Zubereitung
So gelingt die grüne Concha mit Matcha-Zuckerkruste
Eine Concha ist ein mexikanisches Hefegebäck mit einer knusprigen Zuckerkruste in einem charakteristischen Muschelmuster, meist in Schokolade oder Vanille. Die Matcha-Version ersetzt diese klassischen Aromen durch eine grüne Matcha-Kruste – bekannt geworden durch die texanische Bäckerei Pan Pan, aber mit einer Grundtechnik, die sich in jeder Küche nachbauen lässt.
Was eine Concha im Kern ausmacht
Eine Concha besteht aus zwei Teilen: einem weichen, brioche-ähnlichen Hefeteig-Brötchen und einer separat zubereiteten Zuckerkruste aus Mehl, Butter und Zucker, die vor dem Backen in Streifen auf den Teigling geritzt wird und dem Gebäck sein namensgebendes, muschelartiges Muster gibt. Die genaue Herkunft der Concha ist historisch nicht vollständig geklärt, viele Fachleute vermuten einen Ursprung bei französischen Bäckern, die sich während der Kolonialzeit in Mexiko niederließen; das erste dokumentierte Rezept stammt aus dem Jahr 1820. Üblich sind Geschmacksrichtungen wie Schokolade, Vanille oder Erdbeere – die Grundform aus Brötchen plus Kruste bleibt dabei immer gleich.
Die Matcha-Version: bekannt geworden in Texas
Die texanische Bäckerei Pan Pan hat mit ihrer Matcha Concha gezeigt, wie sich die klassische Form mit einer neuen Zutat verändern lässt: Statt Kakao oder Vanille kommt Matcha in die Zuckerkruste, während der Brötchenteig selbst weitgehend unverändert bleibt. Diese Idee lässt sich unabhängig vom konkreten Ursprung in jeder Küche nachvollziehen, weil sie technisch einfach ist – nur die Farbe und ein Teil des Aromas in der Kruste ändern sich, die aufwendigere Teigarbeit bleibt dieselbe wie bei jeder anderen Concha. Wer schon einmal ein anderes Hefegebäck gebacken hat, findet sich bei einer Matcha-Concha schnell zurecht, auch ohne Vorerfahrung mit mexikanischem Gebäck.
Der Grundteig für die Concha
Für den Teig werden Mehl, Zucker, Hefe, Salz, Milch, Butter und ein Ei zu einem weichen, elastischen Teig verknetet, der an einem warmen Ort rund eine Stunde gehen muss, bis er sich sichtbar vergrößert hat. Nach dem Gehen wird der Teig in gleich große Portionen geteilt und zu runden Kugeln geformt, die auf einem Backblech mit ausreichend Abstand ruhen, während die Kruste vorbereitet wird. Wichtig ist, den Teig nicht zu trocken zu kneten – ein etwas klebriger, weicher Teig sorgt später für die typische, fluffige Krume, die eine gute Concha von einem einfachen Brötchen unterscheidet. Nach dem Formen der Kugeln braucht der Teig eine zweite, kürzere Ruhephase von etwa zwanzig Minuten, bevor die Kruste aufgelegt wird – wird dieser Schritt übersprungen, geht der Teig im Ofen ungleichmäßig auf und die aufgelegte Kruste reißt an unvorhersehbaren Stellen statt entlang der vorgesehenen Rillen. Wer wenig Erfahrung mit Hefeteig hat, erkennt den richtigen Zeitpunkt am besten mit einem einfachen Test: Drückt man vorsichtig mit dem Finger in den Teig und die Delle federt langsam nur teilweise zurück, ist der Teig bereit für den nächsten Schritt; springt sie sofort vollständig zurück, braucht der Teig noch etwas mehr Zeit. Dieser einfache Fingertest funktioniert bei so gut wie jedem Hefeteig und ist zuverlässiger als eine feste Zeitangabe, weil die Gehzeit stark von der Raumtemperatur und der Aktivität der verwendeten Hefe abhängt und deshalb von Küche zu Küche unterschiedlich ausfallen kann.
Die Matcha-Zuckerkruste
Für die Kruste werden weiche Butter, Puderzucker und Mehl zu einer streichfähigen, nicht klebrigen Paste verknetet, in die zwei bis drei Teelöffel Matcha pro 100 Gramm Mehl eingearbeitet werden. Die Paste wird zu dünnen Platten ausgerollt, mit einem Ausstecher in der Größe der Teigkugeln zugeschnitten und vorsichtig auf die ungebackenen Teiglinge gelegt. Mit einem kleinen Messer oder einem speziellen Concha-Stempel werden anschließend gebogene Streifen in die Kruste geritzt, die das typische Muschelmuster ergeben. Diese Kruste bricht beim Backen leicht auf und bildet den charakteristischen Kontrast zwischen knuspriger Oberfläche und weichem Teig darunter.
Backen: warum Temperatur und Zeit hier besonders zählen
Gebacken wird bei rund 180 Grad für vierzehn bis achtzehn Minuten, bis die Kruste fest, aber nicht dunkel geworden ist. Wie „Mit Matcha backen: was Hitze mit Farbe und Geschmack macht“ erklärt, verliert Matcha bei zu hoher oder zu langer Hitzeeinwirkung an Farbe und wird bitterer. Bei einer Concha betrifft das vor allem die Kruste, die direkt der Ofenhitze ausgesetzt ist, während der Teig darunter besser geschützt bleibt. Ein Blick durch die Ofentür in den letzten Minuten lohnt sich deshalb mehr als eine starre Zeitangabe – sobald die Kruste an den Rissen leicht golden statt dunkelbraun wirkt, sind die Concha fertig.
Welches Pulver für die Kruste zählt
Weil die Kruste nur kurz, aber bei hoher Hitze gebacken wird, zählt ein Pulver, das auch danach noch Farbe zeigt, statt schon vor dem Backen blass zu wirken. Der MATCHASHOCK Bio-Matcha eignet sich dafür: bio nach EU-Öko-Verordnung, aus erster Ernte, von Hand gepflückt und fein steingemahlen, laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide und doppelt luftdicht versiegelt, damit die Farbe bis zum Backtag erhalten bleibt. Zwei bis drei Teelöffel auf 100 Gramm Mehl in der Kruste reichen für ein deutliches Grün – wer mehr nimmt, riskiert vor allem eine bittere statt eine kräftigere Kruste.
Warum sich das Muschelmuster lohnt, auch wenn es Zeit kostet
Das Ritzen der Zuckerkruste in das typische Muschelmuster wirkt zunächst wie ein rein dekoratives Detail, hat aber auch eine praktische Funktion: Die Rillen sorgen dafür, dass die Kruste beim Aufgehen des Teigs kontrolliert aufreißt, statt willkürlich in großen Stücken abzuplatzen. Ohne dieses Ritzen kann die Kruste beim Backen unregelmäßig aufbrechen oder sich stellenweise ganz vom Teig lösen. Für das Ritzen eignet sich ein kleines, scharfes Messer, mit dem in einem festen, gleichmäßigen Winkel mehrere parallele Bögen über die aufgelegte Kruste gezogen werden, ohne dabei bis zum Teig darunter durchzuschneiden. Wie „Matcha-Croissants“ als eigenes Rezept zeigt, ist das Zusammenspiel aus Technik und Optik bei vielen Matcha-Gebäckformen eng verknüpft: Eine saubere Formgebung sorgt nicht nur für ein gleichmäßigeres Aussehen, sondern häufig auch für ein gleichmäßigeres Backergebnis, weil Spannungen im Teig kontrolliert statt zufällig abgebaut werden.
Von der Concha zur reinen Schale Matcha
Auch eine großzügig bestreute Matcha-Concha bleibt am Ende vor allem Hefeteig, Butter und Zucker mit einer kleinen Menge Pulver in der Kruste. Die Qualität des Pulvers bestimmt trotzdem, wie das Ergebnis schmeckt: Fein vermahlenes Pulver aus erster Ernte bleibt mild, während grob vermahlenes oder älteres Pulver schneller bitter wirkt, egal wie sorgfältig der Rest des Rezepts umgesetzt wurde. Wer wissen will, wie Matcha ganz ohne Zucker und Butter schmeckt, probiert zusätzlich die einfachste Zubereitung: zwei Gramm Pulver mit siebzig bis achtzig Grad heißem Wasser aufgeschlagen – der direkte Vergleich zur gebackenen Kruste zeigt am deutlichsten, was Hitze und Zucker am Geschmack verändern. Stand der Angaben: August 2026. Angebote, Zeiten und Karten ändern sich – prüfe vor dem Besuch die Seite des Hauses.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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