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Prominente & Marken

Muracha Matcha Yame No 89: die neue Marke zweier Schwestern

Am 30. Juni 2026 ging Muracha Matcha mit dem Debütprodukt Yame No. 89 an den Start, der neuen US-Marke der Schwestern Megan Lore und Katie Roth. Yame No. 89 ist ein First-Harvest-Matcha aus einer einzigen Cultivar, gewachsen auf einem Familienfeld in der japanischen Region Yame und benannt nach der 89 Jahre alten Teebäuerin, die dort seit ihrem 19. Lebensjahr arbeitet. Erhältlich ist das Pulver exklusiv über die Markenseite drinkmuracha.com sowie bei einzelnen Restaurants und einem Feinkosthändler in den USA. Dieser Artikel ordnet ein, wer hinter der Marke steht, wie das Produkt entsteht und was es kostet.

Wer sind Megan Lore und Katie Roth

Die Idee zu Muracha entstand bei Megan Lore, nachdem sie ihre eigene Digitalmarketing-Agentur verkauft hatte und sich in ihre neue Rolle als Mutter einfand. In dieser Zeit begann sie, dem Matcha-Ritual zuhause mehr Aufmerksamkeit zu schenken, und entwickelte gemeinsam mit ihrer Schwester Katie Roth die Idee für eine eigene Marke. Beide beschreiben auf ihrer Markenseite die gemeinsame Überzeugung, dass schon die kleinsten Momente den Rhythmus eines Tages verändern können, und wollen mit Muracha eine tägliche Einladung zum Innehalten schaffen. Nach eigenen Angaben von Muracha reisten die Schwestern mehrere Monate lang durch japanische Anbauregionen, verkosteten unterschiedliche Chargen und sprachen mit Erzeugerfamilien, bevor sie sich für das Feld in Yame entschieden, das später zu Yame No. 89 wurde. Dieser direkte Kontakt zu einer einzelnen Erzeugerfamilie statt zu einem anonymen Großhändler ist Teil der Erzählung, mit der die Marke ihre Position im Markt begründet.

Muracha Matcha Yame No. 89: das Debütprodukt und die Teebäuerin dahinter

Namensgeberin des Produkts ist eine 89 Jahre alte Teebäuerin, die die Felder der Familie seit ihrem 19. Lebensjahr bewirtschaftet und nach Angaben von Muracha bis heute bei den Ernten mit anpackt. Inzwischen führt ihre Familie den Betrieb fort, das Feld selbst liegt in Yame auf der japanischen Insel Kyushu, einer der bekanntesten Teeregionen Japans für hochwertigen Tencha, das Ausgangsblatt für Matcha. Yame No. 89 ist ein First-Harvest-Matcha, stammt also aus der ersten Pflückung des Jahres, und wird aus einer einzigen Cultivar hergestellt statt aus einer Mischung mehrerer Sorten. Muracha wirbt damit, dass diese frühen Blätter von Natur aus einen milden Charakter und einen hohen Anteil an Aminosäuren mitbringen. Wie stark sich der Erntezeitpunkt tatsächlich auf das fertige Pulver auswirkt, lässt sich unabhängig von einzelnen Marken in „Matcha-Jahrgang: was Erntejahr und Abfülldatum verraten“ nachlesen.

Erste Pflückung: warum das Erntedatum zählt

Der Begriff First Harvest bezieht sich auf die erste Pflückung eines Teegartens im Jahr, meist im späten April oder Mai. In Japan wird dieser erste Aufguss traditionell als Shincha bezeichnet, wenn er als loser Tee verkauft wird, während bei Matcha die früh gepflückten Blätter separat verarbeitet und oft als eigene, teurere Kategorie vermarktet werden. Muracha nutzt genau diesen zeitlichen Vorsprung als Verkaufsargument für Yame No. 89, indem es das Erntedatum in den Mittelpunkt der eigenen Produktgeschichte stellt statt es nur als technisches Detail im Kleingedruckten zu erwähnen. Was den ersten Tee des Jahres unabhängig von einer bestimmten Marke auszeichnet und wie er sich von späteren Pflückungen unterscheidet, erklärt in Japan traditionell der Begriff Shincha, auch wenn er sich streng genommen eher auf losen Blatttee als auf Matcha bezieht. Für Einsteigerinnen und Einsteiger ist das Konzept trotzdem eine gute Orientierung, wenn auf einer Verpackung mit einem Hinweis auf die erste Ernte geworben wird, ganz gleich von welcher Marke, und hilft dabei einzuschätzen, ob eine solche Angabe tatsächlich etwas über die Qualität aussagt oder nur als Werbebegriff gemeint ist.

Geschmack und Herstellung

Wie bei hochwertigem Matcha üblich, werden die Teepflanzen vor der Ernte mehrere Wochen lang beschattet. Das verlangsamt das Wachstum, erhöht den Chlorophyllgehalt und sorgt für die kräftig grüne Farbe, die ein gutes Pulver auszeichnet. Nach der Ernte werden die Blätter direkt in Japan steingemahlen, ein Verfahren, das im Vergleich zu schnelleren Kugelmühlen mehr Zeit braucht, dabei aber nach Angaben von Muracha Aroma und Frische besser erhält. Die einzelnen Produktionsschritte, unabhängig von einer bestimmten Marke, erklärt „Matcha-Herstellung: die sechs Schritte vom Feld bis ins Pulver“. Der Feinkosthändler Bella Cucina in Atlanta, der Yame No. 89 im eigenen Sortiment führt, beschreibt das Geschmacksprofil mit Noten von Kakao, Avocado, geröstetem Getreide und einer nussigen Umami-Tiefe. Das deckt sich mit dem, was Muracha selbst als weich, konzentriert und frei von übermäßiger Bitterkeit beschreibt, ein Profil, das für Blätter der ersten Pflückung typisch ist.

Preis und Erhältlichkeit

Yame No. 89 kostet in der 20-Gramm-Dose 39 US-Dollar, eine größere 70-Gramm-Dose liegt bei 119 US-Dollar. Verkauft wird das Pulver exklusiv über die Markenseite drinkmuracha.com, wahlweise als Einzelkauf oder im Abonnement. Ein Grundpreis je Kilogramm wird auf der Markenseite nicht angegeben, da es sich um US-Dollar-Preise außerhalb des deutschen Marktes handelt. Außerhalb des eigenen Onlineshops taucht Yame No. 89 bislang nur an wenigen Orten auf: in den Restaurants Little Sparrow und The Chastain in Atlanta, im Culture Club in Nashville sowie beim bereits erwähnten Feinkosthändler Bella Cucina in Atlanta, wo die 20-Gramm-Dose ebenfalls für 39 US-Dollar gelistet ist. Ein breiter Einzelhandelsvertrieb außerhalb dieser wenigen Adressen besteht Stand September 2026 nicht, was die Marke bislang eher zu einem Atlanta-nahen Phänomen mit bundesweitem Onlineversand macht als zu einer landesweit im Supermarkt gelisteten Marke.

Der Streit um das Wort Ceremonial Grade

Muracha positioniert sich bewusst gegen die Bezeichnung ceremonial grade, die in der Matcha-Branche weit verbreitet, aber rechtlich nicht geschützt ist. Nach eigener Darstellung kann sich jeder Hersteller unabhängig von Anbau, Ernte oder Verarbeitung so nennen, weshalb Muracha stattdessen mit Herkunft, Cultivar, Rückverfolgbarkeit und Anbaumethode wirbt, statt eine unregulierte Qualitätsstufe auf die Dose zu drucken. Diese Diskussion ist in der Matcha-Welt nicht neu und betrifft weit mehr Marken als nur Muracha. Was die verschiedenen Qualitätsbezeichnungen tatsächlich bedeuten und wo die Grenzen einer solchen Einteilung liegen, ordnet unabhängig von einzelnen Anbietern „Ceremonial oder Culinary Grade: was die Matcha-Stufen sagen“ ein. Für viele junge Marken ist die Abgrenzung von einer unklaren Bezeichnung inzwischen selbst zum Verkaufsargument geworden, ein Muster, das sich in den kommenden Jahren bei weiteren Neustarts wiederholen dürfte.

Warum die Geschichte gerade junge Leserinnen und Leser anspricht

Die Erzählung zweier Schwestern, die eine bestehende Karriere aufgeben, um mit einer eigenen Marke neu zu starten, ist ein Muster, das in den vergangenen Jahren bei mehreren jungen Konsumgütermarken zu beobachten war. Für Leserinnen und Leser, die selbst über eine Gründung nachdenken, zeigt der Fall, wie viel Recherchearbeit hinter einem scheinbar einfachen Produkt wie einer Dose Matcha stecken kann, von der Feldauswahl in Japan bis zur Entscheidung gegen eine gängige, aber unklare Qualitätsbezeichnung. Wer sich außerdem für die Herkunftsregion des Debütprodukts interessiert, findet mehr über die Teeregion Yame in „Yame-Matcha: die Teeregion in Fukuoka auf Kyushu“, unabhängig davon, welche Marke dort einkauft. Solche Herkunftsartikel helfen dabei, eine Marketinggeschichte von den tatsächlichen geografischen und klimatischen Fakten einer Anbauregion zu unterscheiden.

Klarstellung

Grundlage dieser Einordnung sind die Pressemitteilung vom 30. Juni 2026 sowie die eigenen Angaben auf der Markenseite und der Produktseite von Bella Cucina. Zu Muracha, zu Megan Lore und zu Katie Roth besteht keine geschäftliche Verbindung von MATCHASHOCK. Der Artikel gibt lediglich öffentlich zugängliche Informationen wieder, ohne dass die beiden Gründerinnen den Text kennen, geprüft oder freigegeben haben.

Matcha zuhause zubereiten, unabhängig von der Marke

Ob First-Harvest-Cultivar aus Yame, eine andere japanische Region oder ein anderes Bio-Matcha-Pulver: Am Ende zählt beim eigenen Ritual vor allem, wie das Pulver bei dir ankommt und wie es sich zuhause anrühren lässt. Die 30-Gramm-Dose Bio-Matcha von MATCHASHOCK kostet 25,00 Euro, umgerechnet 833,33 Euro je Kilogramm, und reicht je nach Dosierung für rund 10 bis 15 Schalen à 2 Gramm. Die Kontrollstelle DE-ÖKO-006 prüft den Anbau, der Code CN-BIO-141 steht für die Kennzeichnung, ein Labortest auf Rückstände läuft vor jeder Charge, und geliefert wird innerhalb Deutschlands kostenlos binnen 1 bis 2 Werktagen.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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