussichtlich noch spürbar in Bewegung bleibt, während sich Adressen in älteren Szenen wie Singapur bereits stärker etabliert haben.
Tsujiri mit Geschichte bis 1860
Tsujiri wurde 1860 in Uji bei Kyoto von Riemon Tsuji gegründet, der eine bis heute als Industriestandard geltende Anbaumethode für Gyokuro-Tee mitentwickelte. In Manila überträgt sich diese lange Geschichte in ein Angebot an zeremoniellem Matcha in Getränke- und Dessertform, das in mehreren Guides als Bezugspunkt für die wachsende Szene der Stadt beschrieben wird. Für alle, die eine Adresse mit besonders langer, dokumentierter Geschichte suchen, gilt Tsujiri als einer der am längsten etablierten Namen im gesamten Matcha-Bereich weltweit. In Manila tritt die Marke damit in direkten Kontrast zu den vielen erst in den letzten Jahren gegründeten Cafés der Stadt und dient in mehreren Guides als eine Art Referenzpunkt, an dem sich jüngere Adressen messen lassen müssen.
Wasachi im Power Plant Mall
Wasachi wurde 2024 in Tokios Roppongi-Viertel vom aus Kyoto stammenden Takuma Yamanaka gegründet und erhielt schon kurz nach der Eröffnung viel Aufmerksamkeit in Japan. Die erste internationale Filiale eröffnete im Power Plant Mall in Manila. Die Karte bleibt bewusst reduziert: purer Matcha, ein Matcha Latte, ein für die Philippinen exklusiver Mango-Matcha-Latte sowie eine kleine Auswahl an Matcha-Desserts. Diese bewusste Beschränkung auf wenige Positionen unterscheidet Wasachi von vielen anderen Adressen mit deutlich breiteren Karten. Dass ein noch junges Tokioter Café seine erste internationale Filiale ausgerechnet in Manila statt in einer der etablierteren Matcha-Städte eröffnet hat, gilt in der lokalen Berichterstattung als Beleg dafür, wie ernst die Stadt inzwischen als Matcha-Markt genommen wird.
Niseko Coffee und The Matcha Tokyo
Niseko Coffee orientiert sich nach eigenen Angaben an einem kleinen Café im japanischen Skiort Niseko und bietet neben purem Matcha und klassischem Latte auch eine Sakura-Matcha-Latte sowie eine Espresso-Variante an. Für eine aufwendigere Zubereitung steht der Kyoto Matcha Float, bei dem Matcha-Eis zum Getränk hinzugefügt wird. The Matcha Tokyo ist für gut geschichtete Getränke bekannt, unten dunkel und intensiv, nach oben hin heller und milchiger, und betreibt mittlerweile mehrere Filialen in der Stadt. Niseko Coffee wiederum verweist bewusst auf die Ruhe eines kleinen Bergortes in Japan als Vorbild für die eigene Atmosphäre, ein Kontrast zur oft hektischen Umgebung der Metro-Manila-Malls, in denen sich viele dieser Cafés befinden.
Matcha Mama, Kissako und weitere Adressen
Matcha Mama an der White Plains Avenue in Quezon City nutzt für den Standard-Latte handelsübliches Matchapulver, bietet gegen Aufpreis aber auch eine Zubereitung mit zeremonieller Qualität an. In Makati zählt Kissako Uji Matcha Cafe regelmäßig zu den auf Yelp bestplatzierten Adressen für Matcha. Rund um den Podium-Bereich und angrenzend an das Restaurant Edoya haben sich zudem kleinere Cafés etabliert, die unter anderem Matcha mit Salzrand oder eine dichtere, cremigere Zubereitung anbieten. Diese Häufung kleinerer, oft erst seit Kurzem bestehender Adressen in Makati zeigt, wie schnell neue Anbieter in der Stadt entstehen, sobald sich ein Konzept wie das der Matcha Slow Bar etabliert hat.
Warum Manilas Szene so schnell gewachsen ist
Metro Manila hat in den vergangenen Jahren einen auffällig schnellen Zulauf an internationalen Café-Marken erlebt, von Tsujiri mit seiner langen japanischen Geschichte bis zu ganz jungen Konzepten wie Wasachi, das erst 2024 in Tokio gegründet wurde und schon kurz danach nach Manila expandierte. Guides wie Tatler Asia sprechen inzwischen von 13 und mehr empfehlenswerten Adressen allein in der Metropolregion. Ein Grund dafür ist die junge, kaufkräftige Stadtbevölkerung, die stark auf soziale Medien reagiert, wodurch neue Cafés innerhalb weniger Wochen bekannt werden können. Gleichzeitig sorgt die Konzentration auf wenige Einkaufszentren wie Power Plant Mall und Podium dafür, dass neue Adressen dort eröffnen, wo bereits Laufkundschaft vorhanden ist, statt eigene Standorte in Wohnvierteln aufzubauen.
Was dich in den Cafés erwartet
Manila bietet eine Mischung aus internationalen Marken mit langer Geschichte wie Tsujiri und jungen, bewusst reduzierten Konzepten wie Wasachi. Viele Adressen unterscheiden explizit zwischen Alltags- und zeremonieller Qualität und lassen die Wahl offen, teils gegen Aufpreis. Neben Lattes sind Floats, geschichtete Getränke und einzelne herzhafte Ergänzungen wie Croffles Teil des Angebots. Die Konzentration auf Malls wie das Power Plant Mall erleichtert Besuche unabhängig vom Wetter und Verkehr. Für die meisten Getränke lässt sich zudem die Süße anpassen, was bei der natürlichen Bitterkeit von Matcha ein häufig genutztes Angebot ist. Kartenzahlung und mobile Bezahl-Apps sind in den meisten der genannten Cafés inzwischen Standard, Bargeld bleibt aber vor allem in kleineren, familiengeführten Adressen die sicherere Option.
Matcha für zu Hause mitnehmen
Ein Teil der genannten Adressen, darunter Filialen von Tsujiri, verkauft Matchapulver auch für die eigene Zubereitung. Für den Einstieg reichen ein feines Sieb, eine breite Schale und ein Bambusbesen oder ein Milchaufschäumer. Wer den Unterschied zwischen Alltags- und zeremonieller Qualität, wie ihn etwa Matcha Mama anbietet, selbst nachvollziehen will, kann beide Varianten zu Hause parallel zubereiten und direkt vergleichen.
Praktische Tipps für deinen Besuch
Die genannten Adressen verteilen sich über mehrere Viertel, von Makati über BGC bis Quezon City, was wegen des Verkehrs in Metro Manila Zeit für die Wege einplanen lässt, besonders wenn zwischen den Städten Makati, Taguig und Quezon City gewechselt wird. Für einen Tag mit mehreren Stopps bietet sich an, Cafés innerhalb eines Viertels zu bündeln, etwa Kissako Uji Matcha Cafe und die Adressen rund um Podium in Makati. Wer gezielt neue Konzepte sehen will, sollte vor dem Besuch prüfen, ob eine Adresse wie Wasachi zur gewünschten Zeit bereits regulär geöffnet hat, da neue Standorte anfangs oft reduzierte Zeiten haben.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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