Zubereitung
Dirty Matcha Rezept: Matcha-Latte mit einem Schuss Espresso
Dirty Matcha ist ein Matcha-Latte, dem ein Shot Espresso zugesetzt wird - meist als Schicht obenauf, die sich beim Trinken erst allmählich mit der Milch vermischt. Für die eigene Küche braucht es dafür nur vier Zutaten: Matcha, heißes Wasser, Milch und einen frisch gezogenen Espresso.
Was Dirty Matcha von normalem Matcha-Latte unterscheidet
Der Unterschied liegt allein im Espresso-Shot, der bei Dirty Matcha zusätzlich zum aufgeschäumten Matcha und der Milch dazukommt. Namensgebend ist die Optik: Der dunkle Espresso wird meist zuletzt über das fertige Getränk gegossen und sinkt langsam durch die helle Milch, was das Getränk in der Tasse unruhig und dunkel gesprenkelt wirken lässt, bevor es umgerührt wird. Geschmacklich verbindet die Kombination die grasig-herbe Note von Matcha mit der Röstbitterkeit von Kaffee. Wie stark beide Aromen aufeinandertreffen, hängt von der Reihenfolge beim Einschenken und vom Mischungsverhältnis ab. Wer den Matcha-Ton dominanter mag, gießt weniger Espresso dazu, wer den Kaffee-Charakter bevorzugt, nimmt einen doppelten Shot.
Zutaten für eine Portion
Für ein Glas Dirty Matcha werden etwa zwei Gramm Matchapulver, 60 bis 80 Milliliter heißes Wasser mit rund 70 bis 80 Grad, 150 bis 200 Milliliter Milch oder Pflanzendrink nach Wahl sowie ein einfacher Espresso-Shot benötigt. Für Eisvarianten kommen zusätzlich Eiswürfel ins Glas, dann wird kalte statt warmer Milch verwendet. Wer es weniger süß mag, lässt jeden Zuckerzusatz weg, da Matcha selbst keine Süße mitbringt. Wer eine mildere Matcha-Note bevorzugt, sollte auf ein feines, mild schmeckendes Pulver setzen statt auf ein besonders kräftiges - bittere Randnoten treten bei Dirty Matcha durch den zusätzlichen Espresso ohnehin stärker hervor als in einem reinen Matcha-Latte.
Schritt für Schritt zubereiten
Zuerst wird das Matchapulver mit dem heißen Wasser glattgerührt oder mit dem Chasen aufgeschlagen, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind. Parallel wird der Espresso frisch gezogen. In ein Glas kommt zunächst die Milch, für Eisvarianten mit Eiswürfeln, danach wird der aufgeschlagene Matcha vorsichtig darüber gegeben. Zum Schluss fließt der heiße Espresso in einem dünnen Strahl über einen Löffelrücken oben auf das Getränk, sodass er sich als eigene Schicht absetzt statt sofort zu vermischen. Wer die Schichtoptik nicht braucht, kann Matcha, Milch und Espresso auch direkt zusammen verrühren - geschmacklich ändert sich dadurch nichts, nur die Optik in der Tasse.
Warme und kalte Variante
„Matcha mit Espresso: was hinter Dirty Matcha steckt“ beschrieben. Für die warme Version wird die Milch vorher aufgeschäumt oder erhitzt, sodass das gesamte Getränk am Ende Trinktemperatur hat. Bei der kalten Variante kommen zuerst Eiswürfel ins Glas, dann kalte Milch, aufgeschlagener Matcha und zum Schluss der noch heiße Espresso, der beim Kontakt mit dem Eis rasch abkühlt. Beide Varianten lassen sich mit Pflanzendrinks wie Hafer- oder Mandelmilch zubereiten, wobei Hafermilch wegen ihrer natürlichen Cremigkeit besonders gut mit dem leicht bitteren Matcha-Espresso-Duo harmoniert. Wie Milchtyp und Wassertemperatur den Matcha-Anteil im Geschmack beeinflussen, ist ausführlicher im Wissensartikel „Matcha mit Espresso: was hinter Dirty Matcha steckt“ nachzulesen.
Mengen anpassen und Varianten
Wer Dirty Matcha regelmäßig zubereitet, profitiert von einem eigenen MATCHASHOCK Bio-Matcha in Griffnähe: Da das Pulver fein steingemahlen ist, löst es sich auch bei schneller Zubereitung ohne langes Verquirlen glatt auf, was bei der morgendlichen Eile vor dem ersten Kaffee praktisch ist. Für eine süßere Variante lässt sich ein Löffel Ahornsirup oder Kondensmilch einrühren, für eine herbere Variante reicht ein zweiter Espresso-Shot. Auch eine Prise Zimt oder Kakao über der Schaumkrone verändert das Aroma, ohne die Grundzubereitung zu verkomplizieren.
Klumpenfrei bleibt es mit der richtigen Reihenfolge
Der häufigste Fehler bei Dirty Matcha ist, das Pulver direkt in kalte Milch zu geben - dort löst es sich schlecht und bildet Klümpchen, die auch der Espresso danach nicht mehr auflöst. Sicherer ist es, Matcha immer zuerst mit warmem Wasser anzurühren und erst danach mit Milch und Espresso zu kombinieren. Wie sich dasselbe Problem bei Matcha im Proteinshake zeigt und was dagegen hilft, beschreibt der Artikel „Matcha im Proteinshake klumpt: die Reihenfolge im Shaker“ - das Prinzip lässt sich eins zu eins auf Dirty Matcha übertragen.
Für unterwegs vorbereiten
Wer Dirty Matcha nicht frisch am Herd zubereiten kann, schlägt den Matcha zu Hause mit wenig Wasser an und füllt ihn in ein kleines Fläschchen, das sich unterwegs mit Milch aus dem Kühlschrank und einem Espresso von der Kaffeemaschine im Büro kombinieren lässt. So bleibt die Reihenfolge - erst Matcha und Wasser, dann Milch, zuletzt Espresso - auch außerhalb der eigenen Küche erhalten. Wer öfter zu dieser Kombination greift, merkt schnell, dass die Qualität des Matcha-Anteils den Unterschied macht: Ein mildes, fein gemahlenes Pulver aus erster Ernte bleibt auch neben dem kräftigen Espresso erkennbar, während grobes oder bitteres Pulver im Kaffeearoma einfach untergeht.
Süßungsvarianten ohne den Matcha-Ton zu verlieren
Wer Dirty Matcha etwas süßer mag, sollte die Süße so wählen, dass sie den Matcha-Ton nicht überdeckt. Ahornsirup und Honig lassen sich gut direkt in den warmen Matcha einrühren, bevor Milch und Espresso dazukommen, da sie sich in heißer Flüssigkeit leichter auflösen als in kalter Milch. Kondensmilch bringt zusätzlich Cremigkeit mit und eignet sich besonders für die kalte Variante mit Eiswürfeln. Wer auf raffinierten Zucker verzichten will, kann stattdessen eine reife, pürierte Banane in die Milch einrühren, was gleichzeitig für mehr Cremigkeit sorgt. Wichtig ist in jedem Fall, sparsam zu dosieren und lieber nachzusüßen: Zu viel Süße verdeckt sowohl die grasige Matcha-Note als auch die Röstbitterkeit des Espressos, sodass am Ende nur noch ein süßes Milchgetränk ohne die charakteristische Kontrastnote übrig bleibt, die Dirty Matcha eigentlich ausmacht.
Dirty Matcha im Café bestellen
Dirty Matcha steht inzwischen auch auf der Karte vieler Cafés, meist unter genau diesem Namen oder als Matcha-Latte mit Espresso-Shot. Beim Bestellen lohnt sich die Nachfrage, ob der Espresso als eigene Schicht obenauf serviert oder bereits untergerührt wird, da beide Varianten unterschiedlich schmecken, auch wenn die Zutaten identisch sind. Wer eine mildere Matcha-Note bevorzugt, kann nach der verwendeten Matchamenge fragen oder um einen einfachen statt doppelten Espresso bitten. Manche Cafés verwenden für Dirty Matcha bewusst kräftigeren Matcha, weil der Espresso sonst zu dominant wird - das lässt sich zu Hause mit der eigenen Dosierung gezielter steuern. Wer öfter Dirty Matcha unterwegs bestellt, merkt schnell, wie unterschiedlich das Verhältnis von Matcha zu Espresso von Café zu Café ausfällt, da es dafür keine einheitliche Rezeptur gibt.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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