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Zubereitung

Matcha im Sommer: die Übersicht für heiße Tage

Im Sommer kippt bei Matcha alles ins Kalte: kein Wasserkocher, keine Schale, dafür Glas, Eis und Shaker. Das ist kein Kompromiss, sondern die Zubereitung, bei der mildes Pulver am besten dasteht. Hier stehen die Methoden mit Mengen, die Lagerung bei Hitze, die Vorratsrechnung für die warmen Monate und das, was du in den Urlaub mitnimmst.

Warum schmeckt Matcha kalt milder als heiß?

Der Grund liegt im Wasser, nicht im Pulver. Je heißer das Wasser, desto schneller und vollständiger lösen sich die herben Blattbestandteile. Für grünen Tee gelten deshalb 70 bis 90 Grad als üblich, denn zu heißes Wasser macht ihn bitter bis ungenießbar; für Matcha fährst du mit 70 bis 80 Grad am besten. Kalt angerührt bleibt schlicht ein Teil dieser Stoffe ungelöst, und übrig bleibt die süßliche, grüne Seite. Deshalb schmeckt derselbe Matcha im Glas mit Eis deutlich weicher als in der heißen Schale, und deshalb steigen im Sommer auch Leute wieder ein, die im Winter aufgegeben hatten. Der zweite Effekt ist praktischer Natur: Kalt brauchst du weder Thermometer noch Wartezeit, und der Wasserkocher bleibt im Sommer da, wo er hingehört, nämlich aus. Wer sich an den Geschmack erst noch herantastet, findet den Fahrplan im Wissensartikel „Matcha schmeckt dir nicht? Der Fahrplan für vier Wochen“.

Wie bereite ich Matcha bei Hitze in einer Minute zu?

Die Sommerroutine braucht ein Schraubglas oder einen Shaker, sonst nichts. 2 Gramm Pulver hinein, am besten durch ein feines Sieb, damit sich keine Knoten bilden. Dann 50 Milliliter kaltes Wasser dazu und einmal kräftig schütteln, bis die Basis glatt ist. Erst danach 150 bis 200 Milliliter kaltes Wasser und drei bis vier Eiswürfel nachfüllen und noch einmal zwanzig Sekunden schütteln. Diese Reihenfolge ist der ganze Unterschied zwischen einem klaren Glas und grünen Klümpchen, die oben schwimmen. Wer es cremig will, ersetzt die zweite Wassermenge durch kalte Milch oder Hafermilch. Der Bodensatz nach zehn Minuten ist normal, weil du das gemahlene Blatt mittrinkst – einmal aufschütteln reicht. Die drei kalten Grundmethoden mit Zeiten, vom kalt aufgeschlagenen Matcha bis zum Ansatz über Nacht, stehen im Wissensartikel „Matcha kalt zubereiten: Cold Matcha, Shaker und Cold Brew“; die Variante für unterwegs im Artikel „Matcha to go: So nimmst du deinen Matcha mit ins Büro“.

Welche kalten Matcha-Getränke lohnen sich im Sommer?

Im Sommer laufen drei Formate, und jedes hat seine eigene Rechnung. Erstens die Kanne für den Kühlschrank: 8 Gramm Pulver auf 1 Liter kaltes Wasser, in einer verschließbaren Flasche zwanzig Sekunden kräftig schütteln, zwei Stunden kalt stellen und vor dem Ausschenken einmal aufschütteln. Zweitens das spritzige Glas: 2 Gramm mit 40 Millilitern kaltem Wasser glattrühren, dann 200 Milliliter Sprudelwasser langsam angießen und nur kurz umrühren, sonst ist die Kohlensäure weg. Ein Spritzer Zitrone hebt die grüne Note und macht das Glas heller. Drittens die kalte Latte: 2 Gramm mit 50 Millilitern Wasser als Basis anrühren, darauf 150 Milliliter kalte Milch und drei bis vier Eiswürfel, zwanzig Sekunden schütteln. Für alle drei lohnt sich ein Vorrat Matcha-Eiswürfel: 2 Gramm auf 100 Milliliter anrühren, in die Form gießen, rund vier Stunden gefrieren. Dann wird das Glas beim Schmelzen nicht schwächer, sondern bleibt gleich stark.

Wie lagere ich Matcha im Sommer, ohne dass er kippt?

Hitze ist der schlimmste Feind des Pulvers, gleich nach Sauerstoff. Matcha soll gut verschlossen, kühl und trocken gelagert und rasch verzehrt werden; im Sommer heißt das konkret: nicht auf die Fensterbank, nicht neben den Herd und nicht in den Wintergarten. Der Kühlschrank hilft nur bei ungeöffneter Ware. Sobald die Dose auf ist, holt jedes Herausnehmen Kondenswasser auf das kalte Pulver, und Feuchtigkeit lässt Matcha verklumpen und stumpf werden. Besser ist ein dunkler Schrank in der kühlsten Ecke der Küche, Dose immer sofort wieder schließen. Genau dafür ist die kleine Menge gedacht: eine 30-Gramm-Dose, doppelt luftdicht versiegelt, wie beim MATCHASHOCK Bio-Matcha aus erster, beschatteter Ernte, steingemahlen und laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide – sie ist leer, bevor die Sommerhitze ihr etwas anhaben kann. Die vollständige Lagerlehre steht im Wissensartikel „Matcha richtig aufbewahren: luftdicht, dunkel, kühl – und ohne Kondenswasser“.

Wie viel Matcha brauche ich im Sommer – reicht eine Dose?

Rechne mit 2 Gramm je Glas. Wer im Winter eine Schale am Tag trinkt, kommt im Sommer schnell auf zwei bis drei Gläser, weil kalter Matcha eher wie ein Erfrischungsgetränk läuft als wie ein Ritual. Damit ist eine 30-Gramm-Dose statt in vier bis sechs Wochen schon in zwei bis drei Wochen leer. Das ist kein Problem, sondern der Normalfall der warmen Monate – und ein Argument gegen große Gebinde: Eine 100-Gramm-Packung, die du bei 30 Grad drei Monate offen stehen hast, verliert mehr, als du durch die größere Menge gewinnst. Zur Koffeineinordnung eine reine Stoffangabe: Matcha-Pulver enthält etwa 18,9 bis 44,4 Milligramm Koffein je Gramm, bei 2 Gramm also grob 38 bis 89 Milligramm je Glas. Wie sich das über den Tag verteilt, hängt an deiner Anzahl Gläser. Die Tassenrechnung im Detail steht im Wissensartikel Wie lange reicht eine Dose Matcha.

Was nehme ich im Sommerurlaub mit?

Matcha ist eines der wenigen Getränke, die ohne Maschine, Filter und Strom auskommen – das macht ihn zum einfachsten Reisebegleiter. Ins Gepäck gehören drei Dinge: die Dose, ein Schraubglas oder eine Flasche mit dichtem Deckel und ein kleines Sieb, wenn du Wert auf ein glattes Glas legst. Auf einen Bambusbesen kannst du unterwegs verzichten, weil Schütteln kalt ohnehin besser funktioniert als Schlagen. Halte die Dose im Koffer weg von der Sonnenseite und pack sie nicht in die Außentasche eines Rucksacks, der stundenlang in der Sonne liegt. Im Ferienhaus reicht kaltes Leitungswasser; wo es sehr kalkhaltig ist, schmeckt Matcha flacher, dann hilft stilles Flaschenwasser. Rechne vorher kurz nach, wie viele Gläser du unterwegs wirklich trinkst: Bei 2 Gramm je Glas ergibt eine 30-Gramm-Dose rund 15 Zubereitungen, zwei Wochen mit einem Glas am Tag sind damit sicher abgedeckt. Was minimal in den Koffer muss und was du getrost zu Hause lässt, steht im Wissensartikel Matcha-Reiseset.

Warum ist der Iced Matcha im Café oft wässrig?

Weil zwei Dinge zusammenkommen. Erstens wird das Glas meist bis oben mit Eis gefüllt und darauf eine Basis gegossen, die für die Menge zu dünn ist; sobald das Eis schmilzt, verdünnt es das Getränk ein zweites Mal. Zweitens wird kalt oft mit derselben Pulvermenge gearbeitet wie heiß, obwohl im Glas drei- bis viermal so viel Flüssigkeit steckt. Zu Hause löst du beides mit einer Zeile Mathematik. Die Regel bleibt 2 Gramm je Glas, darauf ist auch die Dose ausgelegt: rund 15 Zubereitungen aus 30 Gramm. Nur für den Sonderfall des sehr großen, stark verdünnten Glases – 300 Milliliter inklusive Eis – gehst du auf 3 bis 4 Gramm hoch; wer das jeden Tag macht, halbiert die Reichweite seiner Dose entsprechend. Der sparsamere Weg führt über die Eiswürfel: Frierst du sie aus Matcha statt aus Wasser, bleibt das Glas beim Schmelzen stark, ohne dass mehr Pulver hineingeht. Der zweite Punkt ist das Pulver selbst: Kalt verzeiht nichts, weil keine Hitze und kein Sirup etwas überdeckt. Deshalb zeigt gerade der Sommer, ob in der Dose erste Ernte steckt oder späte Backware. Woran du das vor dem Kauf erkennst, steht im Wissensartikel „Matcha kaufen: worauf achten? Die Checkliste mit 7 Prüfpunkten“.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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