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Der Sneaker, der Matcha als Farbnamen in die Szene brachte
Der New Balance 991v2 Made in England in Zusammenarbeit mit der Designerin Danielle Cathari trägt offiziell den Farbnamen Matcha. Der Sneaker gilt in der Szene als einer der Auslöser dafür, dass Matcha inzwischen als eigener Farbbegriff in der Modebranche verwendet wird. Wir ordnen ein, was an dem Modell dokumentiert ist, wie hoch die Nachfrage war und was danach folgte.
Wer Danielle Cathari ist
Danielle Cathari ist eine in Amsterdam ansässige Designerin mit eigenem Modelabel, das für aufgelöste, neu zusammengesetzte Kleidungsstücke bekannt geworden ist, bei denen bestehende Kleidungsstücke wie Trainingsanzüge in ihre Einzelteile zerlegt und in veränderter Form neu zusammengefügt werden. Die Kooperation mit New Balance zum 991v2 war laut Fachmedien wie Sneaker News ihre erste Zusammenarbeit im Sneakerbereich. Veröffentlicht wurde das Modell exklusiv über Kith, verbunden mit der Eröffnung eines Kith-Women-Flagshipstores. Cathari war zeitweise auch Creative Director bei Kith Women, eine Rolle, die sie im Oktober 2024 niederlegte. Diese Doppelrolle als Designerin und Kreativleiterin machte die Kooperation innerhalb der Sneaker-Szene besonders sichtbar, weil sie nicht als reine Auftragsarbeit wahrgenommen wurde, sondern als Projekt einer Person mit direktem Einfluss auf die Marke selbst.
Das Modell 991v2 Made in England
Der 991v2 gehört zur Made-in-England-Linie von New Balance, die in der markeneigenen Fertigung in Flimby, England produziert wird. Diese Linie steht bei New Balance für eine besonders hochwertige Fertigungsstufe innerhalb des Sortiments und wird von der Marke bewusst von den Modellen aus asiatischer Fertigung abgegrenzt. Der 991v2 trägt eine Sohle mit ABZORB- und FuelCell-Dämpfungstechnik, technische Merkmale, die bei New Balance auch in anderen Modellreihen eingesetzt werden. Die Herstellung in England wird in Fachmedien regelmäßig als eigenes Qualitätsmerkmal hervorgehoben und rechtfertigt innerhalb des New-Balance-Sortiments einen höheren Preis als vergleichbare Modelle aus der regulären Fertigung.
Die Farbgebung Matcha
Der Sneaker mit der Modellnummer U991DD2 kombiniert laut Beschreibung von Fachhändlern wie Flight Club ein braunes Mesh-Obermaterial mit grünen Wildleder-Einsätzen sowie grau-metallischen Lederschichten in der Mitte. Der Cursiv-Schriftzug des Designerinnennamens ziert die Zunge unterhalb des New-Balance-Logos. Die Kombination aus Braun- und Grüntönen führte in der Sneaker-Berichterstattung zu dem Namen Matcha, in Anlehnung an das Erscheinungsbild eines Matcha-Getränks mit Milch. Auffällig ist, dass diese Bezeichnung nicht nur ein informeller Spitzname von Medien blieb, sondern von New Balance selbst als offizieller Produktname übernommen wurde, was bei Kooperationsmodellen nicht immer der Fall ist und dem Modell zusätzliche Sichtbarkeit in Produktsuchen unter dem Begriff Matcha verschaffte.
Release und Nachfrage
Der ursprüngliche Release erfolgte am 9. Februar 2024 exklusiv über Kith, mit Verlosung über die Kith-App und einem Verkaufspreis von 250 US-Dollar, umgerechnet rund 230 Euro. Laut Sneaker News zählte das Modell zu den gefragtesten Kooperationen der Marke in diesem Zeitraum, mit Wiederverkaufspreisen von zeitweise fast 1.500 US-Dollar auf Aftermarket-Plattformen wie StockX oder GOAT. Diese Nachfrage war ein wesentlicher Grund dafür, dass Cathari knapp zwei Jahre später mit einer weiteren Version nachlegte. Der grosse Abstand zwischen Ausgabepreis und Wiederverkaufspreis, im konkreten Fall etwa das Sechsfache, gilt in der Sneaker-Szene generell als Indikator dafür, wie begrenzt die Stückzahl im Verhältnis zur tatsächlichen Nachfrage war, und wird von Fachmedien entsprechend regelmäßig als eigener Massstab für den Erfolg eines Releases herangezogen.
Die Fortsetzung Reverse Matcha
Im Oktober 2025 folgte eine als Reverse Matcha bezeichnete Variante. Dabei wurde die ursprüngliche Farbverteilung umgekehrt: Die Overlays erscheinen nun in Schokoladenbraun, die Basis in Pistaziengrün. Die Verlosung dieser Version lief über die Kith-App vom 28. bis zum 30. Oktober 2025, ein begrenztes Kontingent war anschliessend am 31. Oktober auch direkt in ausgewählten Kith-Filialen und im Kith-Onlineshop erhältlich. Bemerkenswert ist, dass diese zweite Version erst nach Catharis Rücktritt als Creative Director von Kith Women erschien, was zeigt, dass die Kooperation zwischen ihr und New Balance unabhängig von ihrer Rolle bei Kith weiterbestand.
Wie Kollaborationen in der Sneaker-Szene funktionieren
Kooperationsmodelle wie der 991v2 mit Danielle Cathari folgen bei New Balance einem festen Muster: Eine unabhängige Designerin oder ein unabhängiger Designer erhält Zugriff auf ein bestehendes Schuhmodell und darf dessen Farbgebung und Materialwahl frei gestalten, während Passform, Technik und Größenraster der Marke unverändert bleiben. Der exklusive Vertrieb über einen einzelnen Händler wie Kith ist bei solchen Projekten üblich und dient dazu, die Nachfrage gezielt zu bündeln. Für die beteiligte Designerin bedeutet ein erfolgreiches Kooperationsmodell in der Regel deutlich mehr Reichweite, als es eine eigene, kleinere Modekollektion allein erzielen würde.
Farbnamen als eigenes Marketinginstrument
Dass ein Sneaker einen eigenen, erzählbaren Namen wie Matcha trägt statt nur einer Style-Nummer, ist Teil einer längeren Entwicklung in der Sneaker-Industrie. Farbnamen, die an Lebensmittel oder Getränke erinnern, lassen sich in sozialen Netzwerken leichter diskutieren und wiedererkennen als technische Bezeichnungen. Fachmedien greifen solche Namen regelmäßig in ihren Überschriften auf, was die Sichtbarkeit eines Modells zusätzlich erhöht. Der Matcha-Name für den 991v2 ist daher nicht nur eine beschreibende Bezeichnung der Farbgebung, sondern zugleich ein Instrument, um das Modell über die eigentliche Sneaker-Szene hinaus bekannt zu machen.
Bedeutung für Matcha-Käufer in Deutschland
Für die deutsche Matcha-Community ist ein Sneaker mit dem Farbnamen Matcha zunächst ein reines Modethema ohne direkten Bezug zum eigenen Kauf des Pulvers. Interessant ist der Fall trotzdem, weil er zeigt, wie weit der Begriff inzwischen als Farbbezeichnung ausserhalb der Getränkewelt verstanden wird, selbst bei einem Publikum, das mit dem tatsächlichen Getränk möglicherweise nur am Rand in Berührung kommt. Wiederverkaufspreise von fast 1.500 US-Dollar für ein ursprünglich 250 US-Dollar teures Paar zeigen zudem, wie stark ein einzelnes Modeprodukt mit diesem Namen die Aufmerksamkeit einer ganzen Käuferszene binden kann, deutlich über den engeren Kreis von Matcha-Trinkerinnen und -Trinkern hinaus.
Warum das für den Matcha-Begriff relevant ist
Der Fall zeigt, wie ein einzelnes Modeprodukt einen Farbnamen aus der Getränkewelt in eine andere Branche trägt. Matcha wird in der Sneaker- und Modeberichterstattung inzwischen wiederkehrend als eigenständige Farbbezeichnung verwendet, nicht nur für dieses eine Modell. Wichtig bleibt die Einordnung: Es handelt sich um eine unabhängige Kooperation zwischen New Balance und Danielle Cathari, ohne Verbindung zu MatchaShock oder einer Empfehlung unsererseits. Für alle, die den Begriff Matcha ausserhalb der Getränkewelt verfolgen, ist dieser Sneaker eines der frühesten und am stärksten dokumentierten Beispiele dafür, wie sich der Name auf eine ganz andere Produktkategorie übertragen ließ, mit einer direkten Fortsetzung durch die Reverse-Matcha-Version nur eineinhalb Jahre später.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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