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Zubereitung

Waffelriegel mit Matcha: der Nachbau aus dünnen Schichten

Für Matcha-Waffelriegel schichtest du dünne, knusprige Waffelblätter mit einer Matcha-Ganache-Füllung und tauchst den Stapel in temperierte weiße Kuvertüre. Nach dem Kühlen lässt er sich in schmale Riegel schneiden. In Japan gibt es seit Jahren dünne Waffel-Schoko-Riegel mit Matcha-Überzug, die über Importshops auch nach Deutschland kommen – der Nachbau braucht dafür weder Import noch Wartezeit.

Was einen Waffelriegel im Kern ausmacht

Die dünnen, flachen Waffelblätter für diesen Riegel unterscheiden sich von einer klassischen Waffel aus dem Eisen: Sie sind hauchdünn, fast knusprig-trocken und werden meist industriell gebacken – im Handel als neutrale Oblaten oder dünne Waffelblätter erhältlich. Wer sie selbst backen will, braucht ein Waffeleisen mit möglichst flacher Platte und einen sehr dünn verstrichenen Teig aus Mehl, Wasser und wenig Fett, ganz ohne die übliche Rührmasse aus Ei und Milch, die eine dickere Waffel ergibt.

Zutaten für sechs Riegel

12 dünne Waffelblätter (etwa 8 mal 4 Zentimeter), 80 Gramm Sahne, 150 Gramm weiße Kuvertüre für die Füllung, 3 Gramm Matcha für die Füllung und weitere 150 Gramm weiße Kuvertüre mit 2 Gramm Matcha für den Überzug. Wer die Waffelblätter selbst backt, braucht zusätzlich 60 Gramm Mehl, 100 Milliliter Wasser und einen Teelöffel neutrales Öl für den Teig. Gekaufte Blätter sparen diesen Schritt und lassen sich direkt weiterverarbeiten. Manche Fachhändler führen die dünnen Waffelblätter auch unter der Bezeichnung Oblatenwaffeln, was beim Einkauf hilft, sie von normalen dicken Eiswaffeln zu unterscheiden. Wer keine passenden Blätter findet, kann ersatzweise sehr dünn ausgerollten Mürbeteig backen, sollte dann aber die Backzeit deutlich verkürzen, da Mürbeteig schneller dunkel wird als eine reine Waffelmasse.

Zubereitung Schritt für Schritt

Für die Füllung Sahne aufkochen, über die gehackte Kuvertüre gießen, glattrühren und Matcha einrühren, dann etwas abkühlen lassen, bis die Masse streichfähig, aber nicht mehr flüssig ist. Je zwei Waffelblätter mit einer dünnen Schicht Füllung bestreichen und übereinanderstapeln, sodass ein Turm aus vier bis fünf Schichten entsteht. Den Stapel 30 Minuten kühlen, bis die Füllung fest ist, dann in schmale Riegel schneiden. Die zweite Kuvertüre temperieren, jeden Riegel darin tauchen oder damit bestreichen und auf einem Gitter fest werden lassen.

Woran du den richtigen Punkt erkennst

Die Füllung sollte beim Bestreichen zäh, aber nicht flüssig sein – läuft sie beim Stapeln seitlich heraus, war sie zu warm und braucht ein paar Minuten mehr im Kühlschrank. Beim Schneiden mit einem scharfen, leicht angewärmten Messer arbeiten, damit die Waffelschichten nicht splittern. Der Überzug sollte nach dem Tauchen innerhalb weniger Minuten matt glänzend fest werden; bleibt er klebrig, war die Kuvertüre nicht richtig temperiert und muss neu geschmolzen werden.

Varianten und Aufbewahrung

Statt Ganache funktioniert auch eine dünnere Praliné-Füllung aus gemahlenen Haselnüssen und weißer Kuvertüre für mehr Biss. Für eine dunklere Version die Füllung mit dunkler Kuvertüre ansetzen und nur den Überzug hell mit Matcha halten, das setzt einen sichtbaren grünen Streifen. Fertige Riegel in einer luftdichten Dose bei Zimmertemperatur etwa zwei Wochen haltbar, im Kühlschrank länger, sollten dort aber gut verpackt sein, damit sie keine Fremdgerüche annehmen. Wer die Waffelblätter nicht selbst backen möchte, findet dünne, neutrale Blätter in gut sortierten Backabteilungen; sie unterscheiden sich von dicken Eiswaffeln deutlich durch ihre flache, fast durchscheinende Form. Für eine besonders knusprige Textur lohnt es sich, die fertig geschichteten, aber noch nicht getunkten Riegel vor dem Überziehen kurz im Kühlschrank durchkühlen zu lassen, damit die Füllung beim Eintauchen in die warme Kuvertüre nicht zu weich wird und Form behält.

Selbst schichten oder fertige Schokolade nehmen

Wer keine Waffelblätter im Haus hat, findet mit „Matcha-Waffeln“ ein Rezept für die klassische, dickere Variante aus dem Waffeleisen. Für Farbe und Ton des Überzugs zählt die Feinheit des Pulvers: fein steingemahlener MATCHASHOCK Bio-Matcha aus erster Ernte löst sich rückstandsfrei in der warmen Kuvertüre auf und bleibt mild statt bitter, auch wenn die Füllung schon süß ist. Die genaue Herstellung von Kuvertüre und ihr höherer Kakaobutteranteil sind im Glossareintrag „Steinmühle (Ishiusu)“ indirekt mit erklärt, wenn es um die Feinheit von Pulver im Vergleich zu Fett geht.

Vom Riegel zur reinen Schale

Ein Waffelriegel lebt von der Kombination aus Knusper, Füllung und Überzug – das Pulver selbst kommt dabei nur in kleiner Menge zum Zug. Wer den vollen Ton erleben will, braucht nur zwei Gramm Pulver auf 60 bis 80 Milliliter Wasser mit rund 75 Grad. So lässt sich auch am ehrlichsten prüfen, ob ein Pulver wirklich mild ist, ohne dass Zucker und Fett den Geschmack tragen. Die Qualität der Ernte entscheidet über beides – über den Riegel genauso wie über die Schale.

Häufige Fehler beim Schichten

Bricht ein Waffelblatt beim Bestreichen, war entweder zu viel Druck beim Verstreichen der Füllung im Spiel, oder das Blatt war schon leicht angebrochen aus der Verpackung – dann lieber ein neues Blatt nehmen, statt das gebrochene mit extra Füllung zu kaschieren, denn das macht den fertigen Riegel nur ungleichmäßig dick. Rutscht der Stapel beim Kühlen schief, hilft ein leichtes Gewicht obenauf, etwa ein zweites Brett, damit die Schichten gerade aufeinander liegen bleiben. Beim Tunken in die Kuvertüre lieber mit einer Gabel arbeiten statt mit den Fingern, damit der Riegel nicht an einer Stelle zu dick beschichtet wird und woanders blank bleibt. Wird die Füllung beim Schichten zu warm verarbeitet, rutscht sie zwischen den Waffelblättern seitlich heraus, statt als gleichmäßige dünne Schicht zu bleiben – dann lieber kurz zwischendurch kühlen, bevor weitergearbeitet wird.

Menge anpassen und Vorrat

Die angegebene Menge ergibt sechs Riegel, für eine größere Portion lässt sich die Füllung und der Überzug im gleichen Verhältnis verdoppeln oder verdreifachen, während die Zahl der Waffelblätter entsprechend mitwächst. Fertige Riegel lassen sich gut vorbereiten und ein bis zwei Tage im Voraus schichten, sollten dann aber erst kurz vor dem Servieren aus der Dose geholt werden, damit der Überzug keine Feuchtigkeit aus der Kühlschrankluft zieht und stumpf wird. Für ein gleichmäßiges Erscheinungsbild lohnt es sich, die Waffelblätter vor dem Bestreichen einmal probeweise zu stapeln und die Höhe zu prüfen, damit später alle Riegel etwa gleich dick geschnitten werden können. Wer die Riegel mit Nüssen oder Kokosraspeln verfeinern will, streut sie direkt nach dem Tunken auf den noch weichen Überzug, solange die Kuvertüre noch klebt und die Stückchen daran haften bleiben. Als Geschenk verpackt eignen sich die Riegel einzeln in Pergamentpapier eingeschlagen und in einer kleinen Schachtel besser als lose in einer Tüte, weil sich der dünne Überzug sonst beim Transport leicht abreiben kann.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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