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Zubereitung

Matcha-Pesto selber machen: Zutaten, Mengen und Schritte

Matcha-Pesto ersetzt einen Teil des klassischen Basilikums durch Matcha-Pulver und ergibt damit eine kräftig grüne, leicht herbe Paste für Pasta, Brot oder Gemüse. Ein konkretes Rezept zeigt genaue Mengen und die einzelnen Zubereitungsschritte, dazu die wichtigsten Hintergründe zum klassischen italienischen Pesto, von dem die ganze Idee ursprünglich abstammt.

Was klassisches, ursprüngliches Pesto ganz überhaupt ausmacht

Laut ausführlicher Wikipedia-Definition ist Pesto eine ungekochte Paste aus der italienischen Küche, deren Name vom italienischen Wort pestare für zerstoßen kommt. Das klassische Pesto Genovese besteht aus Basilikum mit geschützter Herkunftsbezeichnung, nativem Olivenöl extra, Parmigiano Reggiano und Pecorino, Pinienkernen, Knoblauch und Salz. Traditionell wird alles im Mörser zerstoßen, wobei Knoblauch und grobes Salz zuerst zerkleinert und anschließend Pinienkerne, Basilikum, Käse und Öl nach und nach untergearbeitet werden. Diese manuelle Methode soll übermäßige Erhitzung vermeiden, die dem Aroma schaden würde, außerdem gilt Geschwindigkeit als wichtig, weil Oxidation Geschmack und Farbe negativ beeinflussen kann.

Regionale italienische Varianten als gutes Vorbild für Matcha-Pesto

Schon die klassische, traditionsreiche italienische Küche kennt zahlreiche eigenständige Pesto-Varianten: Pesto alla trapanese aus Sizilien verwendet getrocknete Tomaten und Mandeln statt Pinienkernen, Pesto alla calabrese kombiniert Paprika und Chili, und das französische Pistou aus der Provence verzichtet komplett auf Pinienkerne. Auch moderne Varianten mit Rucola, Bärlauch oder Kürbiskernen sind längst etabliert. Diese lange Tradition an Abwandlungen zeigt, dass Pesto als Grundprinzip flexibel ist und sich gut für eigene Interpretationen eignet, darunter eben auch eine Variante mit Matcha statt oder zusätzlich zu Basilikum.

Ein ganz konkretes Matcha-Pesto-Rezept für exakt vier volle Portionen

Ein sorgfältig dokumentiertes Rezept für insgesamt vier Portionen kombiniert eineinhalb Teelöffel kulinarisches Matcha-Pulver mit einer Tasse Minzblättern, einer halben Tasse Basilikum, einer halben Tasse Petersilie, einer fein gehackten Knoblauchzehe, drei Vierteltassen gerösteten Pinienkernen, zwei fein gehackten Frühlingszwiebeln, einer halben Tasse nativem Olivenöl extra sowie 30 Gramm geriebenem Parmesan oder einer veganen Käsealternative, dazu Salz und schwarzem Pfeffer nach Geschmack. Für die Zubereitung werden Kräuter, Knoblauch, Zwiebel, Matcha und Pinienkerne grob im Food Processor zerkleinert, das Öl wird währenddessen schrittweise zugegeben, anschließend kommt der Parmesan dazu.

Wie das fertige Pesto am Ende ganz genau zur Pasta kommt

Nach dem sorgfältigen Abschmecken mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer wird die Pasta separat in reichlich Salzwasser al dente gekocht und anschließend gut abgetropft. Ein bis zwei Esslöffel Pesto werden in einer Pfanne kurz erwärmt, bevor die Pasta untergehoben und alles vermischt wird, garniert mit zusätzlichen Pinienkernen und etwas Petersilie. Wichtig dabei: Das Pesto selbst wird nicht mitgekocht, sondern nur kurz temperiert, damit weder das enthaltene Matcha noch die Kräuter durch zu starke Hitze an Farbe und Aroma verlieren.

Warum Matcha im fertigen Pesto ganz anders wirkt als im heißen Getränk

In Kombination mit Öl, Knoblauch und kräftigen Kräutern wie Minze und Basilikum tritt die feine Bitterkeit von Matcha spürbar stärker in den Hintergrund als in einer reinen wässrigen Zubereitung, weil Fett Aromastoffe grundsätzlich anders bindet und transportiert als Wasser. Dieser Effekt macht Matcha im Pesto für viele Menschen zugänglicher als in einer klassischen Schale, gerade wenn sie den reinen Teegeschmack sonst als zu herb empfinden. Wie sich Matcha grundsätzlich in herzhaften Zubereitungen verhält und warum das grüne Pulver dort trotzdem funktioniert, erklärt der Wissensartikel „Matcha herzhaft: warum das grüne Pulver auch salzig funktioniert“ ausführlicher. Wer stattdessen eine Variante mit Erbsen statt klassischem Basilikum probieren möchte, findet eine Anleitung im Rezept „Matcha-Erbsen-Pesto“.

Was beim Kauf des passenden Matcha für ein wirklich gutes Pesto zu beachten ist

Für ein Pesto muss das verwendete Matcha nicht zwingend die höchste zeremonielle Qualitätsstufe haben, weil der kräftige Eigengeschmack von Knoblauch, Käse und Kräutern das feine Aroma eines besonders teuren Matchas ohnehin überlagern würde. Trotzdem lohnt sich fein vermahlenes Pulver, weil grobe Partikel im fertigen Pesto als leicht körnige, sandige Textur auffallen können, was den Gesamteindruck deutlich mindert. Wer bereits eine angebrochene Dose Matcha zuhause hat, die für die klassische Schale schon etwas zu alt oder zu bitter geworden ist, kann diese hier gut aufbrauchen, ohne dass es geschmacklich negativ auffällt. Dieser Text ist redaktionell und beschreibt eine allgemeine Zubereitungsart, keine bestimmte Marke oder ein bestimmtes Fertigprodukt.

Was zu einem fertigen, selbst gemachten Matcha-Pesto sonst noch alles gut passt

Neben klassischer Pasta lässt sich Matcha-Pesto auch großzügig auf Brot streichen, unter gekochtes Gemüse wie Kartoffeln oder Bohnen rühren, als Basis für ein Sandwich verwenden oder als Dip zu Fladenbrot und Gemüsesticks servieren. Auch zu gegrilltem Fisch oder Hähnchen passt eine kleine Menge als aromatische Beilage, ähnlich wie klassisches Basilikumpesto dort ebenfalls häufig eingesetzt wird. Welche Zutaten grundsätzlich gut zu Matcha harmonieren, unabhängig vom konkreten Rezept, beschreibt der Wissensartikel „Matcha Food Pairing: was zu Matcha passt – und was nicht“ genauer und liefert weitere Ideen für eigene Kombinationen jenseits der klassischen Pasta.

Textur je nach Küchengerät und wie lange sich das Pesto insgesamt hält

Ein moderner, elektrischer Food Processor zerkleinert alle Zutaten in nur wenigen Sekunden zu einer relativ glatten, homogenen Masse, während ein klassischer Mörser, wie er beim traditionellen Pesto Genovese verwendet wird, eine etwas gröbere, stückigere Struktur ergibt, in der einzelne Pinienkern- und Kräuterstücke noch erkennbar bleiben. Für ein Matcha-Pesto spielt diese Wahl vor allem für die Optik eine Rolle, weil eine feine Verarbeitung die grüne Farbe des Matchas gleichmäßiger im gesamten Pesto verteilt. Frisch zubereitetes Pesto mit Käse und frischen Kräutern hält sich im Kühlschrank, in einem sauberen, luftdicht verschlossenen Glas, erfahrungsgemäß etwa drei bis fünf Tage. Eine dünne Schicht Olivenöl auf der Oberfläche kann die Haltbarkeit zusätzlich verlängern, weil sie den direkten Luftkontakt reduziert. Für längere Lagerung eignet sich Einfrieren in kleinen Portionen, etwa in einer Eiswürfelform, wodurch sich später einzelne Portionen unkompliziert auftauen lassen.

Wenn der Matcha-Ton am Ende auch ganz pur überzeugen soll

Im fertigen Pesto ist Matcha am Ende nur eine von vielen kräftigen Zutaten, umgeben von Knoblauch, Käse, Kräutern und reichlich Öl. Wer den reinen Geschmack des Tees separat kennenlernen möchte, braucht dafür nur zwei Gramm feines Pulver und heißes Wasser. Ein mild statt bitter abgestimmter, steingemahlener Matcha aus erster Ernte zeigt in der Schale genau das Aroma, das im Pesto nur als Hintergrundnote mitschwingt, und eignet sich außerdem für die feine Dosierung im Rezept selbst.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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