Zum Inhalt springen

Keine Werbe- oder Tracking-Cookies. Mehr erfahren

Grundlagen

Kumamoto-Tee: Die wachsende Teeregion auf Kyushu

Kumamoto liegt in der Mitte der japanischen Insel Kyushu und zählt zu den älteren, im Ausland aber wenig bekannten Teeanbaugebieten Japans. Die Präfektur produziert vor allem Sencha, den aufgegossenen grünen Tee in Nadelform, dazu den in Kyushu typischen gedämpften Tamaryokucha und kleinere Mengen des pfannengerösteten Kamairicha sowie Kabusecha. Mit rund 900 Hektar Anbaufläche und gut 1.100 Tonnen Rohtee im Jahr gehört Kumamoto zu den zehn größten Teeregionen Japans, ohne so bekannt zu sein wie Shizuoka, Uji oder Kagoshima.

Lage und Landschaft

Kumamoto liegt im Zentrum von Kyushu, der drittgrößten Hauptinsel Japans. Im Osten der Präfektur erhebt sich der Aso-San, eine der größten Vulkancalderen der Welt, im Norden liegen die Chikuhi-Berge. Flüsse wie der Shirakawa führen Wasser aus dem Bergland in die Tiefebenen und formen die Kumamoto- und die Yashiro-Ebene. Dieses Wasser aus vulkanischem Untergrund versorgt die Teegärten der Region und wird von mehreren Quellen als Grund für die vergleichsweise weiche, mineralreiche Wasserqualität der Gegend genannt. Die meisten Anbauflächen liegen nicht in der Ebene selbst, sondern in den bergigen Landkreisen im Umland der Caldera, wo kleinere Ortschaften den Tee traditionell in Handarbeit und in kleinen, oft familiengeführten Betrieben verarbeiten. Kumamoto ist zugleich einer der größten Agrarproduzenten Japans überhaupt und liefert unter anderem landesweit die meisten Tomaten und Wassermelonen, der Tee ist also nur einer von mehreren landwirtschaftlichen Schwerpunkten der Präfektur.

Klima

Das Klima in Kumamoto ist gemäßigt bis mild, fällt aber durch hohe Niederschlagsmengen auf, die besonders im Sommer auftreten. Kyushu insgesamt gilt als warme, vulkanreiche Region und wird wegen der zahlreichen Calderen manchmal als 'Land des Feuers' bezeichnet. Die Kombination aus milden Temperaturen, viel Niederschlag und mineralreichen Vulkanböden gilt in der japanischen Teewirtschaft als günstige Grundlage für den Teeanbau, auch wenn sie sich von Regionen mit stärkeren Tag-Nacht-Temperaturschwankungen wie den Hochlagen im Süden Kyushus unterscheidet. In den Berglagen rund um Aso sorgen zudem häufige Nebeltage für ein feuchtes Mikroklima, das die Teesträucher zusätzlich vor starker direkter Sonneneinstrahlung abschirmt.

Geschichte: von Yamacha bis zum Gozen-Teegarten

Kumamoto hat eine der längeren Teegeschichten Japans. Ein Dokument aus dem Besitz einer Adelsfamilie im heutigen Dorf Sagara, die sogenannte Landübertragungsurkunde des Yoshimine Morotaka, belegt, dass in der Region bereits gegen Ende des 12. Jahrhunderts Tee produziert wurde, vermutlich aus wild wachsenden Bergteepflanzen, die in Japan als Yamacha bezeichnet werden. Wegen dieser langen Geschichte stehen in Kumamoto bis heute vergleichsweise viele alte Teesträucher, was die Präfektur von jüngeren, stärker durchgeplanten Anbaugebieten unterscheidet. Ein wichtiger Schritt folgte 1632: Der Lehnsherr aus dem Hosokawa-Clan ließ im heutigen Yabe-cho den Gozen-Teegarten anlegen, der ausdrücklich für den Bedarf des Fürstenhauses bestimmt war. Um dieselbe Zeit kam in Kumamoto die Pfannenröst-Methode auf, die vor allem von koreanischen Zimmerleuten praktiziert wurde, die nach dem Bau der Burg Kumamoto im Land bleiben wollten und ihre Verarbeitungstechnik mitbrachten. Kumamoto gilt zudem als Geburtsort der Higo Koryu, einer traditionellen Teezeremonie-Schule, die nach Angaben mehrerer Quellen auf denselben Stil zurückgeht, den der bekannte Teemeister Sen no Rikyu praktizierte.

Anbaugebiete innerhalb der Präfektur

Innerhalb Kumamotos ist Hitoyoshi-Kuma die größte Anbauregion, gefolgt von Kikuchi, Yamaka und dem Gebiet Ashikita-Minamata. An der Grenze zwischen Kumamoto und der Nachbarpräfektur Kagoshima liegt zudem ein rund 600 Meter hohes Plateau mit Blick auf den Vulkan Unzen und die Kirishima-Berge, das als Ursprungsort des sogenannten Minamata-Tees gilt. Weitere lokale Marken wie Yabe-cha oder Yamato-cha aus dem Bergland um Yamato, Gakuma-cha aus Kahoku sowie Tee aus Kikuchi, Sagara und Itsuki werden meist unter dem Sammelbegriff Kumamoto-cha zusammengefasst, auch wenn die einzelnen Anbaugebiete ihre Ware oft unter eigenem, lokal verwurzeltem Namen verkaufen. Diese Zersplitterung in viele kleine Marken statt einer einzigen starken Dachmarke wird in einer Kolumne des Fachhändlers Sanrokuen ausdrücklich als ein Grund dafür genannt, warum Kumamoto-Tee trotz seiner Produktionsmenge außerhalb der Präfektur vergleichsweise unbekannt geblieben ist.

Teesorten und Verarbeitung

In Kumamoto dominieren zwei Verarbeitungsarten: Sencha, bei dem die Blätter gedämpft, gerollt und zu dünnen Nadeln getrocknet werden, und Tamaryokucha, wörtlich 'kugelförmiger grüner Tee'. Bei Tamaryokucha entfällt der letzte Rollschritt, der Sencha seine gerade Nadelform gibt, wodurch die Blätter eine gedrehte, leicht gebogene Form behalten. Etwa die Hälfte der Kumamoto-Produktion ist Sencha, gut ein Drittel Tamaryokucha. Daneben wird in kleineren Mengen Kamairicha hergestellt, bei dem die frisch gepflückten Blätter statt gedämpft in einer heißen Pfanne geröstet werden, um die Oxidation zu stoppen. Diese Pfannenröst-Technik ist eine Besonderheit, die in Kumamoto historisch mit den erwähnten koreanischen Handwerkern verbunden wird. Zusätzlich stellt die Präfektur kleinere Mengen Kabusecha her, bei dem die Sträucher für rund ein bis zwei Wochen vor der Ernte mit Netzen abgedeckt werden, deutlich kürzer und weniger vollständig als bei dem für Matcha verwendeten Tencha. Kabusecha wird danach aber weiterhin wie Sencha gedämpft und zu Nadeln gerollt, nicht zu Pulver vermahlen.

Produktionszahlen im Vergleich

Nach Zahlen aus japanischen Agrarstatistiken bewirtschaftet Kumamoto rund 908 Hektar Teefläche, das entspricht Platz sieben unter allen japanischen Präfekturen. Bei der Rohtee-Erntemenge kommt die Präfektur auf etwa 1.140 Tonnen. Zum Vergleich: Für das Jahr 2020 wurde die Erntemenge mit rund 1.120 Tonnen und Rang neun im landesweiten Vergleich angegeben, was auf eine leichte Verbesserung der Position in den Folgejahren hindeutet, auch wenn beide Zahlen aus unterschiedlichen Erhebungen stammen und nicht eins zu eins vergleichbar sind. Bei Tamaryokucha belegt Kumamoto bundesweit Platz drei und steht damit für rund ein Viertel der gesamten japanischen Tamaryokucha-Produktion. Kyushu als Ganzes deckt ungefähr 36 Prozent der japanischen Teeanbaufläche ab, wobei die Nachbarpräfektur Kagoshima mit rund 19 Prozent den größten Anteil hält. In den vergangenen Jahren ist in Kumamoto zudem das Interesse an biologischem Anbau gewachsen, ebenso an sogenanntem GABA-Tee, einem Tee, der durch eine besondere, sauerstoffarme Verarbeitung der frischen Blätter hergestellt wird, sowie an Tee mit reduziertem Koffeingehalt.

Erntezeiten

Wie in den meisten japanischen Anbaugebieten wird auch in Kumamoto zwischen der ersten Pflücksaison im Frühjahr, in Japan Ichibancha genannt, und weiteren Pflückungen im späteren Jahresverlauf unterschieden. Dank des milden Klimas in Kyushu beginnt die Erntesaison dort in der Regel früher als in nördlicheren Anbaugebieten Japans wie Shizuoka, wo die erste Pflücke traditionell Mitte April einsetzt. Genaue, präfekturweit einheitliche Erntedaten für Kumamoto sind in den verfügbaren Quellen nicht verzeichnet, da die zahlreichen kleinen Anbaugebiete je nach Höhenlage und Mikroklima unterschiedlich pflücken; Gebiete in tieferen, wärmeren Lagen wie der Kumamoto-Ebene beginnen dabei erfahrungsgemäß früher als die höher gelegenen Bergregionen im Umland des Aso.

Warum Kumamoto-Tee wenig bekannt ist

Ein wiederkehrender Punkt in Berichten über die Region ist, dass Kumamoto trotz Platz sieben bei der Anbaufläche außerhalb Japans kaum als Teeregion wahrgenommen wird. Als Gründe werden neben der genannten Aufteilung in viele kleine Lokalmarken auch die starke Konkurrenz durch andere landwirtschaftliche Aushängeschilder der Präfektur genannt, allen voran Tomaten und Wassermelonen, für die Kumamoto national bekannter ist. Hinzu kommt, dass benachbarte Regionen wie Kagoshima mit deutlich größeren, exportorientierten Plantagenflächen ein einheitlicheres Markenbild aufgebaut haben, während der Kumamoto-Tee bislang überwiegend über lokale und regionale Kanäle verkauft wird.

Matcha bei MATCHASHOCK

Kumamoto zeigt, wie unterschiedlich Teeregionen selbst innerhalb einer einzigen japanischen Insel arbeiten können, von der Pfannenröstung bis zum gedämpften Tamaryokucha. Für die tägliche Zubereitung zählt am Ende vor allem, wie fein ein Matcha-Pulver vermahlen ist und wie sorgfältig es verpackt und gelagert wird. Bei MATCHASHOCK bekommst du ein fein vermahlenes Bio-Matcha-Pulver in der 30-Gramm-Dose, aus der sich je nach Menge pro Schale zehn bis fünfzehn Schalen zubereiten lassen. Die Kontrollstelle DE-ÖKO-006 und die Kennzeichnung CN-BIO-141 stehen auf jeder Dose, dazu die im Labor geprüften Rückstandswerte. Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos und dauert ein bis zwei Werktage.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

Geöffnete MATCHASHOCK Dose mit Deckel
Laborgeprüft · Bio
MATCHASHOCK Matcha-Pulver aus der Nähe
Erste Ernte
Doppelt versiegelte Innenfolie der Dose
Doppelt versiegelt

Genug gelesen? Schmeck den Unterschied selbst.

Bio aus erster Ernte.
Laborgeprüft, doppelt versiegelt.

Fein vermahlen und mild statt bitter — deshalb schmeckt er auch pur.

  • Bio-zertifiziert, DE-ÖKO-006
  • Im Labor geprüft
  • Erste Ernte, feinste Vermahlung
  • Doppelt luftdicht versiegelt
  • Versand kostenlos in Deutschland
  • 30 g, reicht für 10–15 Tassen
5,0 von 5 · 3 Bewertungen
„Das ist der beste Matcha, den ich seit Jahren gekauft habe! Ich trinke schon lange Matcha und nutze ihn auch gerne zum Backen meiner Lieblingscookies. Die Qualität ist top! Intensiver Geschmack, sehr fein gemahlen […]. Den werde ich definitiv wieder bestellen!!“
Sabrina · Amazon, verifizierter Kauf

30 g für 25,00 € (833,33 €/kg, inkl. MwSt.)

Jetzt probieren

MATCHASHOCK Bio-Matcha, 30 g: 25,00 € (833,33 €/kg), inkl. MwSt. Versand innerhalb Deutschlands kostenlos. Bio: Kontrollstelle des Herstellers CN-BIO-141, unsere eigene DE-ÖKO-006 (ABCert) · Nicht-EU-Landwirtschaft. Diese Bewertungen stammen von unserer Amazon-Produktseite und tragen dort alle den Amazon-Vermerk „Verifizierter Kauf“ — Amazon setzt ihn nur, wenn der Artikel über das Konto der Verfasserin oder des Verfassers gekauft wurde. Wir schreiben keine Bewertungen selbst und übernehmen keine aus anderen Quellen. Mit […] gekennzeichnete Stellen haben wir weggelassen, weil sie Aussagen zur Wirkung enthalten, die wir noch nicht mit Unterlagen belegen können; nichts wurde umformuliert. Der vollständige Wortlaut steht auf unserer Amazon-Produktseite.

Weitere Wissensartikel