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Zubereitung

Matcha-Olivenöl: kaufen oder selbst ansetzen

Matcha-Olivenöl verbindet natives Olivenöl mit Matcha-Pulver zu einem Öl für kalte Anwendungen – Salate, Fisch, Pasta oder Smoothies. Mehrere internationale Anbieter verkaufen fertige Flaschen, das Prinzip lässt sich aber auch mit wenigen Zutaten selbst zuhause umsetzen.

Ein belgisches Beispiel: 91 Prozent Öl, 9 Prozent Matcha

Der belgische Hersteller Buss Olive Oil verkauft unter dem Namen "N°2" ein Matcha-Olivenöl aus 91 Prozent nativem Olivenöl extra und 9 Prozent reinem Matcha, abgefüllt in einer dunkelbraunen 700-Milliliter-Flasche mit luftdichtem Verschluss. Beschrieben wird der Geschmack als sanft umami mit einer grasigen Bitterkeit vom Matcha, getragen von der milden Olivenölbasis. Der Hersteller empfiehlt das Öl ausdrücklich nur für kalte Anwendungen wie Reisgerichte, Fisch, Salate, Smoothies und Pasta, nicht zum Erhitzen. Der Preis liegt bei rund 29,50 Euro, was umgerechnet gut 42 Euro je Liter entspricht.

Weitere Anbieter im Überblick

Auch kleinere britische Marken wie Amatsu Matcha bieten ein Matcha-Olivenöl an, allerdings mit deutlich weniger öffentlich zugänglichen Produktdetails zu Mischverhältnis oder Preis. Gemeinsam ist den meisten Matcha-Ölen auf dem Markt, dass sie sich an eine ähnliche Zielgruppe wie Trüffel- oder Zitronenöl richten: kleine Flaschen für den gezielten Einsatz als Finishing-Öl, nicht als Grundöl zum Braten. In Deutschland ist die Kategorie noch eine echte Nische; die bekanntesten Anbieter stammen aus Belgien, Großbritannien und den USA. Für Käuferinnen und Käufer bedeutet das: Wer ein Matcha-Öl gezielt sucht, findet es kaum im normalen Supermarktregal, sondern eher über spezialisierte Online-Feinkostläden mit internationalem Versand, was die Fracht- und Versandkosten am Ende oft teurer macht als das Öl selbst.

Warum sich ein selbst gemischtes Öl lohnen kann

Anders als ein fertiges Finishing-Öl aus dem Feinkostladen lässt sich eine Eigenmischung jederzeit frisch ansetzen, in genau der Menge, die für eine Woche oder ein einzelnes Gericht gebraucht wird. Das spart nicht nur Versandkosten, sondern verhindert auch, dass ein größeres Fläschchen über Monate im Küchenschrank steht und dabei an Frische verliert – Matcha reagiert empfindlich auf Licht und Sauerstoff, und ein bereits mit Öl vermischtes Pulver ist davon nicht ausgenommen. Wer regelmäßig ein Matcha-Öl verwendet, füllt deshalb besser kleine Mengen ab und stellt sie kühl und dunkel, statt eine große Flasche über Wochen offen im Regal stehen zu lassen.

Warum Matcha-Öl nur kalt funktioniert

Der Grund, warum alle Hersteller vom Erhitzen abraten, liegt an der Hitzeempfindlichkeit von Matcha: Farbe und feine Aromastoffe leiden bei hohen Temperaturen, was auch für Gebäck gilt, wie „Mit Matcha backen: was Hitze mit Farbe und Geschmack macht“ beschreibt. Bei einem Öl kommt hinzu, dass sich das feine Pulver beim Erhitzen absetzen und am Boden der Pfanne verbrennen kann, was einen unangenehm bitteren Ton hinterlässt. Als Finishing-Öl über einem fertigen Gericht bleibt dieses Risiko aus, weil das Öl gar nicht mehr auf die Herdplatte kommt. Selbst ein kurzes Erwärmen in der Pfanne reicht meist schon aus, um den feinen Grünton sichtbar in Richtung Braun zu verschieben, was bei einem Öl noch auffälliger wirkt als bei einem Gebäck, weil die Flüssigkeit die Farbveränderung ungefiltert zeigt.

Matcha-Öl selbst ansetzen

Für eine einfache Eigenversion werden zwei Teelöffel Matcha mit 200 Millilitern mildem Olivenöl in einem kleinen Mixer oder mit einem Milchaufschäumer verrührt, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind. Anders als bei fertigen Produkten setzt sich das Pulver bei einer selbst gemachten Mischung nach einigen Stunden am Boden ab, weil kein Emulgator im Spiel ist – vor Gebrauch also kurz aufschütteln. Wer eine klarere Variante möchte, lässt das Öl mit dem Pulver einen Tag ziehen und filtert es anschließend durch ein feines Sieb oder ein Tuch, was allerdings auch etwas Farbe und Aroma kostet. Ein mildes, geschmacksneutrales Olivenöl eignet sich als Basis besser als ein kräftiges, fruchtiges Öl, weil Letzteres mit seinem eigenen Aroma gegen den feinen Matcha-Ton konkurriert, statt ihn zu tragen – für diesen Zweck lohnt sich also nicht zwingend das teuerste Öl im Regal, sondern eher ein mildes.

Wo Matcha-Öl geschmacklich passt

Wie „Matcha herzhaft: warum das grüne Pulver auch salzig funktioniert“ beschreibt, hat Matcha einen ausgeprägten Umami-Charakter, der sich gut mit milden, nicht zu intensiven Gerichten verträgt: gedämpftem Fisch, Avocado, warmem Gemüse oder einer schlichten Pastaschüssel. Zu kräftig gewürzten Gerichten geht der feine Ton dagegen schnell unter. Ein paar Tropfen über dem fertigen Teller, statt großzügig in die Sauce eingerührt, zeigen den Geschmack am deutlichsten – wie auch bei anderen aromatisierten Ölen üblich.

Welches Pulver sich für die Eigenmischung eignet

Für ein Öl, in dem das Pulver pur und ungebacken zur Geltung kommt, zählt vor allem ein feiner Mahlgrad und ein milder Grundgeschmack ohne Bitterkeit. Genau darauf ist der MATCHASHOCK Bio-Matcha ausgelegt – erste Ernte, beschattet, von Hand gepflückt, fein steingemahlen und laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide, doppelt luftdicht versiegelt und dadurch mild statt bitter. Für 200 Milliliter Öl reichen zwei Teelöffel; wer eine kräftigere Farbe möchte, kann vorsichtig auf einen Esslöffel steigern.

Vom Öltropfen zur vollen Schale

Ein paar Tropfen Matcha-Öl über einem Salat oder Fischfilet zeigen nur einen Bruchteil dessen, was zwei Gramm Pulver pur an Geschmack liefern. Wie „Matcha Food Pairing: was zu Matcha passt – und was nicht“ zeigt, verändert sich der Ton des Tees stark je nach Umgebung – in Öl gebunden schmeckt er anders als in einer klassischen Schale mit heißem Wasser. Wer beides ausprobiert, versteht schnell, warum die pure Zubereitung für viele die ehrlichste Art bleibt, das Pulver kennenzulernen, bevor man es in Öl, Teig oder Sauce einbindet.

Matcha-Öl als Geschenk oder Mitbringsel

Eine kleine, selbst abgefüllte Flasche Matcha-Öl eignet sich gut als Mitbringsel für Menschen, die gern kochen und schon vertraut mit Matcha sind, etwa aus der Trinkzubereitung. Wichtig für ein Geschenk: eine dunkle oder zumindest lichtgeschützt gelagerte Flasche wählen, ein Etikett mit Herstellungsdatum anbringen, weil eine Eigenmischung ohne Konservierung schneller verbraucht werden sollte als ein industriell hergestelltes Produkt, und den Hinweis mitgeben, dass das Öl ausschließlich kalt verwendet werden sollte. So kommt die Empfängerin oder der Empfänger nicht auf die Idee, das Öl versehentlich zum Anbraten zu verwenden, wodurch der feine Matcha-Ton verloren ginge und nur noch ein bitterer Beigeschmack übrig bliebe. Eine kleine Karte mit zwei oder drei Vorschlägen, wozu sich das Öl eignet, macht das Geschenk zusätzlich praktischer, gerade für Menschen, die selbst noch nicht mit einem aromatisierten Öl gekocht haben und sich einen konkreten Ausgangspunkt wünschen, statt vor einer leeren Flasche voller offener Fragen zu stehen.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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