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Zubereitung

Matcha-Frischkäse selber machen: Zutaten und Zubereitung

Matcha-Frischkäse verrührt klassischen Frischkäse mit Matcha-Pulver zu einem grünen, cremigen Brotaufstrich. Ein japanisches Handelsbeispiel auf anderer Basis zeigt, wie unterschiedlich Hersteller einen süßen Matcha-Aufstrich aufbauen können, dazu die wichtigsten Grundlagen zu Frischkäse selbst.

Was Frischkäse grundsätzlich ausmacht

Laut Wikipedia zählen zu Frischkäse alle Käsesorten, die kaum oder gar nicht reifen müssen, bevor sie verzehrt werden. Bei der Herstellung werden Milchsäurebakterien und geringe Mengen Lab zu erwärmter Milch gegeben, wodurch diese gerinnt. Der entstehende Bruch wird mit einer Käseharfe geschnitten, wodurch Molke austritt, anschließend wird die verbleibende Masse mit Sahne auf den gewünschten Fettgehalt gebracht. Je nach Sorte reicht die Haltbarkeit von rund drei Wochen bei magereren Varianten bis zu etwa drei Monaten bei Doppelrahmstufe, wobei durchgehende Kühlung in jedem Fall notwendig ist. Der Fettgehalt entscheidet dabei nicht nur über die Haltbarkeit, sondern auch über die Konsistenz: Ein magerer Frischkäse lässt sich leichter mit Matcha verrühren, wirkt am Ende aber weniger cremig als eine Doppelrahmstufe, die dafür etwas schwerer im Geschmack ausfällt. Für einen Aufstrich, der auch beim Streichen auf frischem Brot geschmeidig bleibt, empfiehlt sich deshalb eine mittlere Fettstufe als ausgewogener Kompromiss zwischen Konsistenz und Geschmack.

Matcha-Frischkäse in wenigen Minuten selbst zubereiten

Für einen eigenen Matcha-Frischkäse wird klassischer, ungesüßter Frischkäse mit fein vermahlenem Matcha-Pulver verrührt, meist im Verhältnis von einem halben bis einem ganzen Teelöffel Matcha auf 100 Gramm Frischkäse, je nach gewünschter Farbe und Stärke. Wer eine süßere Variante bevorzugt, kann etwas Honig oder Ahornsirup ergänzen, für eine herzhafte Version eignen sich stattdessen eine Prise Salz und etwas fein abgeriebene Zitronenschale. Alle Zutaten werden einfach mit einem Löffel oder Schneebesen glattgerührt, ganz ohne Erhitzen oder weitere technische Schritte, bis eine gleichmäßig grüne, streichfähige Masse entsteht.

Ein japanisches Beispiel auf anderer Basis: Kuze Fuku Matcha Spread

Der japanische Hersteller Kuze Fuku, aktiv seit 2013, führt unter dem Namen Matcha Spread einen süßen Aufstrich in einer rund 215-Gramm-Packung für 9,90 US-Dollar. Wichtig für die Einordnung: Dieser Aufstrich basiert laut Zutatenliste nicht auf Frischkäse, sondern auf süßer weißer Bohnenpaste, ergänzt um Rohrzucker, Traubenzucker, Wasser, ungesalzene Butter, Matcha, Agar, Meersalz und Zitronensäure. Der Hersteller empfiehlt das Produkt als Brotaufstrich zum Frühstück, als Topping für Eiscreme oder als eigenständigen Teezeit-Genuss.

Warum die beiden Aufstriche geschmacklich unterschiedlich ausfallen

Ein selbst gemachter Matcha-Frischkäse auf Milchbasis schmeckt spürbar säuerlicher und weniger süß als eine Bohnenpasten-Variante wie das genannte japanische Beispiel, weil weiße Bohnenpaste von Natur aus milder und süßer ist als Frischkäse. Wer einen Aufstrich sucht, der eher an klassischen Streichkäse erinnert, liegt mit der Frischkäse-Variante richtig, wer stattdessen eine süße, an Wagashi erinnernde Note bevorzugt, findet in der Bohnenpasten-Basis das passendere Vorbild. Auch farblich unterscheiden sich beide Varianten spürbar: Frischkäse nimmt die Farbe des Matchas eher blass und milchig-grün an, während eine hellere Bohnenpaste tendenziell ein kräftigeres, saftigeres Grün ergibt, was rein optisch ebenfalls ein Kriterium für die eigene Wahl der Basis sein kann.

Wofür sich Matcha-Frischkäse in der Küche eignet

Der Aufstrich passt zu klassischem Brot und Bagels ebenso wie als Füllung für kleine Sandwiches, als Belag für Cracker beim Fingerfood-Buffet oder als Basis für einen Dip zu Gemüsesticks, Chips oder frischem Fladenbrot. Wie Matcha grundsätzlich auch in herzhaften Zubereitungen funktioniert, obwohl es ursprünglich für Süßes und Tee entwickelt wurde, beschreibt der Wissensartikel „Matcha herzhaft: warum das grüne Pulver auch salzig funktioniert“ ausführlicher. Wer stattdessen eine süße Aufstrich-Variante mit Schokolade probieren möchte, findet eine Anleitung im Rezept „Matcha-Schokoaufstrich“.

Wie lange sich selbst gemachter Matcha-Frischkäse hält

Ein selbst zubereiteter Matcha-Frischkäse hält sich, durchgehend gekühlt und in einem sauberen, verschlossenen Behälter aufbewahrt, in etwa so lange wie der verwendete Frischkäse selbst vor dem Öffnen laut Hersteller angegeben hat, in der Regel wenige Tage bis eine Woche. Eine über diese Herstellerangabe hinausgehende, genaue Haltbarkeit lässt sich ohne Laboranalyse nicht seriös nennen, deshalb gilt im Zweifel: kühl lagern, zügig aufbrauchen und bei Zweifeln an Geruch oder Konsistenz lieber entsorgen als noch zu verwenden. Dieser Text ist redaktionell. Das genannte Produkt stammt von Kuze Fuku, wir verkaufen es nicht und stehen mit dem Unternehmen in keiner Verbindung.

Süß oder herzhaft: zwei Richtungen für Matcha-Frischkäse

Eine süße Variante mit etwas Honig, Ahornsirup oder sogar geschmolzener weißer Schokolade eignet sich gut zum Frühstück auf Toast oder Bagel, ähnlich wie klassische Frühstücksaufstriche. Eine herzhafte Variante mit Salz, etwas Zitronenschale und fein gehackten Kräutern wie Schnittlauch passt dagegen besser zu einem Brunch, als Dip zu Gemüse oder als Belag für kleine Häppchen. Beide Richtungen lassen sich mit derselben Grundmischung aus Frischkäse und Matcha erreichen, der Unterschied liegt allein in den zusätzlich eingerührten Zutaten. Wer sich nicht festlegen möchte, kann die Grundmischung außerdem in zwei kleinere Portionen aufteilen und jeweils unterschiedlich weiterverfeinern, etwa eine Hälfte süß mit Honig und die andere Hälfte herzhaft mit Kräutern, um beide Varianten gleichzeitig zu testen, ohne zweimal Frischkäse und Matcha extra ansetzen zu müssen.

Warum sich vegane Alternativen ähnlich verhalten

Für eine vegane Version lässt sich klassischer Frischkäse durch pflanzliche Alternativen auf Basis von Cashewkernen, Soja oder Kokos ersetzen, die sich ähnlich cremig mit Matcha verrühren lassen wie ein Milchprodukt. Geschmacklich fällt der Unterschied meist gering aus, weil Matcha ohnehin die dominierende Aromanote liefert, während die Basis eher für Textur und Cremigkeit verantwortlich ist. Wichtig ist bei pflanzlichen Alternativen, auf eine möglichst neutrale Sorte zu achten, damit sich deren Eigengeschmack nicht mit dem feinen Matcha-Ton beißt. Cashewbasierte Alternativen gelten dabei oft als besonders neutral im Eigengeschmack, während Sojavarianten mitunter eine leicht bohnige Note mitbringen, die manche Menschen in Kombination mit Matcha als angenehm empfinden und andere eher als störend wahrnehmen. Ein kurzer Geschmackstest mit einer kleinen Menge vor der größeren Zubereitung hilft, die passende Basis für den eigenen Geschmack zu finden, bevor gleich eine ganze Packung verarbeitet wird.

Wenn der Matcha-Ton auch pur überzeugen soll

Im Aufstrich ist Matcha nur eine Zutat unter mehreren, umgeben von Milchfett oder Bohnenpaste und teils Zucker. Wer den reinen Geschmack des Tees kennenlernen möchte, bevor er ihn im Aufstrich wiedererkennt, braucht dafür nur zwei Gramm feines Pulver und heißes Wasser. Ein mild statt bitter abgestimmter, steingemahlener Matcha aus erster Ernte eignet sich anschließend genauso gut für den eigenen Aufstrich wie für die klassische Schale.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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