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Zubereitung

Matcha-Konzentrat selber machen – 10 Gramm auf 200 Milliliter

Wer Matcha nicht nur pur trinkt, schlägt jedes Mal aufs Neue Pulver in Wasser auf – für den Latte, für die Limonade, für den Smoothie. Ein Matcha-Konzentrat nimmt dir diesen Schritt ab: einmal ansetzen, mehrfach verwenden. Hier stehen das Grundverhältnis, die Physik dahinter und die Grenzen, die du kennen solltest.

Was ein Matcha-Konzentrat ist

Ein Matcha-Konzentrat ist eine Vorlösung mit deutlich mehr Pulver pro Milliliter, als du sie trinken würdest. Statt 2 Gramm auf 100 Milliliter setzt du zum Beispiel 10 Gramm auf 200 Milliliter an – das ist die zweieinhalbfache Stärke der Alltagsschale. Aus dieser Basis füllst du dann einzelne Getränke ab: 40 Milliliter Konzentrat entsprechen rund 2 Gramm Pulver und damit einer Portion. Der Sinn liegt im Zeitgewinn und in der Gleichmäßigkeit. Du siebst und schlägst einmal statt fünfmal, und jede Portion schmeckt gleich stark – was bei fünf einzeln geschlagenen Schalen selten der Fall ist. Der Preis dafür: Der feine Schaum einer frisch geschlagenen Schale lässt sich nicht aufbewahren. Für eine puristische Usucha-Schale ist das Konzentrat also der falsche Weg. Für alles, was danach kommt – Latte, kalte Getränke, Backen, Desserts – ist es die praktischste Vorbereitung, die es gibt, und der Grund, warum Cafés in der Rushhour genauso arbeiten.

Das Grundverhältnis: 10 Gramm auf 200 Milliliter

Setz die Basis so an: 10 Gramm Pulver durch ein feines Sieb in ein hohes Gefäß geben, mit 200 Millilitern Wasser bei 70 bis 80 Grad aufgießen und kräftig aufschlagen, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Bei dieser Menge ist ein elektrischer Milchaufschäumer oder ein Stabmixer sinnvoller als der Bambusbesen, weil du gegen deutlich mehr Pulver anarbeitest. Danach in eine Flasche umfüllen und kühl stellen. Die Umrechnung für den Alltag: 40 Milliliter Konzentrat sind eine Portion, 200 Milliliter reichen also für fünf Getränke. Willst du es stärker, gehst du auf 10 Gramm in 150 Milliliter und rechnest mit 30 Millilitern je Portion. Schwächer als 10 Gramm auf 250 Milliliter lohnt sich nicht, weil du dann nur noch verdünnten Tee in der Flasche hast und der Platzvorteil verschwindet. Verwende weiches Wasser, wenn dein Leitungswasser sehr hart ist – in dieser Dichte fällt Kalkgeschmack stärker auf.

Warum sich das Konzentrat absetzt – und das normal ist

Beim ersten Mal wirkt es wie ein Fehler: Nach einer Stunde im Kühlschrank liegt unten eine dichte grüne Schicht, oben steht fast klares Wasser. Das ist kein Verderben, sondern Physik. Matcha bildet mit Wasser eine Suspension – ein heterogenes Stoffgemisch aus einer Flüssigkeit und darin fein verteilten Feststoffteilchen. Lässt man eine Suspension stehen, sinkt der Feststoff mit größerer Dichte langsam auf den Boden und bildet ein Sediment. Gelöst war das Pulver nie, es schwebte nur. Genau deshalb gilt: Suspensionen sind nur dann gleichmäßig, wenn sie sich leicht und rasch wieder aufschütteln lassen. Praktisch heißt das, die Flasche vor jedem Abfüllen fünf Sekunden kräftig zu schütteln – dann hast du wieder dieselbe Stärke wie beim Ansetzen. Wer das vergisst, hat die ersten zwei Getränke zu schwach und das letzte viel zu stark. Nimm deshalb eine Flasche mit weitem Hals und dichtem Verschluss, kein offenes Krüglein.

In der zweieinhalbfachen Stärke fällt jeder Fehler auf

Ein Konzentrat ist ein Verstärker – in beide Richtungen. Zehn Gramm auf einmal aufgeschlagen zeigen dir sofort, wie fein das Pulver gemahlen ist: Grobe Ware bleibt körnig, setzt sich in Minuten ab und schmeckt sandig, feines Pulver aus der Steinmühle bleibt länger in der Schwebe und fühlt sich glatt an. Genauso beim Geschmack: Herbe Noten aus späten Erntedurchgängen sind bei dieser Stärke nicht mehr zu übersehen, auch wenn du später Milch dazugibst. Deshalb lohnt sich für die Basis ein Pulver aus erster Ernte, rund vier Wochen beschattet, von Hand gepflückt und steingemahlen – wie der MATCHASHOCK Bio-Matcha, laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide und ohne Zusätze. Es gibt noch einen zweiten Grund, hier nicht am Pulver zu sparen: Du setzt auf einmal an, was sonst fünf einzelne Schalen wären. Ein Fehler beim Ansetzen zieht also nicht eine Tasse ins Herbe, sondern gleich die ganze Flasche.

Kalt oder warm ansetzen?

Beides funktioniert, und beides ergibt ein anderes Ergebnis. Warm angesetzt – mit Wasser bei 70 bis 80 Grad – verteilt sich das Pulver leichter, du bekommst schneller eine glatte Basis, und der Geschmack ist kräftiger. Der Nachteil: Die herben Catechine gehen bei höherer Temperatur schneller und vollständiger ins Wasser über, das Konzentrat wird also herber als ein kalter Ansatz. Kalt angesetzt rührst oder schüttelst du dieselben 10 Gramm in 200 Milliliter kaltes Wasser und stellst die Flasche mehrere Stunden in den Kühlschrank. Das Ergebnis ist spürbar milder und eignet sich besser für Iced Latte, Limonaden und alles, was ohnehin kalt getrunken wird. Für warme Getränke nimmst du besser den warmen Ansatz, weil ein kalter Ansatz beim Auffüllen mit heißer Milch das Getränk herunterkühlt. Die verschiedenen kalten Verfahren mit genauen Zeiten stehen im Wissensartikel „Matcha kalt zubereiten“.

Was du mit der Basis alles machst

Der Latte ist der offensichtliche Fall: 40 Milliliter Konzentrat in ein Glas, mit 150 bis 200 Millilitern Milch oder Haferdrink auffüllen, fertig. Zweitens Limonaden und Sprudelgetränke: 40 Milliliter Konzentrat, Mineralwasser, ein Spritzer Zitrone oder Limette. Drittens Eiswürfel: Konzentrat in eine Form gießen und einfrieren – die Würfel verdünnen deinen Iced Latte beim Schmelzen nicht, sondern verstärken ihn. Viertens Backen und Desserts: Überall dort, wo ein Rezept Matcha in Flüssigkeit verlangt, kannst du die Basis einsetzen, solange du die Flüssigkeitsmenge im Rezept entsprechend reduzierst. Fünftens Gäste: Aus einer Flasche bedienst du eine ganze Runde in zwei Minuten, statt Schale für Schale zu schlagen – wie du einen Abend damit planst, steht im Wissensartikel „Matcha für Gäste“. Wer eine süße Variante will, setzt aus derselben Basis einen Matcha-Sirup an: 5 Gramm Pulver, 100 Milliliter Wasser bei 70 bis 80 Grad und 100 Gramm Zucker glatt rühren, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat, dann abkühlen lassen und in eine Flasche füllen. Davon rechnest du 20 Milliliter je Getränk – in kalter Milch oder in Sprudel verteilt sich der Sirup sofort, ohne dass Kristalle am Boden liegen bleiben.

Aufbewahren – und wie viel du ansetzen solltest

Setz nur so viel an, wie du am selben oder nächsten Tag verbrauchst. Angesetzter Matcha steht nicht besser da als jedes andere zubereitete Getränk: Er gehört in eine dicht verschlossene Flasche und in den Kühlschrank, nicht auf die Arbeitsplatte. Farbe und Aroma bauen mit der Zeit ab, weil das Pulver nun dauerhaft mit Wasser, Luft und Licht in Kontakt ist – ein Zustand, gegen den die luftdichte Dose das trockene Pulver sonst gerade schützt. Zwei Portionen Vorsprung sind praktisch, eine Wochenration ist es nicht. Wenn du wirklich für mehrere Tage vorarbeiten willst, ist Einfrieren in Würfeln der bessere Weg als eine große Flasche im Kühlschrank. Wie sich das mit der übrigen Wochenvorbereitung verzahnt, von Portionsgläsern über Cold Brew bis zu Eiswürfeln, steht im Wissensartikel „Matcha Meal Prep“. Als Faustregel für die Planung: 10 Gramm ergeben fünf Getränke, eine 30-Gramm-Dose also drei solche Ansätze oder rund 15 Portionen. Damit ist die Vorratsfrage beantwortet, bevor sie sich stellt – eine kleine Dose aus erster Ernte reicht für den Einstieg vollkommen aus.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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