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Zubereitung

Matcha-Olivenöl: wie du es ansetzt und wofür es sich eignet

Matcha-Olivenöl kombiniert natives Olivenöl mit Matcha-Pulver zu einem grünen Finishing-Öl für kalte Speisen. Ein belgisches Handelsbeispiel zeigt, wie eine fertige Version zusammengesetzt ist, dazu die wichtigsten Grundlagen zu Olivenöl selbst und warum es bei diesem Öl nie zum Erhitzen kommen sollte.

Was Olivenöl grundsätzlich ausmacht

Laut ausführlicher Wikipedia-Definition wird Olivenöl seit mindestens 8000 Jahren im östlichen Mittelmeerraum aus dem Fruchtfleisch und Kern von Oliven, den Früchten des Olivenbaums, gewonnen. Das Öl besteht überwiegend aus Ölsäure mit einem Anteil von 55 bis 83 Prozent, dazu kommen Palmitin- und Linolsäure. Die Gewinnung erfolgt entweder im traditionellen Chargenbetrieb mit Mühlsteinen und Pressmatten oder im modernen kontinuierlichen Verfahren mit Zerkleinerung, Kneten und Zentrifugation, wobei eine Verarbeitung möglichst noch am Erntetag empfohlen wird.

Warum Matcha-Olivenöl nie erhitzt werden sollte

Der Rauchpunkt von hochwertigem, filtriertem nativen Olivenöl extra liegt laut Wikipedia bei rund 210 Grad, bereits ab 180 Grad werden aber die enthaltenen wertvollen antioxidativen Stoffe aus der Phenol- und Tocopherolgruppe unwiederbringlich zerstört. Für ein Öl mit zusätzlichem Matcha gilt diese Temperaturgrenze umso mehr, weil Matcha selbst schon bei deutlich niedrigeren Temperaturen spürbar an Farbe und Aroma verliert, oft schon weit unterhalb dieser 180 Grad. Ein Matcha-Olivenöl ist deshalb grundsätzlich für die kalte Küche gedacht, nicht zum Braten oder Frittieren.

Ein belgisches Beispiel: Buss Olive Oil Matcha

Der belgische Hersteller Buss Olive Oil, ein etablierter Betrieb aus Nijlen, führt unter dem Namen Buss N°2 Matcha Olijfolie ein fertiges Öl in der 700-Milliliter-Flasche für 29,50 Euro, umgerechnet 42,14 Euro je Liter, was für ein spezialisiertes Finishing-Öl ein durchaus übliches Preisniveau darstellt. Laut Zutatenliste besteht die Mischung aus 91 Prozent nativem Olivenöl extra und 9 Prozent reinem Matcha. Der Hersteller weist auf der Verpackung ausdrücklich darauf hin, dass das Öl ausschließlich kalt verwendet werden soll, empfohlen etwa für Reisgerichte, Fisch, Salate, Smoothies und frische Pasta, und liefert es in einer lichtundurchlässigen, dunklen Glasflasche mit einem auslaufsicheren Verschluss und einem bedruckten Metalletikett für einen nachhaltigen, mehrfach verwendbaren Gebrauch.

Wie sich Matcha-Olivenöl selbst ansetzen lässt

Für eine eigene Version wird fein vermahlenes Matcha-Pulver sorgfältig mit mildem, nativen Olivenöl extra verrührt, meist im Verhältnis von etwa einem Teelöffel Matcha auf 100 bis 150 Milliliter Öl, je nachdem, wie kräftig die Farbe und die geschmackliche Note am Ende ausfallen sollen. Weil sich Matcha in Öl nicht vollständig chemisch löst, sondern eher sehr fein verteilt bleibt, setzt sich ein Teil des Pulvers mit der Zeit wieder am Flaschenboden ab, weshalb das Öl vor jeder Verwendung kurz kräftig aufgeschüttelt werden sollte. Ein kleiner Trichter erleichtert das Befüllen einer schmalen Flasche zusätzlich, besonders wenn größere Mengen auf einmal angesetzt werden. Ein größerer Ansatz lohnt sich vor allem, wenn das Öl regelmäßig als Finishing-Öl eingesetzt wird.

Wofür sich Matcha-Olivenöl in der eigenen Küche besonders eignet

Wie beim genannten belgischen Handelsbeispiel eignet sich Matcha-Olivenöl vor allem für kalte oder nur leicht erwärmte Gerichte: als abschließendes Topping auf Reisschalen, als letzter Schliff über Fisch oder gedünstetem Gemüse, eingerührt in Smoothies oder als grüne, aromatische Note über frisch gekochter Pasta kurz vor dem Servieren. Auch über einer einfachen Suppe oder als Basis für ein Dressing macht sich das Öl gut, solange die Temperatur der übrigen Zutaten nicht zu hoch ist. Wie Matcha grundsätzlich in salzigen und herzhaften Zubereitungen wirkt, unabhängig vom konkreten Öl, beschreibt der Wissensartikel „Matcha herzhaft: warum das grüne Pulver auch salzig funktioniert“ ausführlicher. Welche weiteren Zutaten grundsätzlich gut zu Matcha passen und welche eher nicht, unabhängig vom konkreten Öl, beschreibt der Wissensartikel „Matcha Food Pairing: was zu Matcha passt – und was nicht“ noch etwas breiter.

Wie lange sich ein Matcha-Olivenöl aufbewahren lässt

Eine belastbare, allgemeingültige Haltbarkeitsangabe für selbst angesetztes Matcha-Olivenöl lässt sich ohne eine echte Laboranalyse nicht seriös nennen, weil sie stark von der Frische des verwendeten Ausgangsöls, der Sauberkeit der Flasche und der genauen Lagertemperatur zuhause abhängt. Anders als bei industriell hergestellten, oft haltbarer gemachten Produkten fehlen bei einer selbst angesetzten Mischung entsprechende Konservierungsverfahren komplett. Als grobe, praktische Orientierung gilt: kühl, dunkel und gut verschlossen aufbewahren und innerhalb weniger Wochen vollständig aufbrauchen, ähnlich wie bei anderen selbst hergestellten, nicht industriell haltbar gemachten Ölmischungen zuhause. Im Zweifelsfall entscheiden am Ende immer Geruch und Geschmack, ob das Öl noch bedenkenlos verwendet werden sollte oder besser entsorgt gehört. Dieser Text ist redaktionell. Das genannte Produkt stammt von Buss Olive Oil, wir verkaufen es nicht und stehen mit dem Unternehmen in keiner Verbindung.

Warum die Ölqualität für ein gutes Ergebnis wichtiger ist als teures Matcha

Für ein selbst angesetztes Matcha-Olivenöl lohnt es sich in aller Regel deutlich mehr, in ein wirklich frisches, mildes natives Olivenöl extra zu investieren als ausgerechnet in besonders teures, hochwertiges Matcha, weil das Öl über die gesamte Verwendungsdauer den größten Anteil der Mischung ausmacht und dessen Qualität den Grundgeschmack maßgeblich prägt. Ein ranziges oder zu scharfes, bitteres Öl lässt sich durch Matcha nicht mehr retten, während ein mildes, gutes Öl auch mit einem einfacheren Matcha noch ein rundes Ergebnis ergibt. Wer beides in guter Qualität kombiniert, bekommt natürlich das beste Resultat, muss dafür aber nicht zwingend beim teuersten Matcha zugreifen. Als grobe Richtschnur gilt: lieber ein frisches, mittelpreisiges Olivenöl mit einem soliden, mild schmeckenden Matcha kombinieren als ein hochpreisiges Matcha in einem alten, bereits ranzigen Restöl aus dem Küchenschrank zu verschwenden.

Wie sich die Farbe des Öls über die Zeit verändert

Direkt nach dem frischen Ansetzen zeigt ein Matcha-Olivenöl meist eine sehr kräftige, satte grüne Farbe, die sich mit der Zeit etwas abschwächt, weil Licht und der im Öl gelöste Sauerstoff dem enthaltenen Chlorophyll allmählich zusetzen. Eine dunkle Flasche, wie sie auch beim genannten belgischen Beispiel verwendet wird, verlangsamt diesen Prozess deutlich gegenüber einer klaren Glasflasche, weil weniger Licht eindringen kann. Wer die Farbe möglichst lange erhalten möchte, lagert das Öl deshalb dunkel und kühl, aber nicht im Kühlschrank, weil Olivenöl dort trüb und teilweise fest werden kann.

Wenn der Matcha-Ton auch pur überzeugen soll

Im fertigen Öl ist Matcha nur eine von insgesamt zwei Zutaten, aber vollständig von reichlich Fett umgeben, wodurch der Geschmack milder und runder wirkt als in einer wässrigen Zubereitung. Wer den reinen Geschmack des Tees kennenlernen möchte, bevor er ihn im Öl wiedererkennt, braucht dafür nur zwei Gramm feines Pulver und heißes Wasser. Ein mild statt bitter abgestimmter, steingemahlener Matcha aus erster Ernte eignet sich anschließend genauso gut für die eigene Ölmischung wie für die klassische Schale.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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