Trends
Nachfrageentwicklung im Ausschank: Deutschland, Österreich, Schweiz im Überblick
Die Nachfrageentwicklung im Ausschank zeigt für Matcha in allen drei DACH-Ländern eine ähnliche Richtung, auch wenn das Ausgangsniveau unterschiedlich war. In Deutschland verzeichneten Cafés mit Matcha-Angebot laut einer Auswertung des Zahlungsdienstleisters SumUp zwischen Sommer 2024 und Sommer 2025 ein Plus von fünfundfünfzig Prozent bei den durchschnittlichen Transaktionen, gegenüber neunundvierzig Prozent im Café-Durchschnitt ohne gesonderte Betrachtung des Getränks. In der Schweiz beschreibt ein Fachblog für Kaffeekultur, dass Matcha Latte, der vor rund fünf Jahren nur schwer zu finden war, heute in praktisch jedem modernen Café auf der Karte steht, mit einem deutlichen Nachfrageanstieg in Zürich, Basel und Bern in den vergangenen zwei Jahren.
Nachfrageentwicklung im Ausschank: die Zahlen aus Deutschland
Die SumUp-Auswertung von 2025 vergleicht anonymisierte Transaktionsdaten von Cafés über den Zeitraum Juni 2024 bis Juni 2025. Cafés mit Matcha-Angebot verzeichneten in diesem Zeitraum einen Anstieg der durchschnittlichen Transaktionen um fünfundfünfzig Prozent sowie einen Anstieg des durchschnittlichen Warenkorbs um neun Prozent. Cafés ohne Matcha-Angebot verzeichneten im selben Zeitraum dagegen einen Rückgang des durchschnittlichen Warenkorbs um zweiundzwanzig Prozent. Diese Zahlen beziehen sich ausschließlich auf den betrachteten Zeitraum Sommer 2024 bis Sommer 2025 und lassen keine Aussage über die Entwicklung davor oder danach zu.
Nachfrageentwicklung im Ausschank: die Lage in der Schweiz
Ein Schweizer Fachblog für Kaffee- und Matcha-Kultur beschreibt die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre als deutlichen Wandel: Vor rund fünf Jahren musste man in der Schweiz noch gezielt suchen, um einen gut zubereiteten Matcha Latte zu finden, heute steht das Getränk in praktisch jedem modernen Café auf der Karte, von kleinen Specialty-Coffee-Betrieben bis zu größeren Ketten. Für Zürich, Basel und Bern wird ein deutlicher Anstieg der Nachfrage in den vergangenen zwei Jahren beschrieben. Die Quelle ordnet diese Entwicklung als bemerkenswert ein, weil die Schweizer Kaffeekultur traditionell sehr tief verwurzelt ist, was einen Wandel bei den Getränkevorlieben grundsätzlich erschwert.
Deutschland, Österreich und die Schweiz im gemeinsamen Vergleich
Eine länderübergreifende Auswertung von Getränkebestellungen in der Gastronomie, die auf Daten aus über vierzehntausend Restaurants in Deutschland sowie mehreren hundert Restaurants in Österreich und der Schweiz beruht, beschreibt für alle drei Länder gemeinsam eine zweifache Entwicklung: Klassiker wie Kaffee, Bier und Wasser bleiben mit mehr als der Hälfte aller Getränkebestellungen weiterhin dominant und legen sogar leicht zu, während gleichzeitig neuere Positionen wie Matcha Latte an Bedeutung gewinnen. Diese Auswertung nennt für Matcha Latte selbst keinen bezifferten Marktanteil, ordnet das Getränk aber ausdrücklich neben Cappuccino und Aperitivo-Getränken als wachsenden Trend ein.
Vom Signature-Drink zum Kartenstandard
Ein Fachmedium für die Gastronomiebranche beschreibt für den Sommer 2026 bereits den nächsten Entwicklungsschritt: Matcha Latte hat sich in Cafés, Hotels und Restaurants demnach so weit etabliert, dass Betriebe nun mit Weiterentwicklungen wie einer Matcha-Soda-Variante experimentieren, die klassisches Matcha-Pulver mit Sodawasser kombiniert. Eine solche Weiterentwicklung deutet darauf hin, dass sich Matcha Latte selbst in den beobachteten Betrieben bereits vom Neuheitsprodukt zu einem festen Kartenbestandteil entwickelt hat, der Raum für Variationen lässt, statt noch um seinen Platz auf der Karte konkurrieren zu müssen. Für einen Betrieb, der über eine eigene Weiterentwicklung nachdenkt, ist das ein Hinweis darauf, dass eine zweite Position neben dem klassischen Matcha Latte auf zunehmend offene Ohren treffen könnte, sofern die Nachfrage nach dem klassischen Getränk im eigenen Betrieb bereits stabil ist.
Grenzen der verfügbaren Zahlen
Keine der genannten Auswertungen deckt alle drei Länder mit derselben Methodik ab, und keine von ihnen macht eine Aussage über die Zukunft. Die SumUp-Auswertung misst Transaktionen über die eigene Zahlungsinfrastruktur und erfasst damit nur Betriebe, die dieses System nutzen, nicht den gesamten Markt. Der Schweizer Fachblog beschreibt eine Beobachtung aus der eigenen Branchenkenntnis, ohne eine zugrunde liegende Erhebung im Detail offenzulegen. Die länderübergreifende Getränkeauswertung wiederum deckt zwar alle drei Länder ab, nennt für Matcha aber keine eigene Kennzahl, sondern ordnet es nur qualitativ als wachsenden Trend neben anderen Positionen ein. Wer diese Zahlen zitiert, sollte deshalb immer auch die jeweilige Quelle und den Erhebungszeitraum nennen, statt sie als eine einzige, einheitliche Marktzahl darzustellen.
Warum die drei Länder unterschiedlich betrachtet werden müssen
Deutschland, Österreich und die Schweiz haben unterschiedliche Ausgangspunkte: Der deutsche Café-Markt ist mit über vierzehntausend in der zitierten Auswertung erfassten Betrieben deutlich größer und dichter erschlossen als der österreichische oder Schweizer Markt. Die Schweizer Kaffeekultur gilt zudem als besonders traditionsverbunden, was den beschriebenen Wandel dort nach Einschätzung der zitierten Quelle bemerkenswerter macht als in einem Markt mit ohnehin höherer Wechselbereitschaft bei Getränketrends. Für einen Betrieb in Österreich oder der Schweiz bedeutet das, dass eine allein aus deutschen Zahlen abgeleitete Erwartung nicht ohne Weiteres übertragbar ist, auch wenn die grundsätzliche Richtung der Nachfrage in allen drei Ländern ähnlich beschrieben wird.
Was diese Zahlen für die eigene Kartenentscheidung bedeuten
Die genannten Auswertungen stammen aus unterschiedlichen Quellen mit unterschiedlicher Methodik und lassen sich nicht direkt addieren oder auf einen einzelnen Betrieb übertragen. Gemeinsam ist ihnen jedoch die Richtung: In allen drei DACH-Ländern wird eine wachsende Nachfrage nach Matcha im Ausschank beschrieben, nicht ihr Rückgang. Für einen Betrieb, der eine Aufnahme von Matcha in die eigene Karte prüft, liefern diese Zahlen einen Anhaltspunkt für die grundsätzliche Richtung der Nachfrage, ersetzen aber nicht die eigene Beobachtung der lokalen Gästestruktur.
Was das für den Einkauf bedeutet
Eine wachsende Nachfrage bedeutet für den Einkauf vor allem eines: Der eigene Bedarf sollte regelmäßig neu geschätzt werden, statt einmal festgelegt und über Monate unverändert fortgeschrieben zu werden. Ein Betrieb, der eine neue Matcha-Position einführt oder eine bestehende ausweitet, überprüft die eigene Bestellmenge idealerweise alle paar Monate anhand der tatsächlichen Verkaufszahlen, statt sich allein auf eine allgemeine Markteinschätzung zu verlassen. Wie sich Marktzahlen zu Matcha grundsätzlich lesen und einordnen lassen, wird in einem eigenen Beitrag zur Marktbeobachtung behandelt.
Weiterführende Einordnung zu Trends im Ausschank
Welche Getränke die Karten aktuell darüber hinaus prägen, beschreibt der Artikel „Matcha-Getränke 2026: welche Drinks gerade die Karten füllen“. Wer die Kehrseite der wachsenden Nachfrage einordnen möchte, findet dazu Zahlen im Artikel „Matcha-Knappheit 2026: Die Zahlen hinter den leeren Regalen“. Für den österreichischen und den Schweizer Markt im Speziellen geben „Matcha in Österreich: neu neben der Melange“ und „Matcha in der Schweiz: neu im Tea-Room“ eine weitere, zusätzliche und ausdrücklich länderspezifische Einordnung der jeweiligen Marktlage.
Was eine wachsende Nachfrage für die Beschaffung bedeutet
Eine wachsende Nachfrage in der Fläche bedeutet nicht automatisch, dass jede einzelne Charge oder jede Qualitätsstufe gleichermaßen verfügbar bleibt. Steigt die Nachfrage nach einem bestimmten Erscheinungsbild oder einer bestimmten Verarbeitungsart schneller als das Angebot mitwachsen kann, wirkt sich das zuerst auf die Vorlaufzeit für größere Mengen aus, bevor es sich in einer spürbaren Verknappung im Regal zeigt. Ein Betrieb, der seinen eigenen Bedarf wachsen sieht, tut deshalb gut daran, größere Mengen frühzeitig anzufragen, statt erst bei einem akuten Engpass zu reagieren, wenn die Vorlaufzeiten bei allen Anbietern gleichzeitig steigen. Ein regelmäßiger Austausch mit dem eigenen Lieferanten über die erwartete Entwicklung des Bedarfs ersetzt dabei keine feste Zusage, hilft aber, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren.
Rechtsstand und Einordnung
Ein Zahlungsdienstleister, ein Fachblog für Kaffeekultur und eine branchenübergreifende Getränkeauswertung sind die Quellen der in diesem Artikel genannten Zahlen; keines dieser Unternehmen oder Medien arbeitet mit MATCHASHOCK zusammen, geschäftlich, als Kooperation oder als Partnerschaft. Alle genannten Prozentangaben beziehen sich auf die jeweils zitierten Erhebungszeiträume und lassen sich nicht ohne Weiteres auf andere Zeiträume übertragen. Aktualisierte Erhebungen können zu abweichenden Werten kommen, sobald sie veröffentlicht werden.
Matcha für den wachsenden Ausschank über die B2B-Hauptseite anfragen
Für Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen auf der B2B-Hauptseite dieselben vier Bio-Matcha-Linien ZENITH, MERIDIAN, HORIZON und TERRA zur Verfügung, ergänzt um eigene B2B-Seiten für Österreich und die Schweiz mit länderspezifischen Angaben, etwa zu Lieferzeiten und zollrechtlichen Rahmenbedingungen. Ein an die erwartete Nachfrageentwicklung angepasstes Angebot entsteht über das Anfrageformular, sobald Betriebsart und Menge, von einem Kilogramm bis zur Tonne, dort eingetragen sind.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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