Zum Inhalt springen

Keine Werbe- oder Tracking-Cookies. Mehr erfahren

Zubereitung

Seifiger Nachgeschmack im Matcha: die Suche beginnt am Geschirr

Seifig ist nicht bitter und nicht grasig, sondern ein eigener, pelziger Beigeschmack, der hinten am Gaumen sitzt und nach dem Schlucken bleibt. Die Ursache liegt fast nie im Pulver, sondern in dem, was mit Schale, Besen oder Aufschäumer passiert ist, bevor der Matcha hineinkam. Dieser Artikel grenzt die Ursache mit einem Test in fünf Minuten ein und zeigt den Ablauf, der den seifigen Ton dauerhaft loswird.

Seifig, bitter, grasig: drei verschiedene Fehler

Bevor du irgendetwas änderst, sortiere den Geschmack ein. Bitter ist ein scharfer, zusammenziehender Eindruck, der sofort kommt und meistens an zu heißem Wasser oder zu viel Pulver liegt. Die Ursachenliste dazu steht in „Matcha zu bitter? Woher die Bitterkeit kommt und was hilft“. Grasig oder fischig ist dagegen ein Geruchseindruck, der schon beim Öffnen der Dose auffällt und meist mit dem Alter des Pulvers oder der Lagerung zu tun hat. Seifig ist etwas Drittes: Der erste Schluck schmeckt normal, dann legt sich ein glatter, leicht parfümierter Film auf die Zunge, und der Nachgeschmack bleibt zwei bis drei Minuten. Manche beschreiben ihn als pelzig, andere als metallisch. Wichtig ist der Zeitpunkt, an dem er auftritt: Der Eindruck kommt nicht aus dem Pulver, sondern baut sich während des Trinkens auf. Genau das ist der Hinweis auf einen Rückstand im Gefäß und nicht auf eine schlechte Charge.

Der häufigste Fall: Tenside am Geschirr

Tenside sind der eigentliche Wirkbestandteil in jedem Spülmittel. Das Umweltbundesamt beziffert die jährlich an private Endverbraucher verkauften Mengen mit rund 139.000 Tonnen Handgeschirrspülmittel und rund 173.000 Tonnen Maschinengeschirrspülmittel und nennt für den Chemikalieneintrag ins Abwasser 180.960 Tonnen Tenside im Bezugsjahr 2017. Diese Zahlen sagen vor allem eines: Es ist sehr viel Mittel im Umlauf, und ein Teil davon bleibt nach dem Spülen auf dem Geschirr. Auf einer glatten Glastasse fällt das nicht auf. Eine Matcha-Schale ist innen aber oft nicht vollständig glasiert oder hat eine matte, leicht raue Glasur, und dort hält sich ein Film besonders gut. Dazu kommt ein zweiter Punkt: Eine Schale wird nur zu einem kleinen Teil gefüllt, das Getränk hat also viel Wandfläche im Verhältnis zu seiner Menge. Wenn irgendwo ein Rückstand sitzt, schmeckst du ihn hier deutlicher als in fast jedem anderen Getränk.

Klarspüler: wofür er gedacht ist und wann er zu viel wird

Klarspüler soll verhindern, dass beim Trocknen Wassertropfen Ränder hinterlassen. Er senkt die Oberflächenspannung, damit das Wasser flächig abläuft. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus ordnet die Diskussion um Klarspülerrückstände nüchtern ein: Bei haushaltsüblichen Maschinen mit handelsüblichen Mitteln wurden keine messbaren schädlichen Wirkungen festgestellt, und die vielzitierte Untersuchung hatte etwa tausendfach höher dosiert als im Alltag üblich. Die Empfehlung der Behörde bleibt trotzdem eindeutig: Klarspüler sparsam und nur nach den Dosierhinweisen auf der Packung einsetzen und die Menge an die Wasserhärte anpassen. Für den Geschmack im Matcha ist genau das der Hebel. Viele Maschinen laufen ab Werk auf einer hohen Klarspülerstufe, obwohl das Leitungswasser im Haushalt weich ist. Dreh die Stufe herunter und spüle die Matcha-Schale eine Woche lang nur von Hand mit klarem Wasser. Verschwindet der seifige Ton, hast du die Ursache gefunden.

Der Test, der die Sache in fünf Minuten klärt

Du brauchst zwei Gefäße und heißes Wasser. Nimm die verdächtige Schale, gieße 80 Milliliter Wasser mit 70 bis 80 Grad hinein, warte eine Minute und probiere das pure Wasser. Schmeckt schon dieses Wasser leicht seifig, ist die Schale die Ursache und du bist fertig. Schmeckt es neutral, wiederholst du den Versuch mit dem Besen oder dem Aufschäumer im Wasser: einmal kräftig aufschlagen, dann probieren. Kommt der Eindruck jetzt, liegt es am Werkzeug. Bleibt das Wasser in beiden Fällen neutral, machst du eine dritte Probe: Schlage dieselbe Menge Pulver in einem Glas an, das noch nie in der Spülmaschine war, und vergleiche direkt. Erst wenn auch dieses Glas seifig schmeckt, lohnt es sich, über das Pulver nachzudenken, und dann geht es meist nicht um Seife, sondern um Lagerung oder Wasser. Notiere dir nach jedem Schritt das Ergebnis, sonst drehst du dich im Kreis und probierst dieselbe Variante zweimal.

Bambus saugt Seife auf und gibt sie langsam wieder ab

Chasen und Chashaku bestehen aus Bambus, und Bambus ist ein poröses Material. Ein einziges Spülmittelbad reicht, damit ein Besen wochenlang seifig schmeckt, weil das Mittel in die feinen Zinken einzieht und bei jedem heißen Aufguss ein wenig davon wieder herausgelöst wird. Deshalb gilt für Bambusbesen ohne Ausnahme: nur warmes Wasser, kein Spülmittel, keine Spülmaschine. Ausgeschwenkt wird er nach jedem Gebrauch in klarem, warmem Wasser, danach in Form gebracht und offen getrocknet. Ist ein Besen einmal mit Spülmittel in Berührung gekommen, hilft nur Zeit: mehrfach in heißem Wasser ausschwenken, jedes Mal mit frischem Wasser, dazwischen vollständig trocknen lassen. Nach drei bis vier Durchgängen ist der Eindruck bei den meisten Besen weg. Dasselbe gilt für einen Bambuslöffel und für einen Holzrahmen am Sieb, das nach jeder Reinigung vollständig trocknen muss; der Ablauf dafür steht in „Matcha-Sieb verstopft: reinigen, trocknen, wieder frei bekommen“. Kunststoff und Edelstahl sind unproblematischer, halten Rückstände aber in Rillen und Gewinden fest.

Wasser, Kalk und der metallisch-seifige Beiklang

Nicht jeder seifige Eindruck kommt aus der Flasche unter der Spüle. Sehr weiches oder stark entkalktes Wasser kann im Matcha flach und leicht laugig schmecken, sehr hartes Wasser bringt einen kreidigen Beiklang mit, den viele ebenfalls als seifig beschreiben. Und ein Wasserkocher mit dicker Kalkschicht gibt beides an das Wasser weiter. Bevor du also die Schale verdächtigst, kochst du dieselbe Menge Wasser einmal in einem frisch entkalkten Kocher und einmal aus stillem Flaschenwasser und vergleichst die beiden Schalen nebeneinander. Welche Temperatur und welche Wasserhärte für Matcha sinnvoll sind, ist in „Welches Wasser für Matcha? Temperatur und Wasserhärte erklärt“ beschrieben. Praktisch reicht in vielen Haushalten schon der Wechsel auf gefiltertes Leitungswasser, ohne dass am Geschirr überhaupt etwas geändert werden muss. Und wer zusätzlich die Klarspülerdosierung an die Wasserhärte anpasst, wie es die bayerische Verbraucherinformation empfiehlt, löst zwei Baustellen mit einem Handgriff.

Wenn es nicht am Geschirr liegt: Gerüche aus dem Schrank

Matcha ist gemahlenes Blatt mit sehr großer Oberfläche und nimmt Gerüche aus der Umgebung an. Wer die Dose im Schrank unter der Spüle lagert, direkt neben Spülmittel, Allzweckreiniger oder einem Stück Kernseife, bekommt genau diesen Ton irgendwann in die Schale. Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Niedersachsen führt das als eigenständigen Grund für luftdichte Behälter an: In gut verschlossenen Gefäßen nehmen Lebensmittel keine Gerüche aus der Umgebung an, Geschmack und Qualität bleiben erhalten. Für Matcha heißt das ganz konkret: Dose fest verschlossen halten, Vorratsschrank statt Putzschrank, und keine offene Tüte im Regal stehen lassen. Wenn eine Dose bereits einen fremden Ton angenommen hat, bekommt man ihn nicht wieder heraus. Dieses Pulver wandert dann besser in einen Teig oder in einen Smoothie, wo andere Zutaten mitspielen und den Beiklang überdecken.

Der Ablauf, der den seifigen Ton dauerhaft loswird

Zusammengefasst und in der Reihenfolge, in der du vorgehst. Erstens: die Matcha-Schale eine Woche lang nur von Hand mit klarem, heißem Wasser spülen und komplett trocknen lassen. Zweitens: den Besen aus jedem Kontakt mit Spülmittel herausnehmen und nur in warmem Wasser reinigen. Drittens: an der Spülmaschine die Klarspülerstufe auf die Wasserhärte einstellen und dabei eher zu niedrig als zu hoch dosieren. Viertens: die Dose aus dem Putzschrank in den Vorratsschrank umziehen. Fünftens: den Wasserkocher entkalken. Wer diese fünf Punkte der Reihe nach abarbeitet, erwischt in fast allen Fällen die Ursache, ohne eine einzige neue Dose kaufen zu müssen. Und wenn danach noch ein Rest bleibt, machst du den Vergleich mit einem zweiten Pulver aus einer anderen Charge. Dann weißt du sicher, ob es am Geschirr oder am Inhalt liegt, und musst nicht länger raten. Worauf du bei diesem zweiten Pulver achtest und warum die englischen Stufen auf der Dose dabei nicht weiterhelfen, steht in „Ceremonial oder Culinary Grade: was die Matcha-Stufen sagen“.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

Geöffnete MATCHASHOCK Dose mit Deckel
Laborgeprüft · Bio
MATCHASHOCK Matcha-Pulver aus der Nähe
Erste Ernte
Doppelt versiegelte Innenfolie der Dose
Doppelt versiegelt

Genug gelesen? Schmeck den Unterschied selbst.

Bio aus erster Ernte.
Laborgeprüft, doppelt versiegelt.

Fein vermahlen und mild statt bitter — deshalb schmeckt er auch pur.

  • Bio-zertifiziert, DE-ÖKO-006
  • Im Labor geprüft
  • Erste Ernte, feinste Vermahlung
  • Doppelt luftdicht versiegelt
  • Versand kostenlos in Deutschland
  • 30 g, reicht für 10–15 Tassen
5,0 von 5 · 3 Bewertungen
„Das ist der beste Matcha, den ich seit Jahren gekauft habe! Ich trinke schon lange Matcha und nutze ihn auch gerne zum Backen meiner Lieblingscookies. Die Qualität ist top! Intensiver Geschmack, sehr fein gemahlen […]. Den werde ich definitiv wieder bestellen!!“
Sabrina · Amazon, verifizierter Kauf

30 g für 25,00 € (833,33 €/kg, inkl. MwSt.)

Jetzt probieren

MATCHASHOCK Bio-Matcha, 30 g: 25,00 € (833,33 €/kg), inkl. MwSt. Versand innerhalb Deutschlands kostenlos. Bio: Kontrollstelle des Herstellers CN-BIO-141, unsere eigene DE-ÖKO-006 (ABCert) · Nicht-EU-Landwirtschaft. Diese Bewertungen stammen von unserer Amazon-Produktseite und tragen dort alle den Amazon-Vermerk „Verifizierter Kauf“ — Amazon setzt ihn nur, wenn der Artikel über das Konto der Verfasserin oder des Verfassers gekauft wurde. Wir schreiben keine Bewertungen selbst und übernehmen keine aus anderen Quellen. Mit […] gekennzeichnete Stellen haben wir weggelassen, weil sie Aussagen zur Wirkung enthalten, die wir noch nicht mit Unterlagen belegen können; nichts wurde umformuliert. Der vollständige Wortlaut steht auf unserer Amazon-Produktseite.

Weitere Wissensartikel