Zubereitung
Matcha Gin Tonic zubereiten - Rezept mit Mengenangaben
Ein Gin Tonic mit einem Schuss Matcha färbt sich sanft grün und bekommt eine leicht erdige Note dazu. Dieser Artikel zeigt die Zubereitung Schritt für Schritt, mit genauen Mengen für Matcha, Gin und Tonic Water, erklärt die häufigsten Fehler bei dieser Kombination - und stellt eine alkoholfreie Variante vor, die genauso funktioniert.
Was einen Matcha Gin Tonic ausmacht
Ein klassischer Gin Tonic besteht aus Gin und Tonic Water, serviert auf Eis mit einer Zitrusgarnitur. Das Mischverhältnis reicht je nach Rezept und Geschmack von etwa gleichen Teilen bis hin zu einem Teil Gin auf drei Teile Tonic Water oder mehr. Für die Matcha-Variante kommt zusätzlich eine kleine Menge fein aufgeschlagenes Matcha-Pulver dazu, das dem Getränk seine grüne Farbe und eine leicht herbe Note gibt. Der Matcha wird dabei nicht einfach ins fertige Getränk gestreut, sondern vorher zu einer glatten Paste angerührt - genau wie bei einer klassischen Schale Matcha auch. Nur so verteilt sich das Pulver gleichmäßig, ohne Klumpen am Glasboden oder einen bitteren Bodensatz, der beim letzten Schluck überrascht. Diese Reihenfolge - erst Paste, dann Flüssigkeit - ist bei jeder Matcha-Zubereitung der entscheidende Unterschied zwischen einem runden und einem enttäuschenden Ergebnis, und sie gilt für Cocktails genauso wie für eine einfache Schale mit heißem Wasser.
Zutaten für ein Glas
Für ein Glas brauchst du: 2 g Matcha-Pulver, einen Esslöffel kaltes Wasser zum Anrühren, 4 cl Gin, 12 cl Tonic Water, reichlich Eiswürfel und eine Scheibe oder ein Stück Limette als Garnitur. Die Mengen lassen sich auf mehrere Gläser hochrechnen, wenn du für eine kleine Runde vorbereitest - achte dabei darauf, dass jede Portion einzeln mit 2 g Matcha angerührt wird, damit sich das Pulver wirklich vollständig löst, statt im Glas zu einer größeren Menge nur oberflächlich verrührt zu werden. Wer eine Küchenwaage besitzt, sollte die 2 g tatsächlich abwiegen, denn nach Augenmaß landet man je nach Löffelgröße schnell beim Doppelten oder bei der Hälfte, und beides verändert Farbe und Geschmack des fertigen Drinks spürbar. Für den Gin gilt: Ein normaler Barmaß-Messbecher mit 2- und 4-cl-Markierung nimmt die Unsicherheit beim Abmessen komplett heraus. Auch bei den Eiswürfeln lohnt sich Sorgfalt: Kleine, schnell schmelzende Würfel verdünnen den Drink innerhalb weniger Minuten spürbar, während größere, langsam schmelzende Würfel die Balance zwischen Gin, Matcha und Tonic Water länger stabil halten.
Zubereitung Schritt für Schritt
Zuerst 2 g Matcha durch ein feines Sieb in ein kleines Glas oder eine Tasse geben. Mit dem Esslöffel kaltem Wasser zu einer glatten, klumpenfreien Paste verrühren - ein kleiner Milchaufschäumer oder ein Löffel reichen dafür aus, wichtig ist nur, dass wirklich jedes Körnchen benetzt wird und keine trockenen Reste am Rand kleben bleiben. Dann ein Longdrinkglas großzügig mit Eiswürfeln füllen, denn zu wenig Eis lässt den Drink schneller warm und damit fad werden. Die Matcha-Paste hineingeben und mit den 4 cl Gin auffüllen, kurz umrühren, damit sich beides verbindet, bevor das Tonic Water dazukommt. Zum Schluss die 12 cl Tonic Water langsam am Löffel entlang eingießen, damit möglichst wenig Kohlensäure verloren geht, und nur noch ein- bis zweimal vorsichtig umrühren - kräftiges Rühren oder gar Schütteln nimmt dem Tonic Water seine Perlung und macht den Drink schal. Mit einer Limettenscheibe garnieren und sofort servieren, solange das Tonic Water noch perlt und die Matcha-Farbe noch frisch leuchtet.
Die alkoholfreie Variante: Matcha Tonic
Für eine alkoholfreie Fassung lässt du den Gin einfach weg und ersetzt ihn durch mehr Tonic Water oder durch ein alkoholfreies Tonic-Water-Getränk. Die Zubereitung bleibt sonst identisch: 2 g Matcha zu einer Paste anrühren, auf Eis geben und mit rund 16 cl Tonic Water auffüllen, mit Limette garnieren. Das Ergebnis ist optisch kaum vom Original zu unterscheiden und schmeckt durch die Bitterstoffe im Tonic Water erstaunlich vollmundig, sodass niemand am Glas erkennt, ob es Alkohol enthält oder nicht. Diese Variante eignet sich für jeden Anlass, bei dem kein Alkohol getrunken werden soll oder darf, und sie lässt sich genauso gut vorbereiten wie die Version mit Gin - beide Male ist der einzige wirklich empfindliche Schritt das saubere Anrühren der Matcha-Paste.
Worauf es beim Matcha in diesem Rezept ankommt
Wie bei jeder Matcha-Zubereitung gilt: kaltes bis lauwarmes Wasser zum Anrühren verwenden, nicht kochend heißes, sonst werden unnötig viele Bitterstoffe gelöst und der Drink schmeckt schärfer als beabsichtigt. Das Sieben des Pulvers vor dem Anrühren ist der wichtigste einzelne Schritt gegen Klumpen, weil Matcha durch die feine Vermahlung dazu neigt, in Wasser kleine Klumpen zu bilden, sobald es nicht gleichmäßig verteilt wird. Bei der Menge bleibt es bei der üblichen Dosierung von 2 g Matcha je Portion - das entspricht etwa einem gehäuften halben Teelöffel. Fein vermahlenes Matcha-Pulver aus erster Ernte löst sich dabei sichtbar leichter auf als grob vermahlene Ware, was sich besonders in einem klaren Getränk wie diesem zeigt, bei dem keine Milch die Struktur überdeckt und jede Unregelmäßigkeit sofort sichtbar wird. Wer nach dem Umrühren noch kleine grüne Punkte im Glas sieht, hat entweder zu wenig gesiebt oder zu grob gerührt - beim nächsten Versuch hilft es, die Paste länger und mit mehr Druck gegen den Glasrand zu verreiben.
Häufige Fehler bei dieser Kombination
Der häufigste Fehler ist, das Matcha-Pulver direkt in den fertigen Gin Tonic zu streuen, statt es vorher separat anzurühren. Dabei bilden sich fast immer Klumpen, die sich auch durch späteres Umrühren kaum noch auflösen lassen, weil das kohlensäurehaltige Tonic Water das Pulver nicht so gut benetzt wie stilles Wasser. Ein zweiter Fehler ist zu warmes Anrührwasser: Wer aus Bequemlichkeit heißes Leitungswasser nimmt, bekommt einen deutlich bittereren Drink, weil sich bei höheren Temperaturen mehr Gerbstoffe aus dem Pulver lösen. Ein dritter Fehler ist zu wenig Eis, wodurch der Drink schon nach wenigen Minuten lauwarm und fad schmeckt - lieber das Glas vorher kurz mit Eiswasser vorkühlen, wenn nur wenige Eiswürfel zur Verfügung stehen. Wer diese drei Punkte beachtet, bekommt ein zuverlässig gleichmäßiges Ergebnis, egal ob mit oder ohne Gin.
Wichtiger Hinweis zu Alkohol
Dieses Rezept enthält in der Grundversion Alkohol. Es richtet sich nicht an Schwangere und nicht an Personen unter 18 Jahren. Wer auf Alkohol verzichten möchte oder muss, findet weiter oben die alkoholfreie Variante mit demselben Matcha-Anteil und derselben Zubereitung, nur ohne Gin - geschmacklich und optisch liegt sie nah am Original.
Varianten mit anderen Zutaten
Statt klassischem London Dry Gin passen auch mildere, blumigere Gin-Sorten gut zur grasigen Matcha-Note, weil sie sich weniger stark gegen den Tee-Geschmack durchsetzen und die pflanzlichen Aromen beider Zutaten sich eher ergänzen als konkurrieren. Wer bereits einen Lieblings-Gin besitzt, kann diesen zunächst einfach weiterverwenden und bei Bedarf später mit einer milderen Sorte vergleichen, statt gleich zu Beginn eine neue Flasche zu kaufen. Wer es fruchtiger mag, ersetzt die Limette durch eine dünne Scheibe Gurke, was dem Getränk eine frischere, weniger herbe Randnote gibt und farblich ebenfalls zum Grünton passt. Auch ein Zweig Minze als zusätzliche Garnitur passt farblich und geschmacklich gut zum Grünton des Matcha und lässt sich vor dem Servieren kurz zwischen den Handflächen zerreiben, damit sich die ätherischen Öle leichter entfalten. An den Grundmengen - 2 g Matcha, 4 cl Gin, 12 cl Tonic Water - ändert keine dieser Varianten etwas, sie betreffen nur Aromen und Optik und lassen sich beliebig kombinieren, ohne das Grundrezept zu verlassen.
Herkunft der Kombination aus Tee und Wacholder
Gin wird aus neutralem Getreide- oder Kartoffelalkohol destilliert und bekommt sein charakteristisches Aroma vor allem durch Wacholderbeeren sowie eine individuelle Mischung aus weiteren Botanicals wie Koriander, Zitrusschalen oder Angelikawurzel, je nach Rezeptur der jeweiligen Brennerei. Tonic Water wiederum geht auf Chinarindenextrakt zurück, dessen Bitterstoff Chinin ursprünglich als Malariamittel diente und dem Getränk bis heute seine charakteristische Bitterkeit gibt. Beide Zutaten bringen also von Haus aus schon pflanzliche, teils bittere Aromen mit - Matcha reiht sich mit seiner eigenen grasig-herben Note in diese Familie pflanzlicher Bitterstoffe ein, ohne einen Fremdkörper im Glas darzustellen. Diese gemeinsame Aromenwelt ist mit ein Grund, warum sich Matcha überhaupt so unaufdringlich in einen Gin Tonic einfügen lässt, statt geschmacklich zu dominieren oder sich gegen die anderen Zutaten durchsetzen zu müssen.
Vom Glas zum Pulver dahinter
Für ein farblich kräftiges und geschmacklich rundes Ergebnis lohnt sich ein Blick auf die Qualität des verwendeten Pulvers, denn in einem klaren Getränk wie diesem fällt sowohl die Farbe als auch jede Bitterkeit sofort auf. Der MATCHASHOCK Bio-Matcha stammt aus erster, beschatteter Ernte, wird von Hand gepflückt und steingemahlen und ist auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide laborgeprüft. Die 30-g-Dose kostet 25,00 Euro (833,33 Euro je Kilogramm) und reicht bei 2 g je Portion für rund 15 Gläser - ob mit oder ohne Gin, und ob als Feierabend-Experiment oder als wiederkehrendes Rezept für den eigenen Getränkeplan. Wer regelmäßig Matcha-Cocktails zubereitet, profitiert zusätzlich von einer größeren Dose, weil sich die Kosten je Portion dadurch spürbar senken lassen, ohne an der Qualität des Pulvers Abstriche zu machen.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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