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Zubereitung

Matcha Cold Foam – so entsteht die Schaumhaube, die nicht sofort zusammenfällt

Cold Foam ist die dichte, kalt aufgeschlagene Schaumhaube, die im Café auf dem Eisgetränk liegt und langsam nach unten sinkt. Ohne Dampf, ohne Hitze, trotzdem stabil – das funktioniert nur, wenn Fettgehalt, Temperatur und Mahlgrad zusammenpassen. Hier steht, warum das so ist und woran es zuhause meistens scheitert.

Was ist Matcha Cold Foam überhaupt?

Cold Foam ist kalt aufgeschlagene Milch – kein warmer Milchschaum, der abgekühlt ist, und keine Schlagsahne. Der Unterschied liegt im Verfahren: Beim klassischen Milchschaum bringt die Dampflanze Luft und Wärme gleichzeitig ein, beim Kaltschaum kommt die Luft rein mechanisch hinein, durch schnelles Rühren oder Schlagen bei Kühlschranktemperatur. Das Ergebnis ist feinporiger, dichter und deutlich standfester als warmer Schaum, der schnell in sich zusammensackt. In der Matcha-Variante gibt es zwei Bauweisen: Entweder wird der Matcha in den Schaum eingeschlagen, dann liegt eine grüne Haube auf hellem Getränk. Oder der Schaum bleibt hell und liegt auf dem grünen Matcha darunter, dann sieht man beim Trinken zwei klare Schichten. Beide Varianten gehören zu den Aufsätzen, die auf Café-Karten unter Cold Foam oder Sweet Cream geführt werden. Getrunken wird ohne Umrühren, damit die Haube langsam durch das Getränk absinkt und jeder Schluck etwas anders schmeckt.

Warum hält kalter Schaum ohne Hitze überhaupt zusammen?

Schaum entsteht, wenn Proteine sich um Luftbläschen legen und sie stabilisieren; Fett sorgt dafür, dass diese Struktur nicht sofort zerfällt. Als Untergrenze gelten rund 1,5 Prozent Fett, ab etwa 3,5 Prozent wird der Schaum spürbar dichter und cremiger. Bei Kälte kommt ein zweiter Effekt dazu: Milchfett kristallisiert, und erst wenn ein ausreichender Anteil davon fest vorliegt, können die Fettkügelchen beim Schlagen ihre Hülle verlieren und sich an die Luftbläschen anlagern. Genau das macht kalten Schaum standfest. Deshalb wird auch Schlagsahne kalt geschlagen – für das beste Ergebnis bei rund 4 Grad, nach mindestens 24 Stunden im Kühlschrank; Schlagsahne muss in Deutschland dafür mindestens 30 Prozent Fett enthalten und lässt sich mit dem Schneebesen auf bis zu doppeltes Volumen bringen. Umgekehrt gilt: Wird die Milch warm, gerinnen die Proteine ab etwa 40 Grad, und über rund 60 Grad fällt der Schaum grob zusammen. Kalt schlagen ist also kein Trend, sondern Physik.

Matcha im Schaum oder Matcha darunter – was ist besser?

Das ist eine Frage von Optik und Geschmacksverlauf, nicht von richtig oder falsch. Wird der Matcha in den Schaum eingeschlagen, bekommst du eine kräftig grüne Haube, die den Matcha-Geschmack sofort beim ersten Schluck liefert; darunter bleibt es hell und milchig. Diese Variante ist die dankbarere für Fotos, aber die anspruchsvollere in der Technik, weil das Pulver im dicken Schaum leicht Klümpchen bildet. Liegt der Schaum dagegen hell auf einem grünen Getränk, verteilt sich der Matcha gleichmäßiger über den ganzen Becher und die Haube wirkt wie eine süße Zwischenschicht. Praktisch heißt das: Für die grüne Haube den Matcha erst mit sehr wenig kaltem Wasser glattschlagen und die Paste dann in die kalte Milch geben, nicht das trockene Pulver. Für die helle Haube den Matcha unten getrennt ansetzen und den Schaum zum Schluss aufgießen. Wie du Muster in die Oberfläche bekommst, steht im Wissensartikel „Matcha Latte Art: Muster gießen ohne Crema“.

Warum klumpt der Matcha im kalten Schaum?

Kaltes Wasser und kalte Milch lösen Pulver deutlich schlechter als heißes – das ist der Grund, warum Cold Foam mit Matcha häufiger klumpt als jeder warme Latte. Dazu kommt der Mahlgrad. Traditionell wird Matcha auf Granitsteinmühlen vermahlen, die in einer Stunde etwa 30 Gramm Pulver liefern; diese Langsamkeit ergibt die extrem feinen Partikel, die sich auch kalt noch verteilen und lange in der Schwebe bleiben. Grob vermahlenes Pulver aus schnellen Mühlen sinkt dagegen sofort ab und setzt sich als grüner Bodensatz im Becher. Fein steingemahlenes Pulver aus erster, beschatteter Ernte, von Hand gepflückt und laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide – so ist der MATCHASHOCK Bio-Matcha gemacht – ist deshalb kalt klar im Vorteil. Zwei Handgriffe helfen zusätzlich immer: das Pulver durch ein feines Sieb geben und es zuerst mit einem Schluck Flüssigkeit zur glatten Paste schlagen, bevor der Rest dazukommt. Mehr dazu im Wissensartikel „Matcha kalt zubereiten: Cold Matcha, Shaker und Cold Brew“.

Welche Milch und welches Gerät funktionieren kalt?

Die Milch entscheidet mehr als das Gerät. Vollmilch mit 3,5 Prozent Fett schäumt kalt zuverlässig und ergibt eine dichte Haube; fettarme Milch mit 1,5 Prozent funktioniert noch, bleibt aber leichter. Ein Schuss Sahne gibt Standfestigkeit, ohne dass daraus Schlagsahne wird. Bei Pflanzendrinks lohnt die Barista-Variante, weil sie mehr Fett und stabilisierende Zutaten enthält; klassische Hafer- und Mandeldrinks schlagen kalt oft nur große, kurzlebige Blasen. Beim Gerät reicht ein kleiner elektrischer Aufschäumer, ein Handrührgerät oder ein dicht schließender Schüttelbecher – wichtig ist nur, dass alles wirklich kalt ist und eine Heizfunktion ausgeschaltet bleibt. Welche Milch sich wofür eignet, steht im Wissensartikel „Welche Milch für Matcha Latte? Kuhmilch und Haferdrink im Check“; warum eine fertige Haube trotzdem in sich zusammensackt, klärt der Wissensartikel „Matcha-Schaum, der hält: warum die Haube zusammenfällt“.

Warum fällt der Schaum nach zwei Minuten zusammen?

Vier Ursachen decken fast alle Fälle ab. Erstens zu wenig Fett: Unter rund 1,5 Prozent findet die Struktur keinen Halt, der Schaum zerfällt in große Blasen. Zweitens zu warm: Ist die Milch nicht mehr kühlschrankkalt, liegt zu wenig festes Milchfett vor, und die Bläschen platzen. Drittens zu lange geschlagen – irgendwann kippt der Schaum, wird körnig und trennt sich wieder in Flüssigkeit und Luft; das passiert bei sahnehaltigen Mischungen besonders schnell. Viertens Säure: Fruchtpüree oder Zitrone direkt im Schaum lässt Eiweiß ausflocken, besonders bei Pflanzendrinks. Wenn dein Schaum steht, aber das Getränk darunter wässert, liegt es dagegen am Eis und nicht am Schaum – dann lieber weniger Eiswürfel und dafür kälter ansetzen. Fertige Mengenangaben und Schritte für kalte Matcha-Getränke findest du in den Rezepten „Cloud Matcha – aufgeschlagener Matcha“ und „Iced Matcha Latte“; warum Schaum ganz ausbleibt, klärt der Wissensartikel „Matcha schäumt nicht? Die fünf häufigsten Gründe und ihre Lösungen“.

Wie du Cold Foam vorbereitest, ohne dass er zerfällt

Cold Foam wird im Café auf Bestellung geschlagen, zu Hause ist das nicht immer praktisch – vor allem, wenn mehrere Gläser gleichzeitig auf den Tisch sollen. Vorbereiten lässt er sich, aber nur in Grenzen. Die Basis, also die kalte Milchmischung mit ihrem Süßungsanteil, kann problemlos einige Stunden im Kühlschrank stehen; kalt gerührt bleibt sie stabil, und ein gut gekühlter Ansatz schäumt sogar besser als einer bei Zimmertemperatur. Was sich nicht vorbereiten lässt, ist der geschlagene Schaum selbst: Er beginnt sofort zu entwässern, und nach zehn Minuten liegt eine grobporige Schicht auf einer Pfütze. Die praktikable Lösung für mehrere Gläser lautet deshalb: Basis vorbereiten, Gläser mit Getränk fertigstellen, und den Schaum zuletzt in einem Durchgang für alle Gläser aufschlagen. Ein zweiter Punkt hilft zusätzlich: Gefäß und Werkzeug vorher kalt stellen. Ein kaltes Kännchen hält die Temperatur während des Schlagens niedriger, und niedrige Temperatur ist die wichtigste Bedingung für stabilen kalten Schaum. Warum eine Haube trotzdem zusammenfallen kann und was dagegen hilft, erklärt der Wissensartikel „Matcha-Schaum, der hält: warum die Haube zusammenfällt“.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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