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Lifestyle & Mode

Matcha zum Lesen: die Kombination im Buchclub-Trend

Wer nach matcha lesen buchclub sucht, findet keinen eigenen, offiziell benannten Trend unter diesem Namen, sondern stößt auf BookTok, die große Lese-Community auf TikTok, in deren Bildsprache Matcha immer wieder als Getränk auftaucht. Ein eigener „Matcha-Buchclub“ existiert nicht als abgegrenzte Bewegung, wohl aber eine wiederkehrende Ästhetik aus Büchern, ruhiger Umgebung und einem grünen Getränk daneben. Dieser Artikel ordnet ein, wie groß BookTok tatsächlich ist und wo Matcha darin sichtbar wird.

Was BookTok ist

BookTok ist eine Subcommunity auf TikTok, in der Nutzerinnen und Nutzer Videos über Bücher veröffentlichen, in denen sie Titel bewerten, diskutieren oder empfehlen. Die Community entstand Ende 2019 und wuchs während der Corona-Pandemie 2020 deutlich, als viele Menschen mehr Zeit zuhause verbrachten. Bis Oktober 2024 kam der Hashtag #BookTok auf über 309 Milliarden Aufrufe bei rund 52 Millionen Beiträgen. Damit ist BookTok längst keine kleine Nische mehr, sondern eine der größten themenbezogenen Communitys der Plattform, mit eigenen Untergruppen für einzelne Genres von Fantasy bis Sachbuch.

Wie groß der Einfluss auf den Buchmarkt ist

BookTok hat nachweislich Buchverkäufe beeinflusst: Mehrere Titel schafften es aufgrund von BookTok-Videos auf die Bestsellerliste der New York Times, teils Jahre nach ihrem eigentlichen Erscheinungsdatum. Die Buchhandelskette Barnes & Noble richtete eigene BookTok-Regale im Laden und online ein. Für 2025 wird berichtet, dass in Europa rund 50 Millionen Bücher über BookTok-Empfehlungen verkauft wurden, mit einem Umsatz von etwa 800 Millionen Euro in den wichtigsten Buchmärkten. Mehr als ein Drittel der 16- bis 39-Jährigen entdeckt neue Bücher demnach über die Plattform, was BookTok von einem reinen Nischenphänomen zu einem wirtschaftlich relevanten Faktor im Buchhandel gemacht hat.

Die Ästhetik rund ums Lesen

Neben den reinen Buchempfehlungen hat sich innerhalb von BookTok eine eigene visuelle Kultur entwickelt. Farbige Buchschnitte, aufwendig gestaltete Cover mit Folienprägung und farblich abgestimmte Bücherregale werden dabei selbst zu Lifestyle-Objekten, die in Videos gezeigt werden. Die physische Gestaltung eines Buches ist damit längst nicht mehr nur Nebensache, sondern Teil dessen, was in der Community gezeigt und besprochen wird. Verlage reagieren inzwischen gezielt auf diese Entwicklung und bringen limitierte Sonderausgaben mit genau diesen optischen Merkmalen heraus, um in entsprechenden Videos aufzutauchen.

Wo Matcha ins Bild kommt

In der Beschreibung dieser Lese-Ästhetik taucht Matcha konkret auf: Eine typische Ausstattung besteht demnach aus farbigen Markierungstabs, einem Matcha-Latte, einer selbst gezeichneten Fantasiekarte zum Buch und einer Kerze, die nach einem fiktiven Königreich benannt ist. Matcha wird hier also nicht als eigener Trend beschrieben, sondern als ein wiederkehrendes Detail innerhalb der größeren BookTok-Ästhetik, neben anderen kleinen, gestalterischen Elementen rund ums Lesen. Das Getränk erscheint dabei meist am Bildrand, während das Buch selbst im Zentrum der Aufnahme bleibt.

Warum ein ruhiges Getränk zum Lese-Setup passt

Rein optisch fügt sich ein helles, grünes Getränk gut in die insgesamt ruhige, oft warm ausgeleuchtete Bildsprache von Leseecken ein, wie sie auch abseits von BookTok als eigener Einrichtungstrend beschrieben wird: eine bequeme Sitzgelegenheit, weiches Licht und ein kleiner Tisch für Tasse und Buch. Matcha übernimmt darin dieselbe Funktion wie andere Heißgetränke auch, nämlich als ruhiges Detail neben dem eigentlichen Mittelpunkt, dem Buch selbst. Ein Milchaufschäumer, wie er auch für Kaffee genutzt wird, gehört in vielen dieser Aufnahmen ebenfalls zur gezeigten Ausstattung neben dem Buchstapel.

Kein eigener Buchclub, aber eine sichtbare Kombination

Wichtig für die Einordnung bleibt: Es handelt sich nicht um einen eigenständigen, unter einem festen Namen laufenden „Matcha-Buchclub“, sondern um eine wiederkehrende Kombination innerhalb der viel größeren BookTok-Bewegung. Wer eine ruhige Café-Alternative zum Lesen sucht, findet eine Einordnung dazu auch im Artikel „Matcha im Buchcafé: eine ruhige Getränkekarte“, der die Situation aus Sicht konkreter Orte statt aus Sicht von Social-Media-Content beschreibt. Beide Perspektiven, die Online-Ästhetik und der reale Ort, ergänzen sich, ohne dass eine der beiden den Begriff Buchclub im engeren Sinn für sich beanspruchen kann.

Wie sich das Setup zuhause nachbauen lässt

Wer die Kombination aus Buch und Getränk zuhause nachstellen möchte, braucht dafür wenig: eine ruhige Ecke mit gutem Licht, eine bequeme Sitzgelegenheit und ein Getränk, das sich in wenigen Minuten zubereiten lässt, ohne die Lesezeit zu unterbrechen. Matcha eignet sich dafür praktisch, weil die Zubereitung mit Bambusbesen und heißem Wasser deutlich schneller geht als etwa das Aufsetzen einer ganzen Kanne Tee, und weil sich das fertige Getränk über einen längeren Zeitraum trinken lässt, ohne kalt zu werden wie ein klassischer Kaffee.

Was BookTok von klassischen Buchclubs unterscheidet

Ein klassischer Buchclub trifft sich in der Regel in festem Rhythmus, liest gemeinsam einen einzelnen Titel und bespricht ihn danach persönlich oder online. BookTok funktioniert anders: Es gibt keine feste Gruppe und keinen verbindlichen Lesezeitraum, stattdessen veröffentlichen einzelne Nutzerinnen und Nutzer unabhängig voneinander Videos zu Büchern, die andere dann in ihrem eigenen Tempo aufgreifen. Die Ästhetik mit Getränk, Markierungstabs und Kerze ersetzt damit nicht das gemeinsame Gespräch eines klassischen Buchclubs, sondern dokumentiert eher die individuelle Lesesituation einer einzelnen Person für ein Publikum, das diese Situation von außen betrachtet, ohne selbst Teil eines festen Gesprächskreises zu sein. Wer trotzdem einen echten Austausch sucht, findet ihn eher in den Kommentarspalten unter einzelnen BookTok-Videos oder in eigens dafür angelegten Chatgruppen als in der reinen Bildsprache der Videos selbst.

Wie sich die Ästhetik auf andere Getränke überträgt

Matcha ist in der beschriebenen Ausstattung kein zwingender Bestandteil, sondern ein austauschbares Detail neben Markierungstabs, Kerze und Fantasiekarte. In vielen vergleichbaren Videos steht statt Matcha ein anderes Getränk im Bild, etwa ein Kräutertee, ein Cappuccino oder ein einfaches Glas Wasser mit Zitrone. Entscheidend für die Ästhetik ist weniger das konkrete Getränk als die insgesamt ruhige, aufgeräumte Bildkomposition drumherum. Matcha hat dabei aber einen praktischen Vorteil gegenüber vielen Alternativen: Die intensive grüne Farbe hebt sich in einem sonst überwiegend beigen oder warmen Farbschema deutlich ab und liefert damit einen optischen Akzent, den ein neutraler Kräutertee oder ein braunes Kaffeegetränk in derselben Umgebung nicht in gleicher Form bietet. Wer die Ästhetik fotografiert statt filmt, profitiert von diesem Kontrast besonders deutlich, weil ein einzelnes Standbild stärker von klaren Farbflächen lebt als ein bewegtes Video, in dem sich der Blick ohnehin über mehrere Sekunden verteilt. Auch bei der Wahl des Buches selbst zeigt sich dieser Effekt: Ein Cover mit hellem, neutralem Einband hebt das grüne Getränk daneben deutlicher hervor als ein bereits sehr farbenfroh gestaltetes Cover, das mit dem Getränk um denselben visuellen Raum konkurrieren würde. Auch die Wahl des Untergrunds spielt eine Rolle: Ein heller Holztisch oder eine schlichte Decke sorgt für einen ruhigeren Rahmen als ein gemustertes Tischtuch, auf dem sowohl Buchcover als auch Getränk optisch untergehen können, statt als klar erkennbare Elemente hervorzutreten. Für Videos kommt als dritter Faktor das Licht hinzu: Tageslicht von der Seite zeichnet die grüne Farbe des Getränks deutlich natürlicher als hartes Deckenlicht, das dem Grün häufig einen leicht gelblichen Farbstich gibt und den insgesamt ruhigen Eindruck der Szene abschwächt. Wer regelmäßig ähnliche Aufnahmen macht, merkt sich am besten eine feste Tageszeit mit gutem, indirektem Licht, etwa den späten Vormittag an einem Fenster ohne direkte Sonneneinstrahlung, um wiederkehrend vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, ohne für jede Aufnahme neu experimentieren zu müssen.

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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