Zum Inhalt springen

Keine Werbe- oder Tracking-Cookies. Mehr erfahren

Geschichte

Wer war Myoe Shonin und wie kam der Tee nach Uji?

Myoe Shonin war ein buddhistischer Mönch der Kamakura-Zeit, der von seinem Lehrer Eisai Teesamen erhielt und sie zunächst am Kozan-ji-Tempel in Toganoo pflanzte. Später legte er eine zweite Pflanzung in Uji bei Kyoto an, die zum Ausgangspunkt der heutigen Teeregion Uji wurde. Als Grund für die Wahl Ujis werden in den Quellen das milde Klima, der Morgennebel vom Uji-Fluss und der feuchtigkeitshaltende Boden genannt.

Myoe Shonin und die Teesamen von Eisai

Nach den ausgewerteten Quellen war Myoe ein buddhistischer Mönch, der von 1173 bis 1232 lebte. Er besuchte den Zen-Lehrer Eisai, um bei ihm zu lernen, und erhielt von ihm Teesamen in einem Gefäß mit dem Namen aya-no-kaki-heta chatsubo. Eisai selbst hatte die Samen nach einer der Quellen um das Jahr 1191 in Japan verbreitet. Myoe pflanzte die Samen zunächst am Kozan-ji-Tempel im Bezirk Toganoo im Nordwesten von Kyoto, wo daraus honcha, wörtlich echter Tee, wurde.

Die zweite Pflanzung: wie der Tee nach Uji kam

Eine der beiden Quellen beschreibt, dass Eisai die Teesamen mit seinem Freund Myoe teilte, der daraufhin eigene Teegärten in Uji anlegte. Damit begann in der Region südlich von Kyoto eine Teeproduktion, die über die folgenden Jahrhunderte zur bekanntesten Japans wurde. Ein genaues Jahr für diesen Wechsel nach Uji nennt keine der beiden Quellen, die zeitliche Einordnung bleibt auf die Lebensspanne Myoes zwischen 1173 und 1232 begrenzt.

Warum Myoe Shonin ausgerechnet Uji wählte

Nach einer der beiden Quellen beurteilte Myoe Uji als geeigneten Standort wegen des kühlen Klimas, des morgendlichen Nebels vom Uji-Fluss, feuchtigkeitshaltender Böden und Bedingungen, die junge Teepflanzen gut wachsen ließen. Diese vier Faktoren werden in der Quelle als Begründung für die Standortwahl genannt, ohne dass ein Vergleich zu anderen möglichen Standorten gezogen wird.

Warum das erste Teefeld in Toganoo später an Bedeutung verlor

Das Toganoo-Teefeld am Kozan-ji-Tempel wurde nach einer der Quellen von einem Mönch des Tempels verwaltet, der es einem Kleriker des Ninna-ji-Tempels lieh, ohne das schriftlich festzuhalten. Nach seinem Tod kam es deshalb zu einem Streit um die Eigentumsrechte am Feld, der Anbau und Handel des dortigen Tees durcheinanderbrachte. Dadurch verschob sich die Bedeutung schrittweise zu den neueren Pflanzungen in Uji, die in den folgenden Jahrhunderten zum führenden Teeanbaugebiet Japans wurden, wie auch der Artikel „Uji-Matcha: was der Regionsname auf der Dose bedeutet“ beschreibt.

Uji-Tee im späteren Mittelalter: die zeitliche Entwicklung

Eine der Quellen nennt für die spätere Entwicklung mehrere Jahreszahlen: Um 1383 wurde Uji-Tee als zweitbester Tee eingestuft, im Jahr 1460 fragte der Shogun Ashikaga Yoshimasa, warum der bei ihm inzwischen beliebte Uji-Tee trotz des schwindenden Rufs von Toganoo nicht höher eingestuft werde, und gegen Ende des sechzehnten Jahrhunderts löste Uji Toganoo endgültig als führenden Produzenten von honcha ab. Diese Zeitleiste zeigt, dass sich die führende Stellung Ujis nicht auf ein einzelnes Ereignis zurückführen lässt, sondern über gut zwei Jahrhunderte entwickelte.

Was bedeutet honcha, der Begriff aus der frühen Uji-Geschichte?

Honcha bedeutet wörtlich echter Tee und bezeichnete ursprünglich den Tee aus den ersten, von Myoe angelegten Pflanzungen in Toganoo. Der Begriff diente in der damaligen Zeit dazu, diesen Tee von anderen, als weniger hochwertig geltenden Anbauten zu unterscheiden. Mit dem Aufstieg Ujis wanderte die Bezeichnung honcha inhaltlich mit und wurde später eng mit dem dortigen Tee verbunden. Heute steht der Name Uji vor allem für die Teeregion selbst, nicht mehr für den ursprünglichen Ehrentitel.

Wie verlässlich die Quellenlage zu Myoe Shonin ist

Zu vielen Ereignissen aus dem dreizehnten Jahrhundert existieren nur wenige schriftliche Aufzeichnungen, und auch die beiden ausgewerteten Quellen nennen nicht für jeden Schritt ein genaues Jahr. Übereinstimmend berichten beide, dass Eisai die Teesamen weitergab und Myoe daraus zunächst eine Pflanzung in Toganoo und später eine zweite in Uji machte. Wo sich die Quellen unterscheiden, etwa beim genauen Zeitpunkt der Uji-Pflanzung, wird das in diesem Artikel offen benannt, statt eine der beiden Angaben unbegründet als sicher darzustellen. Für die grobe Einordnung reicht das aus: Der Beginn der Teekultur in Uji liegt im dreizehnten Jahrhundert und ist eng mit der Person Myoe Shonin verbunden. Für alle, die selbst nachlesen möchten, lohnt sich ein Blick in beide hier verwendeten Quellen im Original: Schon der Vergleich der Formulierungen zeigt, wie unterschiedlich sich historische Ereignisse je nach Quelle darstellen lassen, auch wenn der Kern der Geschichte gleich bleibt.

Wie sich Toganoo und Uji in der Praxis unterschieden

Toganoo liegt im bergigen Nordwesten Kyotos, während Uji südlich der Stadt am gleichnamigen Fluss liegt. Diese geografische Verschiebung erklärt nach den Quellen auch einen Teil der spurbaren Qualitätsunterschiede: Der Uji-Fluss sorgt für morgendlichen Nebel und gleichmäßige Feuchtigkeit, während das bergige Toganoo klimatisch rauer und damit für den empfindlichen Teeanbau schwieriger war. Für die junge Teekultur im Japan des dreizehnten Jahrhunderts bedeutete das einen praktischen Vorteil, der über die reine Symbolik der ersten Pflanzung hinausging und langfristig für die Verlagerung nach Uji sprach.

Was von Myoe Shonins Wirken bis heute sichtbar ist

Die Region Uji bei Kyoto zählt bis heute zu den bekanntesten Teeanbaugebieten Japans und ist eng mit der Geschichte von Myoe Shonin verknüpft. Ein Teil der heutigen Tencha- und Matcha-Erzeugung wird bis heute in genau dieser Region hergestellt, deren Anfänge auf die im dreizehnten Jahrhundert angelegten Teegärten zurückgehen. Wer sich für die Region selbst interessiert, findet weiterführende Einordnung im Artikel „Wazuka: das Teedorf im Herzen der Uji-Region“.

Ein Stück dieser Geschichte in der eigenen Tasse

Wer nach der Lektüre mehr über den Weg vom Teeblatt zum fertigen Pulver wissen will, findet die einzelnen Produktionsschritte im Artikel „Matcha-Herstellung: die sechs Schritte vom Feld bis ins Pulver“. matchashock.de führt ein Bio-Matcha-Pulver in der 30-Gramm-Dose, das sich für die tägliche Zubereitung zuhause eignet, unabhängig von der jahrhundertealten Geschichte der Anbauregionen, aus denen Matcha heute kommt.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

Geöffnete MATCHASHOCK Dose mit Deckel
Laborgeprüft · Bio
MATCHASHOCK Matcha-Pulver aus der Nähe
Erste Ernte
Doppelt versiegelte Innenfolie der Dose
Doppelt versiegelt

Genug gelesen? Schmeck den Unterschied selbst.

Bio aus erster Ernte.
Laborgeprüft, doppelt versiegelt.

Fein vermahlen und mild statt bitter — deshalb schmeckt er auch pur.

  • Bio-zertifiziert, DE-ÖKO-006
  • Im Labor geprüft
  • Erste Ernte, feinste Vermahlung
  • Doppelt luftdicht versiegelt
  • Versand kostenlos in Deutschland
  • 30 g, reicht für 10–15 Tassen
5,0 von 5 · 3 Bewertungen
„Das ist der beste Matcha, den ich seit Jahren gekauft habe! Ich trinke schon lange Matcha und nutze ihn auch gerne zum Backen meiner Lieblingscookies. Die Qualität ist top! Intensiver Geschmack, sehr fein gemahlen […]. Den werde ich definitiv wieder bestellen!!“
Sabrina · Amazon, verifizierter Kauf

30 g für 25,00 € (833,33 €/kg, inkl. MwSt.)

Jetzt probieren

MATCHASHOCK Bio-Matcha, 30 g: 25,00 € (833,33 €/kg), inkl. MwSt. Versand innerhalb Deutschlands kostenlos. Bio: Kontrollstelle des Herstellers CN-BIO-141, unsere eigene DE-ÖKO-006 (ABCert) · Nicht-EU-Landwirtschaft. Diese Bewertungen stammen von unserer Amazon-Produktseite und tragen dort alle den Amazon-Vermerk „Verifizierter Kauf“ — Amazon setzt ihn nur, wenn der Artikel über das Konto der Verfasserin oder des Verfassers gekauft wurde. Wir schreiben keine Bewertungen selbst und übernehmen keine aus anderen Quellen. Mit […] gekennzeichnete Stellen haben wir weggelassen, weil sie Aussagen zur Wirkung enthalten, die wir noch nicht mit Unterlagen belegen können; nichts wurde umformuliert. Der vollständige Wortlaut steht auf unserer Amazon-Produktseite.

Weitere Wissensartikel