Zubereitung
Matcha im Honig: die Kurzanleitung ohne Hitze
Für Matcha-Honig rührst du 1 bis 2 Gramm Matcha in zimmerwarmen, nicht erhitzten Honig ein, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind. Der wichtigste Punkt dabei: Honig sollte für dieses Rezept nie über 40 Grad erwärmt werden, sonst verändert sich seine Konsistenz und ein Teil seiner Inhaltsstoffe geht verloren.
Warum Honig beim Erwärmen empfindlich ist
Honig besteht überwiegend aus Frucht- und Traubenzucker und hat einen Wassergehalt von 15 bis 21 Prozent, bei manchen Sorten bis 23 Prozent. Für die Erhaltung seiner Inhaltsstoffe ist vor allem die kühle Lagerung wichtig; wird Honig über 40 Grad erwärmt, gehen wichtige Inhaltsstoffe und Enzyme verloren, in der Mikrowelle sinkt der Enzymgehalt sogar innerhalb weniger Sekunden auf null. Bei idealer, kühler und dunkler Lagerung zwischen 4 und 15 Grad hält sich Honig dagegen mehrere Jahre. Für Matcha-Honig heißt das: Rühren statt Erhitzen.
Zutaten für ein kleines Glas
100 Gramm flüssiger Honig und 1 bis 2 Gramm Matcha. Ist der Honig bereits kristallisiert und fest, reicht ein kurzes Wasserbad von deutlich unter 40 Grad, gerade so warm, dass er wieder streichfähig wird, ohne dabei heiß zu werden. Ein sauberes, trockenes Glas mit gut schließendem Deckel für die Aufbewahrung.
Zubereitung Schritt für Schritt
Matcha durch ein feines Sieb direkt in den Honig streuen, um grobe Klümpchen von vornherein auszuschließen. Mit einem kleinen Löffel oder einer Gabel gründlich verrühren, bis sich das Pulver vollständig verteilt hat und die Masse gleichmäßig grün-golden aussieht. In das vorbereitete Glas füllen und verschließen. Wer eine größere Menge auf Vorrat mischen will, arbeitet am besten mit einem breiten Glas statt eines schmalen, damit sich der Löffel beim Rühren frei bewegen kann und das Pulver nicht an den Rändern hängen bleibt. Ein Etikett mit Datum auf dem Glas hilft dabei, den Überblick zu behalten, da Matcha-Honig sich äußerlich kaum von reinem Honig unterscheidet, sobald die Farbe nach einigen Tagen etwas nachgedunkelt ist.
Woran du den richtigen Punkt erkennst
Fertig verrührter Matcha-Honig zeigt keine dunkelgrünen Punkte mehr, wenn du mit dem Löffel durch das Glas fährst, sondern eine gleichmäßige Farbe. Bleiben trotzdem einzelne Klümpchen sichtbar, hilft weiteres, geduldiges Rühren über ein bis zwei Minuten – dabei nicht die Temperatur erhöhen, sondern einfach länger von Hand arbeiten.
Verwendung und Aufbewahrung
Matcha-Honig eignet sich zum Süßen von kaltem oder handwarmem Tee, für Joghurt oder als Topping auf Porridge – immer erst nach dem Erhitzen der übrigen Zutaten dazugeben, damit die Wärme den Honig nicht unnötig belastet. Kühl, dunkel und trocken gelagert bei 4 bis 15 Grad hält sich die Mischung ähnlich lange wie reiner Honig, bei Zimmertemperatur über 18 Grad verändert er sich dagegen schon nach kurzer Zeit. Auf einer Scheibe Brot mit Butter oder als Süße im Müsli lässt sich Matcha-Honig genauso einsetzen wie normaler Honig, nur eben mit dem zusätzlichen grünen Ton und der leicht herben Note des Pulvers. Wer die Mischung für ein Dressing verwenden will, verrührt sie mit etwas Essig oder Zitronensaft und Öl, wobei der Honig als natürlicher Emulgator dabei hilft, dass sich Öl und Säure nicht sofort wieder trennen. So wird aus zwei einfachen Zutaten eine kleine, vielseitige Grundlage für Küche und Frühstückstisch, die sich mit wenig Aufwand immer wieder frisch ansetzen lässt, sobald das letzte Glas aufgebraucht ist. Wer mehrere Gläser gleichzeitig ansetzt, beschriftet sie am besten mit dem Ansatzdatum, damit die älteste Charge immer zuerst aufgebraucht wird.
Selbst mischen und worauf das Pulver ankommt
Was tatsächlich auf einer Matcha-Dose stehen muss und was nur Werbung ist, erklärt der Wissensartikel „Matcha-Etikett lesen: was auf der Dose stehen muss und was nur Werbung ist“. Für die Farbe und den milden Geschmack im Honig zählt die Feinheit des Pulvers: fein steingemahlener MATCHASHOCK Bio-Matcha aus erster Ernte löst sich rückstandsfrei im kalten Honig auf und bleibt mild statt bitter, während grobes Pulver oft körnig bleibt und schneller einen bitteren Unterton zeigt.
Vom Honigglas zur reinen Schale
Im Honig trägt Matcha nur einen kleinen Teil des Geschmacks neben der Süße selbst. Wer den vollen Ton pur erleben will, braucht zwei Gramm Pulver auf 60 bis 80 Milliliter Wasser mit rund 75 Grad, ganz ohne Honig dazwischen. Wie stark ein Pulver überhaupt zieht, hängt von der Erntezeit ab, wie der Wissensartikel „Matcha-Ernte: warum die erste Pflückung im Mai alles entscheidet“ beschreibt. Die Ernte entscheidet über beides.
Häufige Fehler beim Mischen
Der häufigste Fehler ist Ungeduld: Wer nach wenigen Sekunden Rühren aufgibt, weil der Honig zäh und träge fließt, lässt meist noch kleine Klümpchen zurück, die erst nach längerem, geduldigem Rühren vollständig aufgehen. Ein zweiter Fehler ist ein feuchter Löffel oder ein noch nasses Glas: Schon wenig Wasser im Honig kann die Gärung begünstigen, weil der Wassergehalt dadurch über die kritische Marke steigt – Werkzeug und Glas deshalb wirklich trocken verwenden. Wer kristallisierten Honig zu stark erwärmt, um ihn schneller flüssig zu bekommen, verliert genau die Eigenschaften, die das Rezept eigentlich bewahren soll. Wird das Matcha zu grob durch ein weitmaschiges Sieb gestreut, gelangen größere Krümel in den Honig, die sich auch durch langes Rühren nicht mehr vollständig auflösen – ein feines Teesieb arbeitet hier zuverlässiger als ein normales Küchensieb.
Menge anpassen und Vorrat
Die angegebene Menge reicht für ein kleines Glas von etwa 100 Gramm; für einen größeren Vorrat lässt sich das Verhältnis von 1 bis 2 Gramm Matcha auf 100 Gramm Honig beliebig hochrechnen, ohne dass sich an der Methode etwas ändert. Wer regelmäßig Matcha-Honig verwendet, mischt kleinere Portionen häufiger frisch an, statt einen großen Vorrat auf einmal anzusetzen – so bleibt die Farbe kräftig, und es muss nicht extra abgewogen werden, wie viel von einem großen Glas schon älter ist. Als kleines Geschenk eignet sich ein Glas Matcha-Honig mit einem handgeschriebenen Etikett und einem Hinweis auf die Mischung, weil viele Menschen die Kombination noch nicht kennen und sich über die Erklärung freuen. Wer Matcha-Honig regelmäßig für Tee verwendet, rührt ihn direkt im noch handwarmen, nicht mehr kochenden Getränk unter, sodass sich die Süße gleichmäßig verteilt, ohne dass die empfindlichen Inhaltsstoffe des Honigs zusätzlich durch die Tassenhitze leiden. Auf einem Frühstücksbrot mit Frischkäse oder auf einem Pfannkuchen sorgt der grüne Farbton zusätzlich für einen auffälligen optischen Akzent, ganz ohne künstliche Farbstoffe.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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