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Zubereitung

Matcha-Donuts: gebackene Ringe mit grüner Glasur

Matcha-Donuts lassen sich klassisch aus Hefeteig frittieren oder unkomplizierter im Ofen backen. Die gebackene Variante braucht keine Fritteuse und keine Ölthermometer-Kontrolle, dafür eine Donutform, und wird nach dem Backen in eine dünne Matcha-Glasur getaucht.

Frittiert oder gebacken – zwei Wege zum Ring

Ein Donut ist laut Fachbeschreibung ein handtellergroßer amerikanischer Krapfen aus Hefeteig oder Mürbeteig, der in Fett frittiert und anschließend glasiert wird. Die charakteristische Ringform setzte sich im 19. Jahrhundert durch. In Europa waren Donuts lange kaum bekannt und wurden erst um die Jahrtausendwende populärer. Für die eigene Küche ist die gebackene Variante im Ofen der einfachere Einstieg, weil sie ohne heißes Fett auskommt und trotzdem einen ähnlichen Ring mit weicher Krume ergibt.

Zutaten für sechs Donuts

150 Gramm Mehl, 1 Teelöffel Backpulver, 70 Gramm Zucker, eine Prise Salz, 1 Ei, 60 Milliliter Milch, 30 Gramm geschmolzene Butter und 3 Gramm Matcha für den Teig. Für die Glasur 80 Gramm Puderzucker, 15 Milliliter Wasser oder Milch und 1 Gramm Matcha. Eine Donutform mit sechs Vertiefungen wird vor dem Befüllen leicht eingefettet. Wer keine Donutform besitzt, kann ersatzweise eine Muffinform mit einem kleinen, eingefetteten Glas oder Förmchen in der Mitte jeder Vertiefung improvisieren, das nach dem Backen wieder herausgenommen wird und so das charakteristische Loch hinterlässt. Für die Glasur eignet sich statt Wasser auch etwas Milch, was sie geschmeidiger und milder im Geschmack macht, ohne dass sich an der Konsistenz grundlegend etwas ändert. Wer den Teig süßer mag, erhöht den Zuckeranteil im Teig leicht, sollte dabei aber die Glasur dann eher etwas weniger süß halten, damit das Gesamtbild nicht zu süß wirkt. Kleine Streusel oder gehackte Pistazien auf der noch feuchten Glasur setzen zusätzlich einen farblichen Akzent.

Zubereitung Schritt für Schritt

Mehl, Backpulver, Zucker, Salz und Matcha vermischen. Ei, Milch und geschmolzene Butter verquirlen und unterrühren, bis ein glatter, dickflüssiger Teig entsteht. In einen Spritzbeutel füllen und die Donutform bis knapp unter den Rand befüllen. Bei 180 Grad Ober-/Unterhitze 12 bis 15 Minuten backen. Nach dem Auskühlen Puderzucker mit Flüssigkeit und Matcha glattrühren und die Donuts kopfüber eintauchen.

Woran du den richtigen Punkt erkennst

Die gebackenen Ringe sind fertig, wenn sie beim leichten Drücken zurückfedern und ein Holzstäbchen sauber herauskommt. Wer die frittierte Variante wagt, sollte das Öl auf etwa 175 bis 180 Grad bringen – ein Holzstäbchen im Öl bildet dann feine, gleichmäßige Bläschen. Ist das Öl zu heiß, wird die Kruste dunkel, bevor der Teig innen durchgegart ist; ist es zu kühl, ziehen die Donuts zu viel Fett und werden fettig statt fluffig.

Varianten und Aufbewahrung

Statt der Glasur lässt sich auch Puderzucker pur aufstäuben, für mehr Biss passen geröstete Kokosraspeln auf der noch feuchten Glasur. Eine gefüllte Variante entsteht, indem der fertige, ausgekühlte Ring seitlich angestochen und mit Matcha-Ganache befüllt wird. Frisch schmecken Matcha-Donuts am besten, am nächsten Tag in einer Dose verpackt bleiben sie noch weich, verlieren aber an Glanz. Für eine zweifarbige Optik lässt sich ein Teil des Teigs ohne Matcha anrühren und abwechselnd mit dem grünen Teig in die Form gespritzt, was ein marmoriertes Muster im fertigen Ring ergibt. Wer die Donuts für eine Feier vorbereitet, backt sie am Vortag ungeglasiert, verpackt sie luftdicht und glasiert sie erst am Tag des Servierens frisch, damit die Glasur glänzend und nicht schon angetrocknet wirkt.

Selbst backen oder Rezeptkarte nutzen

Eine feste Mengenangabe zur gebackenen Variante bietet das Rezept „Matcha-Donuts (gebacken)“ auf der Seite. Für die Farbe der Glasur zählt die Feinheit des Pulvers: fein steingemahlener MATCHASHOCK Bio-Matcha aus erster Ernte löst sich klümpchenfrei im Puderzucker auf und bleibt mild statt bitter, während grobes Pulver oft dunkle Punkte in der Glasur hinterlässt. Wie viel Matcha-Schokolade insgesamt im Handel steckt, beschreibt der Wissensartikel „Matcha-Schokolade: die stärkste Kategorie im Regal“.

Vom Donut zur reinen Schale

Im Donut trägt Matcha nur einen kleinen Teil des Geschmacks, der Rest kommt von Zucker und Teig. Wer den vollen Ton erleben will, braucht zwei Gramm Pulver auf 60 bis 80 Milliliter Wasser mit rund 75 Grad, ganz ohne Glasur dazwischen. So zeigt sich am ehrlichsten, ob ein Pulver mild bleibt oder schnell bitter wird. Die Ernte und die Feinheit der Vermahlung entscheiden über beides.

Häufige Fehler bei der gebackenen Variante

Werden die Ringe an der Oberfläche rissig statt glatt, war der Ofen zu heiß eingestellt oder die Form zu voll befüllt, sodass der Teig beim Aufgehen förmlich aufplatzt; eine Stufe herunterregeln und die Form nur bis knapp unter den Rand füllen behebt das meist. Bleibt die Glasur trotz Abkühlens dünnflüssig und läuft vom Donut, war zu viel Flüssigkeit im Verhältnis zum Puderzucker – einfach löffelweise mehr Puderzucker einrühren, bis sie zäh vom Löffel tropft statt zu laufen. Werden die Donuts nach dem Backen innen klebrig statt trocken-fluffig, waren sie zu kurz im Ofen, auch wenn die Oberfläche schon fertig aussah. Wird die Glasur zu früh auf noch warme Donuts gegeben, zerläuft sie sofort und bildet keine geschlossene Schicht – die Ringe deshalb vollständig auf einem Gitter auskühlen lassen, bevor sie eingetaucht werden.

Menge anpassen und Aufbewahrung

Die angegebene Menge ergibt sechs Donuts, für eine größere Runde lässt sich der Teig im gleichen Verhältnis verdoppeln, wobei mehrere Formen nacheinander gebacken werden müssen, falls nur eine Donutform vorhanden ist. Ungeglasurte Donuts halten sich in einer Dose zwei Tage und lassen sich portionsweise glasieren, sodass immer nur so viele fertig verziert werden, wie tatsächlich gegessen werden – die Glasur verliert sonst schon am nächsten Tag an Glanz. Für unterschiedliche Größen eignet sich neben der klassischen Donutform mit sechs großen Vertiefungen auch eine Mini-Form für kleine Häppchen, die sich gut für ein Buffet oder als Kindergeburtstags-Snack eignen, wobei sich die Backzeit bei kleineren Formen auf etwa 8 bis 10 Minuten verkürzt. Wer die frittierte Variante ausprobieren will, arbeitet am besten mit einem Hefeteig, der nach dem ersten Gehen zu Ringen geformt, ein zweites Mal 20 bis 30 Minuten gehen gelassen und erst dann portionsweise ins heiße Öl gegeben wird, damit die Ringe beim Frittieren gleichmäßig aufgehen. Überschüssiges Fett nach dem Frittieren auf Küchenpapier abtropfen lassen, bevor die Donuts glasiert werden, sonst zieht die Glasur beim Auftragen Fettflecken.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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