Zum Inhalt springen

Keine Werbe- oder Tracking-Cookies. Mehr erfahren

Kaufberatung

Bestellung aus Japan: was zwischen Warenkorb und Haustür dazukommt

Seit dem 1. Juli 2026 ist die 150-Euro-Zollfreigrenze weggefallen. Für eine Dose Matcha aus Japan kommen deshalb ein Pauschalzoll, die Einfuhrumsatzsteuer und die Servicepauschale des Zustellers zusammen. Diese Seite rechnet den Weg von der japanischen Kasse bis an deine Haustür durch und sagt, ab welcher Bestellmenge der Direktkauf noch aufgeht.

Was sich am 1. Juli 2026 an der Zollgrenze geändert hat

Bis Ende Juni 2026 blieben Sendungen aus Drittländern bis 150 Euro Warenwert zollfrei. Diese Grenze gibt es nicht mehr. Grundlage ist die Verordnung (EU) 2026/382 des Rates, die die Zollbefreiungsverordnung (EG) Nr. 1186/2009 ändert. Seitdem erhebt der Zoll bei Paketsendungen bis 150 Euro Warenwert eine pauschale Zollabgabe von 3 Euro für jede Warenkategorie, die in der Sendung steckt. Der Zoll spricht dabei von einer Position der Zollanmeldung. Bestellst du zwei Dosen Matcha derselben Art, ist das eine Kategorie und damit einmal 3 Euro. Legst du einen Bambusbesen und eine Schale dazu, zählt der Zoll drei Positionen und damit 9 Euro. Über 150 Euro Warenwert gilt weiterhin der Zollsatz nach Tarif für die jeweilige Ware. Für echte Geschenksendungen von Privatperson an Privatperson bleibt es bei der alten Linie: bis 45 Euro Sachwert abgabenfrei, innerhalb der vorgesehenen Mengen- und Wertgrenzen. Wer eine Bestellung in Japan plant, sollte diese drei Zahlen vor dem Klick kennen, weil sie die Rechnung stärker verschieben als der Produktpreis selbst.

Einfuhrumsatzsteuer: sieben Prozent statt neunzehn Prozent

Der Zoll berechnet die Einfuhrumsatzsteuer grundsätzlich mit 19 Prozent, für bestimmte Waren wie Lebensmittel und Bücher aber mit dem ermäßigten Satz von 7 Prozent. Tee fällt unter Lebensmittel, also gelten 7 Prozent. Bemessungsgrundlage ist nicht nur der reine Warenwert: Der Zollwert samt Versandkosten und der erhobene Zoll gehen mit ein. Bei einer Sendung für 60 Euro Warenwert plus 25 Euro Porto und 3 Euro Pauschalzoll liegt die Grundlage also bei 88 Euro, die Einfuhrumsatzsteuer bei rund 6,16 Euro. Das ist der Posten, den die meisten unterschätzen, weil der Shop in Japan ihn nicht ausweist. Eine Ausnahme gibt es: Händler und Marktplätze, die sich für den Import-One-Stop-Shop registriert haben, führen die Steuer bereits im Verkaufspreis ab. Dann steht auf dem Paket eine IOSS-Nummer und der ausgewiesene Preis ist der Endpreis. Fehlt die Nummer oder ist sie ungültig, wird die Einfuhrumsatzsteuer an der Grenze fällig. Viele kleine Teehäuser in Japan verschicken ohne IOSS.

Die Servicepauschale des Zustellers schlägt oft am höchsten zu

Der Zusteller tritt für Zoll und Steuer in Vorleistung und lässt sich das bezahlen. Die Verbraucherzentrale nennt für die Deutsche Post aktuell 7,50 Euro je Sendung. Kurierdienste verlangen zum Teil eigene Sätze, die darüber liegen können. In der Beispielrechnung der Verbraucherzentrale wird aus einer Ware für 7 Euro am Ende ein Betrag von 18,83 Euro: 7 Euro Warenwert, 3 Euro Pauschalzoll, 1,33 Euro Einfuhrumsatzsteuer und 7,50 Euro Servicepauschale. Diese Pauschale fällt je Sendung an, nicht je Artikel. Genau daraus folgt die wichtigste Regel für Teebestellungen: eine große Bestellung schlägt drei kleine deutlich. Wer dreimal einzeln bestellt, zahlt dreimal die Pauschale und dreimal Porto. Sie entfällt, wenn du die Sendung selbst beim zuständigen Zollamt anmeldest und dort abholst, was allerdings nur bei Standardsendungen der Deutschen Post möglich ist und Fahrtzeit kostet. Die Vergleichslogik dahinter steht ausführlicher in „Matcha online kaufen oder im Regal? Der ehrliche Kanalvergleich“.

Eine Beispielrechnung für zwei Dosen aus einem japanischen Teehaus

Die folgende Rechnung ist ein Modell mit offen genannten Annahmen; für Wechselkurs und Porto setzt du deine eigenen Werte ein. Angenommen, du bestellst zwei Dosen zu je 40 Gramm für zusammen 9.000 Yen. Bei einem angenommenen Kurs von 160 Yen je Euro sind das rund 56 Euro. Für das Auslandsporto sind in diesem Beispiel 25 Euro angesetzt. Dazu kommen 3 Euro Pauschalzoll für die eine Warenkategorie. Die Einfuhrumsatzsteuer von 7 Prozent auf die Summe aus Warenwert, Porto und Zoll, also auf 84 Euro, ergibt 5,88 Euro. Die Servicepauschale der Deutschen Post steuert 7,50 Euro bei. Unterm Strich stehen rund 97 Euro für 80 Gramm Pulver, also gut 1.200 Euro je Kilogramm. Zum Vergleich: Die Dose MATCHASHOCK Bio Matcha kostet 25,00 Euro für 30 Gramm, Grundpreis 833,33 Euro je Kilogramm, und kommt ohne Zollformalitäten. Sie ist ausdrücklich keine Bestellung aus Japan: Auf ihr steht kein japanischer Regionsname und kein japanischer Sortenname, sondern die Angabe des Ursprungslands, dazu Bio-Qualität, genau eine Zutat und die Prüfung auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide. Rechne deine eigene Bestellung immer mit allen vier Posten durch, nicht nur mit dem Yen-Preis.

Warum der Preis im japanischen Shop nicht dein Preis ist

Japan erhebt eine Verbrauchsteuer von 10 Prozent, für Lebensmittel und Getränke gilt nach Angabe der japanischen Steuerbehörde ein ermäßigter Satz von 8 Prozent. Ob dieser Anteil bei einer Lieferung ins Ausland vom Preis abgezogen wird, entscheidet der jeweilige Shop. Viele große Häuser rechnen ihn automatisch heraus, sobald du eine Lieferadresse außerhalb Japans einträgst; bei kleinen Anbietern steht bis zum Schluss derselbe Betrag im Warenkorb. Prüfe deshalb im Kassenbereich, ob sich die Summe nach Eingabe der deutschen Adresse noch ändert. Ein zweiter Punkt betrifft die Sortenbezeichnung: Herkunftsangaben wie Uji sind in Japan an eigene Regeln gebunden, und die Leitsätze für Tee verlangen in Deutschland für geografische Hinweise ebenfalls, dass der Tee ausschließlich aus dem angegebenen Gebiet stammt. Was der Regionsname auf der Dose bedeutet, steht in „Uji-Matcha: was der Regionsname auf der Dose bedeutet“. Rechne außerdem mit Wechselkursaufschlägen deiner Karte, die je nach Anbieter ein bis zwei Prozent ausmachen.

Wartezeit: EMS, Luftpost und der Aufenthalt in der Zollstelle

Japan Post beschreibt EMS als schnellsten internationalen Versand für Sendungen bis 30 Kilogramm in über 120 Länder, nachverfolgbar über eine 13-stellige Sendungsnummer. In der Praxis ist EMS der Weg, den fast alle Teehäuser anbieten, weil er die Sendung durchgehend sichtbar hält. Die reine Flugstrecke ist dabei nicht das Problem. Zeit kostet die Abfertigung: Die Sendung erreicht Deutschland, geht in die Zollbehandlung und wartet dort, bis die Abgaben festgesetzt und bezahlt sind. Kommt eine Rechnungskopie nicht mit oder ist die Zollinhaltserklärung unvollständig, verlängert sich das Ganze, weil der Zoll Unterlagen nachfordert. Plane deshalb nicht mit Tagen, sondern mit einer knappen bis mittleren Anzahl Wochen und bestelle nichts, was zu einem festen Termin da sein muss. Wer den Tee zu einem bestimmten Anlass braucht, fährt mit einer Bestellung im Inland besser. Für die Variante Koffer statt Paket gilt eine ganz andere Rechtslage, die in „Matcha aus Japan mitbringen: Freimengen, Koffer und Haltbarkeit“ steht.

Was die Wartezeit mit dem Pulver macht

Matcha ist ein feingemahlenes Blattpulver mit sehr großer Oberfläche. Es reagiert auf Licht, Wärme und Sauerstoff schneller als ganze Blätter, weil jede Partikeloberfläche angreifbar ist. Ein Paket, das mehrere Wochen unterwegs ist und dabei im Frachtraum und in einer Zollstelle steht, erlebt Temperaturschwankungen, die kein Regal im Laden bietet. Ungeöffnete, unter Schutzatmosphäre abgefüllte Dosen stecken das besser weg als lose Nachfüllbeutel. Achte deshalb beim japanischen Anbieter auf zwei Angaben: Abfülldatum und Verpackungsart. Wer sich unsicher ist, welche Datumsangaben überhaupt etwas aussagen, findet die Systematik in „Matcha-Haltbarkeit: Was das MHD sagt und wann Pulver wirklich alt ist“. Lagere die Dose nach Ankunft kühl, dunkel und dicht verschlossen und lass sie vor dem Öffnen auf Zimmertemperatur kommen, damit sich kein Kondenswasser bildet. Ein Pulver, das direkt aus dem Kühlschrank geöffnet wird, zieht Feuchtigkeit und klumpt anschließend im Sieb.

Wann sich der Direktkauf rechnet und wann nicht

Die Nachfrage aus dem Ausland ist der Grund, warum Japan-Bestellungen heute teurer sind als vor wenigen Jahren. Die japanische Grünteeausfuhr lag 2025 bei 13.125 Tonnen und damit 42 Prozent über dem Vorjahr, rund 70 Prozent davon Pulvertee einschließlich Matcha. Der Auktionsdurchschnitt für neue Blätter in der Präfektur Kagoshima lag im April bei 6.573 Yen je Kilogramm. Diese Preise stehen bereits im japanischen Ladenpreis, bevor Porto, Zoll und Steuer dazukommen. Für eine einzelne Dose lohnt sich der Weg deshalb selten. Er lohnt sich, wenn du eine Sammelbestellung über mehrere Personen machst, dabei nur eine Warenkategorie bestellst und die festen Kosten auf viele Dosen verteilst. Er lohnt sich nicht, wenn du einfach guten Bio-Matcha für den Alltag suchst. Dafür reicht eine Dose für 25,00 Euro auf 30 Gramm, Grundpreis 833,33 Euro je Kilogramm, aus der bei 2 Gramm je Schale rund 15 Schalen werden, also etwa 1,67 Euro Pulveranteil je Schale.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

Geöffnete MATCHASHOCK Dose mit Deckel
Laborgeprüft · Bio
MATCHASHOCK Matcha-Pulver aus der Nähe
Erste Ernte
Doppelt versiegelte Innenfolie der Dose
Doppelt versiegelt

Genug gelesen? Schmeck den Unterschied selbst.

Bio aus erster Ernte.
Laborgeprüft, doppelt versiegelt.

Fein vermahlen und mild statt bitter — deshalb schmeckt er auch pur.

  • Bio-zertifiziert, DE-ÖKO-006
  • Im Labor geprüft
  • Erste Ernte, feinste Vermahlung
  • Doppelt luftdicht versiegelt
  • Versand kostenlos in Deutschland
  • 30 g, reicht für 10–15 Tassen
5,0 von 5 · 3 Bewertungen
„Das ist der beste Matcha, den ich seit Jahren gekauft habe! Ich trinke schon lange Matcha und nutze ihn auch gerne zum Backen meiner Lieblingscookies. Die Qualität ist top! Intensiver Geschmack, sehr fein gemahlen […]. Den werde ich definitiv wieder bestellen!!“
Sabrina · Amazon, verifizierter Kauf

30 g für 25,00 € (833,33 €/kg, inkl. MwSt.)

Jetzt probieren

MATCHASHOCK Bio-Matcha, 30 g: 25,00 € (833,33 €/kg), inkl. MwSt. Versand innerhalb Deutschlands kostenlos. Bio: Kontrollstelle des Herstellers CN-BIO-141, unsere eigene DE-ÖKO-006 (ABCert) · Nicht-EU-Landwirtschaft. Diese Bewertungen stammen von unserer Amazon-Produktseite und tragen dort alle den Amazon-Vermerk „Verifizierter Kauf“ — Amazon setzt ihn nur, wenn der Artikel über das Konto der Verfasserin oder des Verfassers gekauft wurde. Wir schreiben keine Bewertungen selbst und übernehmen keine aus anderen Quellen. Mit […] gekennzeichnete Stellen haben wir weggelassen, weil sie Aussagen zur Wirkung enthalten, die wir noch nicht mit Unterlagen belegen können; nichts wurde umformuliert. Der vollständige Wortlaut steht auf unserer Amazon-Produktseite.

Weitere Wissensartikel