Zubereitung
Matcha-Aufstrich: vom Bohnenpüree bis zum Frischkäse
Matcha-Brotaufstrich existiert vor allem als japanisches Importprodukt aus weißer Bohnenpaste und Butter, ergänzt um Matcha. In Deutschland lässt sich die Idee leicht und günstig mit Frischkäse oder Butter selbst nachbauen, ganz ohne schwer erhältliche Bohnenpaste aus dem Import.
Das Vorbild aus Japan: Bohnenpaste mit Matcha
Der japanische Hersteller Kuze Fuku & Co., seit 2013 auf regionale handwerkliche Gourmetlebensmittel spezialisiert, verkauft einen Aufstrich aus süßer weißer Bohnenpaste, ungesalzener Butter und zwei Matcha-Sorten. Die Zutatenliste umfasst weiße Bohnenpaste, Rohrzucker, Dextrose, Wasser, ungesalzene Butter, Matcha, Agar-Agar, Meersalz und Zitronensäure. Eine 215-Gramm-Packung kostet rund 10 US-Dollar; das Produkt enthält Milch als Allergen. Verkauft wird der Aufstrich unter anderem über den US-Ableger von Muji, wo er als vielseitig einsetzbar beschrieben wird – als Brotaufstrich, Eiscreme-Topping oder Beilage zu einer Teestunde. Die Verwendung von zwei unterschiedlichen Matcha-Sorten statt nur einer deutet darauf hin, dass der Hersteller gezielt eine Balance zwischen Farbe und Geschmacksintensität sucht, ähnlich wie bei einer Kaffeeröstung, die verschiedene Bohnensorten für ein ausgewogeneres Endergebnis mischt.
Warum weiße Bohnenpaste die Basis ist
Weiße Bohnenpaste, in Japan eine gängige Zutat für süße Aufstriche und Füllungen, hat von sich aus einen milden, leicht nussigen Geschmack und eine glatte, streichfähige Konsistenz – ähnlich wie eine dicke Nussbutter, aber ohne den kräftigen Eigengeschmack von Erdnuss oder Mandel. Diese Neutralität macht sie zu einer guten Trägerbasis für Matcha, weil das Pulver nicht gegen ein starkes Grundaroma ankämpfen muss. In Deutschland ist weiße Bohnenpaste außerhalb von Asia-Läden kaum erhältlich, weshalb sich für eine Eigenversion andere Basiszutaten besser eignen. Wer die Paste dennoch selbst herstellen möchte, kann getrocknete weiße Bohnen kochen und anschließend mit etwas Zucker pürieren, wobei das Ergebnis geschmacklich nur eine grobe Annäherung an die feine, industriell hergestellte japanische Variante bleibt.
Matcha-Frischkäse als deutsche Alternative
Frischkäse ist in Deutschland breit verfügbar und eignet sich als Basis für einen eigenen Matcha-Aufstrich sehr gut: Er muss laut deutscher Käseverordnung nicht reifen und wird frisch gegessen, seine Konsistenz reicht von cremig bis leicht körnig. Für einen einfachen Matcha-Frischkäse werden 200 Gramm Frischkäse mit einem Teelöffel Matcha und nach Geschmack etwas Honig oder Ahornsirup glattgerührt. Wichtig ist, das Pulver vorher mit ein wenig Wasser oder Milch zu einer glatten Paste anzurühren, bevor es in den Frischkäse kommt – direkt eingerührt bleiben sonst Klümpchen zurück, die sich im festen Käse kaum noch verteilen lassen.
Eine Variante mit Butter
Wer lieber Butter als Frischkäse verwendet, rührt 100 Gramm weiche Butter mit einem Teelöffel Matcha und etwas Puderzucker cremig, ähnlich wie bei einer Füllung für Gebäck. Diese Variante eignet sich besonders für warmes Brot oder Brötchen, weil die Butter darauf leicht schmilzt und den Matcha-Ton verteilt. Beide Varianten – Frischkäse und Butter – lassen sich gut vorbereiten und halten im Kühlschrank mehrere Tage, sollten aber abgedeckt aufbewahrt werden, damit die Oberfläche nicht braun anläuft. Für eine besonders gleichmäßige Butter lohnt es sich, die weiche Butter vor dem Mischen kurz mit dem Handrührgerät aufzuschlagen, bevor das Matcha dazukommt – so verteilt sich das Pulver leichter, und die fertige Aufstrichbutter wirkt heller und luftiger als bei reinem Verrühren mit dem Löffel.
Ist Matcha-Aufstrich vegan möglich
Für eine vegane Version lässt sich Frischkäse ohne größeren Aufwand durch einen pflanzlichen Frischkäse-Ersatz auf Cashew- oder Sojabasis ersetzen, Butter durch ein pflanzliches Streichfett. Wie „Ist Matcha vegan und glutenfrei? Blick auf die eine Zutat“ zeigt, ist reines Matcha-Pulver selbst ohnehin vegan und glutenfrei – die Frage bei einem Aufstrich betrifft ausschließlich die Trägerzutat, nicht das Pulver selbst. Das macht Matcha-Aufstriche vergleichsweise einfach an verschiedene Ernährungsweisen anzupassen, ohne am eigentlichen Matcha-Anteil oder an der grundsätzlichen Zubereitungsweise etwas ändern zu müssen.
Welches Pulver sich für Aufstriche eignet
Weil Frischkäse und Butter beide relativ neutral schmecken, kommt der Eigengeschmack des Matcha direkt durch. Genau dafür ist der MATCHASHOCK Bio-Matcha gemacht – erste Ernte, beschattet, von Hand gepflückt, fein steingemahlen und laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide, dadurch mild statt bitter. Für 200 Gramm Frischkäse oder Butter reicht ein Teelöffel Pulver; wer kräftigere Farbe möchte, kann vorsichtig auf eineinhalb Teelöffel steigern.
Vom Aufstrich zur puren Schale
In einem Löffel Matcha-Aufstrich steckt nur ein kleiner Teil dessen, was zwei Gramm Pulver pur an Geschmack liefern, weil Frischkäse, Butter oder Bohnenpaste den Ton stark abmildern. Wie auch das eigene Rezept für „Matcha-Schokoaufstrich“ zeigt, bleibt der Tee hier ein mildes Aroma unter mehreren, nicht die Hauptzutat. Wer wissen will, wie das Pulver für sich allein schmeckt, bevor man es in einen Aufstrich einrührt, probiert es pur: zwei Gramm mit 70 bis 80 Grad heißem Wasser aufgeschlagen. Dieser direkte Vergleich lohnt sich gerade beim ersten Ansetzen eines Aufstrichs, weil er zeigt, wie viel von der ursprünglichen Intensität des Pulvers durch Fett und Milchbestandteile abgefedert wird – ein Effekt, der bei jedem cremigen Träger ähnlich auftritt, ob Frischkäse, Butter oder eine importierte Bohnenpaste.
Wozu sich Matcha-Aufstrich im Alltag eignet
Ein Matcha-Aufstrich funktioniert nicht nur klassisch auf Brot oder Brötchen, sondern auch als Füllung für Gebäck, als Topping für Pfannkuchen oder als Basis für einen schnellen Dip mit etwas zusätzlicher Flüssigkeit verdünnt. Wer Reste eines Aufstrichs verwerten will, rührt ihn zum Beispiel unter warme Haferflocken oder verwendet ihn als Schicht in einem geschichteten Dessert im Glas. Weil sowohl Frischkäse- als auch Butter-Varianten gut kühlbar sind, lohnt sich eine etwas größere Portion auf Vorrat – wichtig ist nur, das Glas oder die Dose nach jeder Entnahme wieder fest zu verschließen, damit weder die Konsistenz noch die Farbe unter zu viel Luftkontakt leidet. So bleibt der Aufstrich über mehrere Tage streichfähig und behält seinen frischen, grünen Ton.
Süß oder herzhaft: zwei Grundrichtungen
Ein Matcha-Frischkäse oder eine Matcha-Butter lassen sich klar in zwei Richtungen entwickeln: süß mit Honig, Ahornsirup oder etwas Vanille für Frühstücksbrot, oder herzhaft mit einer Prise Salz, etwas Zitronenschale und frischen Kräutern wie Schnittlauch für ein Sandwich oder als Beilage zu Gemüse. Beide Richtungen funktionieren mit demselben Grundverhältnis aus Trägerzutat und Matcha, nur die Zusatzzutaten unterscheiden sich. Wer unsicher ist, welche Richtung besser passt, bereitet am besten eine kleine Testmenge in beiden Varianten zu und probiert direkt im Vergleich – so lässt sich schnell entscheiden, welche Kombination zum eigenen Frühstück oder zur geplanten Mahlzeit besser passt, bevor eine größere Menge angesetzt wird. Für ein Buffet oder einen Brunch mit Gästen bietet sich sogar an, beide Varianten parallel anzubieten, klar beschriftet, damit jede und jeder nach eigenem Geschmack wählen kann, statt sich auf eine einzige Richtung festzulegen.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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