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Zubereitung

Welches gefilterte Wasser passt wirklich zu Matcha

Ein einfacher Tischfilter senkt die Wasserhärte spürbar und verbessert Matcha in den meisten deutschen Regionen, reines Umkehrosmose-Wasser dagegen entfernt zu viel und lässt das Getränk oft dünner schmecken. Zwischen diesen beiden Extremen liegt für Matcha der eigentlich beste Bereich.

Was die verschiedenen Filterarten überhaupt tun

Ein Aktivkohlefilter entfernt vor allem Chlor und Geruchsstoffe, verändert aber die Wasserhärte kaum. Ein Ionenaustauscher-Filter, wie er in vielen Tischkannen verbaut ist, senkt gezielt Calcium und Magnesium und macht das Wasser dadurch weicher. Umkehrosmose presst Wasser durch eine extrem feine Membran und entfernt dabei fast alle gelösten Stoffe, Mineralien ebenso wie viele unerwünschte Rückstände. Diese drei Verfahren unterscheiden sich also nicht nur im Aufwand, sondern vor allem darin, was am Ende noch im Wasser übrig bleibt – und genau das entscheidet über den Geschmack der fertigen Schale. Wer sich unsicher ist, welches Verfahren im eigenen Haushalt bereits verbaut ist, findet die Angabe meist auf der Verpackung der Filterkartusche oder in der Bedienungsanleitung der Filteranlage.

Warum reines Umkehrosmose-Wasser für Matcha nicht ideal ist

Ganz ohne Mineralien wirkt Tee häufig dünner und weniger rund, weil ein Teil der geschmackstragenden Wechselwirkung zwischen Wasser und Pulver fehlt. Bei Matcha, der ohnehin viel Substanz mitbringt, ist dieser Effekt zwar schwächer ausgeprägt als bei zartem weißem Tee, aber dennoch spürbar: Ein Vergleich zwischen reinem Umkehrosmose-Wasser und leicht mineralisiertem Wasser zeigt fast immer, dass Letzteres runder und fülliger schmeckt. Wer Umkehrosmose-Wasser zu Hause bereits für anderes nutzt, mischt für den Matcha am besten einen kleinen Anteil normales Leitungswasser wieder dazu, statt komplett reines Wasser zu verwenden.

Der Ionenaustauscher als guter Mittelweg

Für Regionen mit hartem bis sehr hartem Leitungswasser ist ein einfacher Tischfilter mit Ionenaustauscher meist die praktischste Lösung. Er senkt die Härte auf ein Niveau, bei dem die feinen Töne des Matcha wieder klarer durchkommen, ohne das Wasser komplett zu entmineralisieren. Wichtig ist, die Filterkartusche im vom Hersteller angegebenen Rhythmus zu wechseln: Eine erschöpfte Kartusche verbessert die Härte nicht mehr zuverlässig und kann im schlimmsten Fall sogar Geschmack an das Wasser abgeben. Wie Wasserhärte den Matcha-Geschmack im Detail verändert, steht im Wissensartikel „Welches Wasser für Matcha? Temperatur und Wasserhärte erklärt“.

Wann sich Umkehrosmose trotzdem lohnt

In Regionen mit extrem hartem Wasser oder bei sehr empfindlichen Geräten wie hochwertigen Wasserkochern kann Umkehrosmose sinnvoll sein, um Kalkablagerungen langfristig zu vermeiden. Für den Matcha selbst empfiehlt sich dann, das stark entmineralisierte Wasser im Verhältnis von etwa drei zu eins mit normalem Leitungswasser zu mischen, um wieder etwas mineralische Struktur ins Getränk zu bringen. Diese Mischung lässt sich mit einer einfachen Flasche leicht vorbereiten und für mehrere Tage im Voraus ansetzen, ganz ohne dass sich der Geschmack dadurch verändert, solange die Flasche kühl und verschlossen steht. Wer unsicher ist, wie hart das eigene Leitungswasser tatsächlich ist, findet den Wert meist direkt auf der Internetseite des örtlichen Wasserversorgers, oft aufgeschlüsselt nach einzelnen Stadtteilen.

Stilles Flaschenwasser als einfachste Alternative

Wer keinen Filter installieren will, kommt mit einer Flasche stillem Wasser aus dem Supermarkt oft schneller ans Ziel. Werte um oder unter fünfzig Milligramm Calcium je Liter, wie sie auf dem Etikett vieler Mineralwässer stehen, liegen in einem für Matcha günstigen Bereich, ohne dass Anschaffung oder Wartung eines Filters nötig wären. Für den täglichen Gebrauch reicht eine kleine Flasche, weil pro Schale nur etwa siebzig bis hundert Milliliter gebraucht werden. Auch Sprudelwasser wird gelegentlich probiert; ob und warum die Kohlensäure darin funktioniert oder eher stört, steht im Wissensartikel „Matcha mit Sprudelwasser: warum Kohlensäure funktioniert“.

Was das für die Wahl deines Pulvers bedeutet

Egal für welchen Weg du dich entscheidest: Ein Pulver mit viel eigener Substanz gleicht kleine Abweichungen beim Wasser eher aus als ein dünnes, blasses Pulver, das von Haus aus wenig Tiefe mitbringt. Fein steingemahlener Matcha aus erster Ernte bleibt deshalb auch mit nicht ganz optimalem Wasser noch gut trinkbar – der MATCHASHOCK Bio-Matcha ist genau darauf ausgelegt, mild statt bitter und ohne Zusätze, sodass weder besonders hartes Leitungswasser noch ein Test mit reinem Umkehrosmose-Wasser das Ergebnis gleich vollständig ruinieren.

Ein einfacher Test für dein eigenes Wasser

Setze drei kleine Schalen mit demselben Pulver an: eine mit normalem Leitungswasser, eine mit gefiltertem Wasser aus dem Ionenaustauscher, eine mit stillem Flaschenwasser. Probiere alle drei kurz nacheinander und achte auf Klarheit, Süße und wie lange der Geschmack nachhängt. In den meisten deutschen Haushalten liegt das gefilterte oder das Flaschenwasser klar vorn, reines Leitungswasser aus einer sehr harten Region fällt dabei am deutlichsten ab. Dieser Test dauert keine zehn Minuten und beantwortet die Frage nach dem passenden Wasser zuverlässiger als jede allgemeine Empfehlung.

Wasserkaraffen mit Filter im Alltagstest

Die verbreitetste Form der Wasserfilterung im deutschen Haushalt ist eine einfache Karaffe mit auswechselbarer Kartusche, die im Kühlschrank steht und das Wasser innerhalb weniger Minuten durchlaufen lässt. Für Matcha ist das eine bequeme Lösung, weil ohnehin kühles, gefiltertes Wasser griffbereit ist, sobald ein Aufguss ansteht, ohne dass extra ein Filter am Wasserhahn montiert werden muss. Der Nachteil liegt in der begrenzten Kapazität der Kartusche: Nach der vom Hersteller angegebenen Literzahl lässt die Filterwirkung spürbar nach, auch wenn das Wasser optisch und geruchlich unverändert wirkt. Wer regelmäßig Matcha damit zubereitet, sollte die Kartusche deshalb eher etwas früher als zu spät wechseln, weil ein erschöpfter Filter die Wasserhärte kaum noch senkt und den erhofften Geschmacksvorteil dann nicht mehr liefert. Für den gelegentlichen Gebrauch ist eine solche Karaffe die unkomplizierteste Einstiegslösung unter allen hier vorgestellten Filterarten.

Kurz zusammengefasst

Reines Umkehrosmose-Wasser ist für Matcha meist zu neutral und lässt das Getränk dünner schmecken, ein einfacher Ionenaustauscher-Filter oder stilles Flaschenwasser mit niedrigem Mineralgehalt treffen die passende Mitte deutlich besser. Wer bereits Umkehrosmose zu Hause nutzt, mischt am besten etwas Leitungswasser wieder dazu. Am Ende entscheidet ein einfacher Vergleichstest schneller über die richtige Wahl als jede pauschale Regel, weil Wasserqualität von Ort zu Ort so unterschiedlich ausfällt. Wer umzieht oder länger verreist, sollte den Test bei Gelegenheit wiederholen, weil sich die Ausgangslage mit dem neuen Wohnort komplett ändern kann, auch wenn Pulver und Zubereitung völlig gleich bleiben. Ein einmal notiertes Ergebnis, etwa auf einem kleinen Zettel in der Küche, erspart es, den gesamten Vergleich beim nächsten Umzug wieder von vorn beginnen zu müssen.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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